Adventures von Steffi und Felix

Willkommen auf dem Blog von Steffi und Felix. Wir leben in Innsbruck und sind öfters in der wunderschönen Region rund um Tirol unterwegs. Wir lieben den (Berg-)Sport und nutzen den Blog um immer mal wieder über Touren, Reisen oder Erlebnisse zu berichten.

  • Im Schatten der Dolomiten

    Lange hatten wir bereits vor unseren neuen Südtiroler Kletterführer einzuweihen und endlich ergab sich die Möglichkeit. Nach einem halben Tag Arbeiten ging es am Vormittag über den Brenner bis nach Vahrn bei Brixen – ins Ötztal fährt man auch nicht viel kürzer…Dort machten wir uns auf den 30-minütigen Zustieg in das recht neue Klettergebiet Spiluck. Der Weg ist im Führer gut beschrieben und oben angekommen genossen wir zuerst einmal das Ambiente, bis sich die Sonne aus dem ostausgerichteten Gebiet endgültig verabschiedet hatte.

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    Das Ambiente der Dolomiten im Rücken

    Die Kletterei ist überwiegend leicht überhängende Wandkletterei an Granit und Gneis und ist noch herrlich unberührt. In Routen ohne Ticks musste man ganz schön nach den Griffen suchen! Hier und da löste sich noch ein Stein, was auch der „Frische“ des Klettergartens zuzuschreiben ist. Wir blieben den Tag über alleine im Klettergebiet und genossen die angenehme Kühle im Schatten auf 1670m und rundeten den Tag mit einer super Pizza in der Villa Albergo ab.

    La Dolce Vita!

     

     

  • Für Enno!

    Am Freitagabend ging es nach der Arbeit relativ spät in Richtung Griesneralm um dort am Parkplatz zu schlafen. Bei der Ankunft genossen wir die schöne Abendstimmung und beschlossen auf Empfehlung von einem Freund die „Via Classica“ zu gehen. An diesem Abend überkam uns dann die traurige Nachricht, dass Felix Opa von uns gegangen ist und somit beschlossen wir die Tour am nächsten Tag Enno zu widmen.

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    Am Samstag klingelte bereits um 5.00 Uhr der Wecker, wir wollten bald los, da die Tour ja doch sehr beliebt ist. Nach gemütlichem Frühstück und Kletterzeugs sortieren (dafür hatten wir am Vorabend keine Energie mehr) gingen wir dann um 6.25 Uhr in Richtung Einstieg. Man folgt dem Weg zum Stripsenjochhaus vorbei an der Abzweigung zur Fritz Pflaum Hütte und noch weiter bis man kurz vorm letzten Aufschwung zum Stripsenjochhaus links die Wand der Fleischbank bereits erkennen kann. Hier folgt man dann kleinen Steigspuren bis zum Wandfuß.

    Beim Einsteigen in die Tour kam bereits eine zweite Seilschaft und dann auch gleich eine dritte und so weiter. In Summe waren wir mindestens 5 Seilschaften, wir waren allerdings die ersten, das frühe Aufstehen hat sich also belohnt gemacht. Die 2 Jungs hinter uns waren allerdings super nett und wir verbrachten einen echt tollen Tag miteinander. Schönen Gruß an Sepp und Schorsch an der Stelle 😉

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    Steffi im Beginn der 9. Seillänge

    Die 15 Seillängen sind durchwegs wunderschön und sehr lohnend, die Absicherung ist gut und wenn man über dem Grad steht, braucht es eigentlich fast keine mobilen Sicherungsgeräte. Die Kombination aus dem Topo vom Panico Führer „Wilder Kaiser“ sowie das Topo von bergsteigen.com hat sich super bewährt.

     

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    Die letzte Länge im Vorstieg

    Nach 5 Stunden schöner Kletterei, netter Begleitung und etwas Regen kamen wir am Ende der Kletterpassagen glücklich an. Eine kurze Stärkung musste sein, um dann anschließend die letzten 200-250 hm in teilweise leichter Kletterei (Absicherung ist nicht mehr notwendig, der letzte Aufschwung zum Gipfel benötigt allerdings nochmal eine gute Konzentration) noch problemlos zu meistern.

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    Der Gipfel der Fleischbank (2186m)

    Traum Wetter, Traum Kulisse laden zu einer ausgedehnten Gipfeljause und Gipfelbucheintrag in Gedenken an Enno ein, bevor wir dann auf 14.30 Uhr die Abstieg angehen. Der Abstieg ist gut markiert und die Abseilstellen kann man auch nicht übersehen. Am besten man seilt immer mit 60 Meter Doppelseil ab, dann kommt man im gesamten mit drei Abseilern sicher am Wanderweg an. Von dort geht es dann schnell über ein Schotterfeld runter um dann etwas langsamer den Steig, der teilweise versichert, aber nicht schwer ist, bis zum Wanderweg zu folgen.

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    Widmung

    Um kurz nach 17:00 Uhr erfreuen wir uns dann bereits am gekühlten Radler in der Griesneralm.

    Alles in allem sind wir gut kaputt, da es doch ein sehr langer Tag war, aber gleichzeitig auch super happy, da alles reibungslos verlaufen ist und wir die Kletterei somit sehr genießen konnten. Besser hätte wohl der Einstieg in den Wilden Kaiser nicht laufen können. Zudem hat die Tour auch super zur generellen Orientierung in diesem Gebiet geholfen. Empfehlenswert ist allerding, bald in der Früh zu starten, da die Via Classica gerne und viel begangen ist.

    Den Sonntag verbrachten wir dann noch im Klettergarten Adolari ganz in der Nähe des Wilden Kaisers bei der Ortschaft Waidring. Ein alter Klettergarten, mit vielen Routen und manchmal etwas unübersichtlicher Routenführung. Die steile Wandkletterei entlohnt aber für die manchmal mühsame Wegfindung 😊

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    „Die Kante“ im Klettergarten Adolari
  • Lernen auf Hochtouren

    Es ist nie falsch neue Erfahrungen zu machen und sich „weiterzubilden“. Da wir mit dem Thema Hochtouren bisher kaum Berührungspunkte hatten, entschieden wir uns für einen Hochtourenkurs beim Alpenverein Innsbruck. Witziger Weise meldeten sich 3 Freunde unabhängig von uns auch für diesen Kurs wodurch wir 12% der Kursteilnehmer ausmachten 🙂

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    Aufstieg zum Linken Fernerkogel

    Am Freitag ging es auf die Braunschweiger Hütte im Pitztal, die für die nächsten Tage unsere Homebase wurde. Der Samstag wurde für einen Stationsbetrieb genutzt, bei dem viele gletscherrelevante Themen wie die Selbstbergung aus einer Gletscherspalte mittels Münchhausentechnik, über Steigeisentechnik, bis hin zur Sicherung einer Seilschaft mittels totem Mann oder Sitzpickel besprochen und geübt wurden.

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    Felix beim üben der Münchhausentechnik

    Der linke Fernerkogel auf 3277m war unser Tourenziel am Sonntag, wo die am Vortag besprochenen und gelernten Techniken nochmals geübt werden konnten und mit simuliertem Spaltensturz auch nochmal richtig Laune machten 🙂 Die Organisation über den Alpenverein Innsbruck war Spitze und wir können den Kurs nur jedem empfehlen, der sich – egal ob im Sommer oder im Winter – auf einem Gletscher bewegen möchte, ans Herz legen.

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    Gipfelfoto

     

  • Wochenenderfahrung

    Endlich war es soweit uns so schafften wir es am 16. und 17. Juni in das Wochenendhaus von Felix’s Bruder in St.Veit im Pongau. Wunderschöne, einsame Lage neben sternenklaren Nächten gab es auch eine Traumkulisse untertags – und zum Glück gibt’s auch einiges zum Klettern.

    Wir folgten dem Tipp von einem Freund und machten uns am Samstag auf den Weg zur Torsäule um die Tour Geissenpeter zu klettern. Leider fanden wir die Linie nicht sofort und die Temperaturen waren auch so gar nicht auf unserer Seite. Zudem hatten wir etwas Stress hinten raus und so brachen wir mit klammen Fingern und fröstendeln Knien die Tour ab und stiegen die 800 Höhenmeter zu unserer Josi wieder ab. Im Tal war es wieder fast zu warm, an der Wand durch Nebel und Wind, sowie die verdeckte Sonne leider nicht. Wir waren an diesem Tag aber nicht die einzigen die der Kälte nicht standhalten konnten.

    Als Tipp in dem Fall von uns: Unterschätzt die Höhe nicht und nehmt ausreichend an Gewand und Kopfbedeckung mit, selbst an einem heißen Sommertag.  Die Schnee-und Nebelfelder halten sich anscheinend da hinten öfters mal etwas länger. Aber so waren wir mal wieder um eine Erfahrung reicher 🙂

    Nach einem schönen Abend mit felix‘ Neffen und guter Unterhaltung mit Bruder und Schwägerin sowie zwei Freunden die zu Besuch kamen, machten wir uns am nächsten Tag auf nach Deutschland zu Felix’s Eltern. Davor gingen wir allerdings noch, gemeinsam mit Flo und Resl, für einen kurzen Abstecher in das durchaus sehr lohnende Klettergebiet bei Schwarzach/St. Veit.

    Die paar wenigen Klettermeter taten Körper und Seele nach den letzten beruflich sehr stressigen Zeiten mehr als gut und so ging es vergnügt nach Deutschland. Da konnte uns selbst der Stau keine schlechte Laune machen, das 0:1 gegen Mexiko dann aber vielleicht doch 🙂

  • Sonnenstraße

    Pfingstwochenende, viel zu tun, dennoch der Drang endlich mal eine Mehrseillänge zu gehen. Südtirol wird aufgrund des vermeintlich hohen Verkehrsaufkommen bei der Heimreise verschoben und somit wird die schon seit 2 Jahren geplante Route „Strada del Sole“ in Nösslach in Angriff genommen. Neben uns waren noch zwei weitere Seilschaften in der Tour, was aber nicht weiter schlimm war. Es hatte allerdings zur Folge, dass Steffi sich verplapperte und somit ihren Karabiner hängen ließ…

    Strada del Sole, jetzt wissen wir auch, warum sie so beliebt ist! Eine Seillänge ist schöner als die andere und wir kamen aus dem schwärmen gar nicht mehr heraus. Einfach purer Genuss.
    Was erwartet euch in dieser Tour?

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    Steffi in der Schlüsselseillänge

    1.Seillänge: Wunderschöne homogene Plattentour mit super Schuppen und spaßigen Körperpositionierungen. Super schön, lang und man kommt so richtig ins klettern.
    2.Seillänge: Die Schlüsselseillänge. Sie ist super abgesichert und man könnte sich über die Schlüsselstelle drüberziehen, es zahlt sich aber auf alle Fälle aus, alle Züge zu klettern. Kleine Leisten, versteckte, aber gute Tritte und Züge, die sich dann immer gut auflösen und einfach nur Spaß machen.
    3.Seillänge: Die Plattenpassage unten benötigt gute Fußtechnik und genaues Klettern. Oben raus, dann das Highlight dieser Seillänge: Schuppen, die einfach unglaublich sind und einem ein Dauergrinsen ins Gesicht zaubern.
    4.Seillänge: Ebenso abwechslungsreiche Kletterei mit „henkeliger“ Querung und jeder Menge Spaßgarantie. Es empfiehlt sich den zweiten Stand (nach der Gehpassage) zu nehmen.
    5.Seillänge: Überhang und so steil in einer 6er Route-puh wie soll das gehen? Klettert sie selber, dann werdet ihr es sehen, aber eins ist sicher, es kommen gute Griffe. Obwohl diese SL relativ kurz ist, ein weiters Highlight dieses Tages.
    6.Seillänge: Nochmal etwas schwieriger und man muss die Tritte schon gut wählen, aber auch hier Schuppen ohne Ende und Genuss pur.
    7.Seillänge: Die letzte Seillänge ist ganz ok, hat ein paar wirklich schöne Züge, aber auch viel flaches, grasiges Gelände, dennoch ist auch diese Seillänge keineswegs schlecht.

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    „Gipfel“foto

    Also was bleibt uns noch weiter zu sagen, außer: rein ins Auto auf nach Nösslach und eine genussvolle spaßige Kletterei wird euch erwarten. Wir werden diese Tour bestimmt wieder einmal gehen, denn es war SUPERB!

  • Wie versprochen hier noch unser Videobeitrag zu unserem Projekt auf dem Klobenjoch. Wir haben viel Zeit in das Video investiert und hoffe, dass es euch gefällt und vielleicht die/den eine/einen oder andere/anderen zur Nachahmung anregt 😉 Es hat super viel Spaß gemacht und es waren tolle Tage über dem Achensee. Viel Spaß beim anschauen 🙂

  • Istrische Rundtour

    Die Skitourensaison neigt sich nach diesem genialen Winter dem Ende und wir nutzten ein paar freie Tage für einen kurzen Rund-Trip mit Josi durch Südtirol, Slowenien, Kroatien und Kärnten. Dabei erwischten wir von Schnee, über Hagel, Regen und Sonnenschein so gut wie jedes Wetter und hatten eine großartige Zeit, die wir vornehmlich mit Klettern verbrachten.

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    Klettern über dem „Dürrensee“

    In Südtirol hielten wir uns zunächst in der Nähe des Dürren-Sees auf, einem schönen Fleck Erde mit super Klettermöglichkeiten. Besonders hervorzuheben ist dabei das Gebiet direkt über dem „Lago di Landro“. Zum einen ist die Aussicht fantastisch und zum anderen ist die Kletterei an der löchrigen Wand super. Es kommt recht spät die Sonne in das Gebiet, weshalb die Wand nach Regenfällen etwas Zeit zum Trocknen benötigt.

    Von Südtirol ging es für uns weiter in die Nähe von Udine, wo abermals schöne Kletterei und angenehme Gesellschaft in Form von Steffis Bruder und seiner Familie auf uns wartete. Die Gegend um Udine bietet viele Möglichkeiten zum Wildcampen und besitzt auch einige besondere Klettergebiete. Sehr gut gefallen hat uns der Klettergarten Braulins, in dem man oberhalb einer kleinen Kapelle klettert.

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    Klettern über der Kapelle in „Braulins“

    Es folgte ein erster kurzer Zwischenstopp in Slowenien, der wetterbedingt leider ohne klettern in Osp stattfand, aber wenigstens ein paar Routen im Gebiet Crni Kal zuließ.

    Wir folgten dem guten Wetter und so ging es für uns kurz hinter die slowenisch-kroatische Grenze nach Buzet, wo wir einige schöne Tage verbrachten. In Buzet findet man neben Kletterei an Gebieten, die in jegliche Himmelsrichtung ausgerichtet sind, auch eine schöne Gumpe zum Abkühlen. Dort trafen wir dann und auch July und Maxi, die den Rest des Urlaubs mit uns verbrachten. Das Entscheidungsspiel im Watten steht noch aus 😊

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    Klettern in Buzet

    Den Abschluss bildeten noch einige Tage in Slowenien in der Nähe des Bohinj Sees in Slowenien und ein super Klettertag in bestem Kalkkonglomerat des Rosengartens in Kärnten, bevor es für uns wieder nach Innsbruck ging. Das einzig „negative“ war eine „Strafe“, die wir für’s Wildcampen in Slowenien zahlen mussten, wir vermuten aber hauptsächlich da wir unwissentlich in einem Nationalpark standen (Kostenpunkt für die, die es interessiert: 41,50€ pro Auto).

  • Project ski2climb

    Schon länger spuckte ein besonderes Projekt in unseren Köpfen. Wir hatten in unserem Tirol-Kletterführer gelesen, dass man im Frühjahr die Kletterei am Klobenjoch hoch über dem Achensee, mit Skitouren kombinieren kann. Wir hielten es für einen Tag zu aufwendig, stellten es uns aber toll vor, mehrere Tage dort oben zu verbringen und beide Sportarten zu betreiben. Anfang April war es dann endlich soweit und konnten auf Grund sehr stabilen Wetters unser Vorhaben angehen. Zunächst waren wir noch skeptisch, ob es auf Grund der Lawinensituation überhaupt möglich sein wird so spät am Nachmittag den Aufstieg gefahrlos zu bewältigen. Als wir dann aber vom Parkplatz des Kinderhotels in Buchau standen und Richtung Ziel schauten waren wir uns sicher, dass es geht. Der Schnee war quasi bis zu Dalfazalm bereits geschmolzen. Glücklicherweise war unser Skitourenziel noch höher, weswegen wir uns entschieden den Aufstieg zu beginnen.

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    Mit den Ski auf dem Rücken ging es los

    Mit dem vielen Gepäck (Zelt, Schlafsäcke, Isomatten, Essen, Kletter- und Skizeug) waren die 800 Hm bis zur Dalfazalm sehr anstrengend und wir waren froh, als wir zumindest die Ski endlich anschnallen konnten, was ca. 150 Hm unter der Dalfazalm endlich möglich war. Von der Dalfazalm stiegen wir noch ca. 100 Hm weiter um auf einem kleinen Plateau unser Lager einzurichten. Im letzten Sonnenlicht bauten wir das Zelt auf, nahmen danach noch eine Stärkung zu uns und krochen danach, müde vom Aufstieg in unsere Schlafsäcke. Am nächsten Morgen mussten wir ja auch wieder früh raus, um auf Firn-Jagd zu gehen.

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    Sonnenuntergang nach dem Zeltaufbau

    Den ersten Wecker überhörten wir gekonnt, weshalb es doch etwas verspätet nach einem schnellen Kaffee an den Anstieg zur Klobenjochspitz ging. Der nur noch 400 Hm entfernte Gipfel war schnell und bei bestem Wetter erreicht und wir genossen den Weitblick über den Achensee bis nach Deutschland.

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    Blick von der Klobenjochspitze nach Deutschland

    Wir erwischten den Zeitpunkt recht gut und Felix konnte seinen ersten Firn so richtig genießen. Nach der Abfahrt kamen wir an einem Bach vorbei, an dem wir uns erfrischten um danach wieder zum Lager zurückzukehren. Dort gab es wieder einen leckeren Kaffee und dann machten wir uns am Mittag noch zu den Wänden des Klobenjochs auf, um einen ersten Eindruck zu gewinnen. Der Fels ist fantastisch dort oben. Im Sommer könnte es nur etwas warm werden, selbst uns im Schnee war es recht, dass sich die Sonne bald verabschiedete. Den Abend ließen wir diesmal etwas gemütlicher ausklingen, und spielten im Zelt noch ein wenig Karten, da wir am nächsten Tag nicht ganz so zeitig raus mussten.

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    So nah und doch so fern

    Nach dem Frühstück ging es am letzten Tag nochmals zum Klobenjoch zum Klettern, dieses Mal im oberen Sektor. Wir waren erstaunt wieviel Schnee dort oben noch lag. Die Routen waren bestimmt alle 2 Meter kürzer durch den hohen Schnee am Wandfuß. Nach dem Klettern fuhren wir ein letztes Mal zu unserem Lager, um bei immer stärker werdendem Wind zusammenzupacken und uns an Abfahrt und Abstieg zu machen. Es waren tolle drei Tage und ein tolles Erlebnis. Die Kombination aus Klettern und Skitour am Klobenjoch ist etwas Außergewöhnliches und kann uneingeschränkt weiterempfohlen werden! Bei Bedarf auch gerne länger 😉 Ein Video über das Projekt folgt 😊

  • ‚O Solstein mio!

    06:30 Uhr, Josi wird gestartet und los geht’s in Richtung Hochzirl. Die wunderschöne Morgenstimmung entschädigt sofort für das baldige Aufstehen.

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    Das Morgenrot belohnte das frühe Aufstehen

    Am Parkplatz vom Krankenhaus Hochzirl treffen wir uns mit Matze und Romi und starten – mit Ski auf dem Rücken – den Anstieg zum Großen Solstein. Dieses Jahr sollte ja hoffentlich etwas mehr Schnee als letztes Jahr liegen. Dem war auch so und so konnten wir bereits nach 350 Höhenmetern die Ski anschnallen.

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    Die ersten Meter wurden zu Fuß zurückgelegt

    Bei der kleinen Solenalm ging es dann ein paar Meter abwärts um anschließend den tief verschneiten Bachlauf rauf zum Solsteinhaus zu folgen.

    Nach einer kurzen Pause und ab nun in Begleitung vom Wind, ging es die letzten 800 Höhenmeter unschwierig und ohne Latschenkontakt bis zum Gipfelplateau. Die unglaubliche Fernsicht ließ uns den sich doch etwas in die Länge ziehenden Gipfelrücken sofort vergessen. Nach einer kurzen Jause, fotografieren, Blödsinn machen, Felle abziehen und Skischuhe auf Abfahrtsmodus ging es um ca. 12.00 Uhr wieder abwärts.

    Diese Diashow benötigt JavaScript.

    Nach kurzem Überlegen beschlossen wir, dass wir die nordwestlich ausgerichtete Mulde als Abfahrtsvariante wählen, was uns unerwartet richtig guten Schnee bescherte. Zwar hatten wir „leider“ keinen Firn, dafür aber Pulver auf einer tragenden Harschschicht – da kann man schon mal auf Firn verzichten 😊 Der Schnee wies auch um die Mittagszeit keine Durchfeuchtung auf und die windverblasenen Stellen waren auch gut ersichtlich. Die Bedingungen waren also durchwegs als sehr sicher zu bezeichnen.

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    Übrraschend pulvrige Abfahrt

    Unten ging es dann durch ein paar Latschen und klein Bäumchen immer wieder mit tollen Neuschneemengen bis in die Senke, in der dann kurz nochmal die Felle angelegt wurden um wieder zur Solenalm aufzusteigen.

    Mit perfekter Sicht auf die Kalkkögel und Sonne im Gesicht genossen wir den Traumtag bei den Resten unserer Jause und in guter Gesellschaft.

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    Entspannter Abschluss

    Auch die letzten Schwünge durch den Wald bis zu unseren deponierten Schuhen beim Brunnen machten teilweise noch richtig Spaß. Ein paar Meter ging es dann noch mit den Skiern am Forstweg entlang, bis wir die Ski doch auf den Rücken geben mussten um die letzten Meter bei Frühlingstemperaturen zu Fuß zum Auto zu absolvieren.

    Fast genau ein Jahr nach ausschließlich Ski tragen, konnten wir nun dieses Jahr den Solstein bei durchwegs guten Bedingungen richtig genießen.

     

  • Probleme mit Joel

    Schon länger standen bei Matze und Felix die Befahrungen des Canale Holzer und des Canale Joel am Piz Pordoi auf dem Programm. Das Wetter schien mal wieder einige Sonnenstunden zuzulassen und wir machten und zu dritt – Steffi war natürlich auch mit von der Partie – auf den Weg nach Südtirol. Je weiter wir Richtung Süden kamen, umso besser wurde das Wetter und die Sonne ließ sich immer mehr blicken. Die Vorfreude stieg! Plan war, mit der Gondel vom Passo Pordoi hochzufahren, zuerst die etwas weniger steile Joel-Rinne zu befahren, dann nochmals hoch und die Holzer-Nordrinne danach mitzunehmen und vom Auslauf im Val Lasties zurück zum Auto zu queren. Wir nahmen die Liftkarte bis 13:00 Uhr (35,50€ !!) und kamen auf dem sehr windigen Gipfelplateau der Terazze delle Dolomiti an. Von dort hält man sich erst leicht nord-ostwärts bis der Hang leicht nach rechts abfällt. Dort sieht man dann schon das Rifugio Forcella Pordoi, an welchem man vorbeiquert, oder wer mag die vielbefahrene Scharte hinunternimmt. Für die Abfahrt des Joel Kanals quert man noch am nächsten Felsriegel vorbei, um dann in eine deutlich sichtbare Scharte aufzusteigen (~15 min, stapfend oder mit Fellen). Dann steht man schon am Einstieg. Wir dachten zunächst, dass man noch etwas höher gehen muss, um von oben in die Rinne zu gelangen, was aber nicht nötig ist.

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    Zunächst glaubten wir nicht, dass uns das Wetter Probleme bereiten könnte…

    Diese vermeintlich kleine Extrarunde hatte für uns aber weitreichende Folgen für den weiteren Tagesverlauf. Zurück beim richtigen Einstieg bemerkten wir, wie der Nebel, der schon die ganze Zeit im Becken südlich vom Piz Pordoi hing, sich mitten in die Rinne gelegt hatte. Wir kannten das Gebiet nur durch Kartenstudium und waren uns sicher, die Rinne fahren zu können. Unsicher waren wir uns aber darüber, wie sich das Gelände unterhalb der Rinne verändert bzw. ob es dort Stellen geben könnte, die zu vermeiden sind. Der Nebel wollte sich von diesem Zeitpunkt leider nicht mehr verziehen, obwohl wir lange dort ausharrten. Wir entschieden im Kollektiv, dass es keine gute Idee wäre, ohne Kenntnis des Geländes in die Rinne zu fahren und im White-Out nach dem richtigen Weg zu suchen. Leicht frustriert machten wir uns auf den Rückweg. So ganz ließ es uns aber nicht los und so stiegen wir 30 Minuten später nochmals zum Einstieg der Rinne, fanden aber leider kein verändertes Bild vor. Gefrustet entschieden wir, wenigstens noch die Holzer-Rinne mitzunehmen, da das Wetter dort noch hielt. Doch auf dem Weg dorthin zog es auch dort immer weiter zu. Wir sahen es als Signal und brachen komplett ab, was richtig war, denn 10 Minuten nach dem Entschluss abzubrechen, befanden wir uns in einer dichten Nebelsuppe. Wir traten den ungewohnten Weg zur Talfahrt an. Beim Hinunterschweben dann der Super Gau: Durch das Einbrechen des Windes wurde es zunehmend klarer um den Canale Joel und wir konnten uns endlich ein Bild des Geländes darunter machen. Wir schauten uns in die Augen und recht schnell war klar (es war bereits 12:30 Uhr), dass wir die Bergfahrt nochmal antreten, um wenigstens noch ein wenig am Ski gestanden zu sein. Also das Gleiche Spiel nochmal 😊

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    Bei der Einfahrt in die Engstelle

    Oben hing nach wie vor der Nebel und auch am Anstieg zu Joel war es mystisch, aber wir kannten die Gegen mittlerweile ja ganz gut. Der Schnee in der Rinne war, wie Matze sagen würde „minder“, sprich bockhartes Eis mit leichter Auflage. Aber es ging uns um das Erlebnis und deshalb versuchten wir die Abfahrt zu „genießen“. Felix hatte kurz nach dem Einstieg kurz Probleme mit der Bindung, da sie wie schon bei der Karwendel-Tour beim Umsteigen einfach aufging. Der Ski konnte aber fixiert werden und die Gaudi ging weiter.

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    In der Engstelle und kurz danach war der Schnee am besten

    Das Erlebnis ist wirklich eine Abfahrt wert und wir werden sicher das Ganze nochmal bei besserem Wetter wiederholen. Bei der wohlverdienten italienischen Pizza unterhielten wir uns darüber, wie schnell das Wetter in den Bergen einem doch einen Strich durch die Rechnung machen kann… Vielleicht hat das manchmal aber auch einfach seinen Sinn.