Adventures von Steffi und Felix

Willkommen auf dem Blog von Steffi und Felix. Wir leben in Innsbruck und sind öfters in der wunderschönen Region rund um Tirol unterwegs. Wir lieben den (Berg-)Sport und nutzen den Blog um immer mal wieder über Touren, Reisen oder Erlebnisse zu berichten.

Mallorca

Vor 9 Jahren waren wir bereits auf Mallorca zum Klettern und um eine gute Freundin zu besuchen, die auf Mallorca lebt. Da wir unbedingt die Freundin mal wieder besuchen wollten, entschieden wir uns, den noch möglichen Frühling zum Reisen zu nutzen. Dieses Mal wollten wir mit dem Auto nach Mallorca; diese Idee wurde allerdings bald verworfen, da es auf Mallorca keine Campingplätze für Busse gibt und das freie Schlafen sehr streng verboten sein soll. Daher wurde es dann doch wieder der Flieger, was unsere Große zuerst sehr traurig stimmte; bald wurde dies aber von Freude ersetzt 😊 Eine Unterkunft zu bekommen, war dann viel schwieriger als gedacht, schlussendlich hatten wir aber eine supertolle Unterkunft in Porto Petro für 6 Nächte und dann noch eine schön zentral gelegene Airbnb-Unterkunft in Banyalbufar für 5 Nächte. Abermals war der Trip zeitgleich mit Steffis Eltern geplant; wir wollten den entspannten Urlaub von Sizilien nachholen. Steffis Eltern gingen vorab noch wandern und kamen dann 2 Tage nach unserer Ankunft zu uns dazu.

Porto Pedro

In der Gegend Porto Petro waren wir ein bisschen wandern, schwimmen, Sand spielen, Eis essen, erfolglos Boot fahren und in der Cala Magraner auch klettern. Der Wind war dort die meiste Zeit ein treuer Begleiter und machte es manchmal richtig frisch. So konnten wir die wunderschöne Dachterrasse nicht ganz so häufig genießen, wie wir das eigentlich gerne gemacht hätten … aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau. Ansonsten ist der Südosten wirklich wunderschön, die Calas laden alle zum Baden und Sandstrandgenießen ein und sind vor allem in der Vorsaison wirklich unfassbar schön, da man auch noch ausreichend Platz hat. Unsere Große hat in der Cala Mondragó ihren ersten Klippensprung von ca. 1,5 Metern gewagt und war danach so stolz – und der Papa mindestens genauso 😊 Der Nationalpark Mondragó ist außerdem toll zum Laufen und Wandern. Die Cala Magraner ist tatsächlich ein Paradies für Familien, die baden und klettern wollen und die im besten Fall noch Großeltern dabeihaben. Wirklich lohnende Routen, die im Frühling am VM noch im Schatten liegen, und eine wunderschöne Kiesbucht inmitten der Felswände – und wenn man Glück hat, darf man auch noch Schildkröten beobachten. Der Weg zur Bucht kann allerdings mit Kindern schon mal länger werden, aber die Schafe am Wegrand und die Vegetation sorgen zumindest etwas für Abwechslung. Die geplante Bootsfahrt mit unserer Freundin wurde leider noch im Hafen wieder abgebrochen, da trotz Probefahrt am Vortag der Motor nicht mehr ging … immerhin hatten die Kids Schwimmwesten an und waren zumindest kurz am Boot.

Sehr angenehm war, dass das Dörfchen mit dem Hafen unmittelbar vor der Haustür lag und auch die Sandstrände zu Fuß erreichbar waren oder nur wenige Autominuten benötigt wurden. Nach 6 Tagen hatten wir dann, inklusive des bereits im April überlaufenen Markts in Santanyí, alles gesehen und freuten uns auf den Westen. Danke auch noch mal an Sissi für alle Insidertipps, die tolle Gastfreundschaft und die schönen gemeinsamen Tage.

Kleines Klettern

Da Mallorca zum Glück eine kleine Insel ist, war der Wechsel in den Westen sehr stressfrei. Die Unterkunft in Banyalbufar lag mitten im Dorfkern und hatte abermals eine gigantische Dachterrasse, die dieses Mal täglich genutzt wurde – genauso wie der traditionelle Innenhof. Der „Haustrand“ war dieses Mal etwas schwieriger zu erreichen, weil man doch einige Höhenmeter hinunter musste. Normalerweise alles kein Problem; mit Kindern kann es dann schon mal länger und mühsamer werden. Zum Glück gab es am Weg allerdings 100 Katzen, 2 Ponys und 1 Pferd – das machte den Weg zwar nicht schneller, aber erträglicher 😊

Die Buchten an diesem Eck sind leider nicht kinderfreundlich, wenn auch bestimmt wunderschön, weil sehr rassig. Die Kids kamen allerdings nochmals auf ihre Strand- und Meerkosten, da Oma und Opa mit ihnen in den Süden fuhren, während wir in Ruhe am tollen mallorquinischen Fels klettern durften. DANKE dafür; es war wunderschön und sehr erholsam, wenn auch leider der eine Felstag etwas ruhiger angegangen wurde, da wir alle etwas angeschlagen waren. In den Klettergebieten trafen wir kaum andere Leute; scheinbar kommt niemand mehr zum Klettern, weil alle zum Radfahren kommen. Die Massen an Rennradfahrern im Westen kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen. Key Learning war außerdem, dass es – nur weil nur 1 Minute Zustieg ist – nicht bedeutet, dass der Wandfuß annähernd kinderfreundlich ist. Aber auch an diesem Tag erreichten wir unser Ziel: Unsere Große kletterte eine Tour (so wurde das Klettern mit Selbstsicherung mal wieder geübt), wir kletterten auch eine schöne Tour (die einzige mit akzeptablen Bolts) und die Kleine schlief im eingekeilten Buggy tief, fest und ewig (eigentlich viel zu lange). Aber es wäre ja langweilig, wenn alles immer nach Plan laufen würde. Steffis Eltern hatten jedenfalls an diesem Tag eine wunderschöne Wanderung und konnten somit wieder Kraft sammeln, um die energiegeladenen Enkelkinder am Abend wieder zu beschäftigen.

Klettertraum

An einem Tag machten wir einen etwas weiteren Ausflug nach Alaró, um dort das Castell de Alaró zu besuchen und im traditionellen Restaurant das sehr bekannte Lamm zu probieren. Die Wanderung zum Castell war warm und zog sich abermals mit den Kids ein bisschen, aber es war es definitiv wert, da die Aussicht sehr schön ist, die Esel oben sehr süß, der Kaffee hervorragend schmeckt und die Wegführung auch wirklich nett ist. Außerdem schmeckt danach das wirklich köstliche Lamm noch mal besser.

Da wir immer noch nicht alle ganz gesund waren, gingen Felix und Steffi, anstatt eine Runde zu laufen, am Abend einen Sangría und Tacos bei traumhaftem Sonnenuntergang genießen. Das kann schon auch was, und zumindest Felix konnte dann trotzdem am vorletzten Abend noch den Hausberg erzwingen, was wohl wirklich eher ein Erzwingen als ein Trailrun war. GPS auf der Uhr kann dann schon mal nützlich sein 😊

Auch in Banyalbufar war das Essen köstlich und wir genossen auch hier die kulinarischen Besonderheiten auf Mallorca. In Summe waren wir diesen Urlaub tatsächlich für unsere Verhältnisse oft essen, aber wir finden, es gibt selten eine Gegend, wo es sich so lohnt. Wir aßen immer etwas anderes und Spezialitäten, die es so bei uns nicht gibt, und wurden nie enttäuscht, da alles immer hervorragend mundete. Von Fisch über Paella zu Kroketten, Artischocken, Rote-Rüben-Carpaccio, Ziegenkäse und Lamm war alles dabei, und wir erinnern uns gerne daran.

Gassengang

Nach 11 Tagen war der Urlaub dann doch auch wieder schnell vorbei, was für uns aber okay war, da er superabwechslungsreich war, wir immer Traumwetter hatten (am letzten Abend hat es das 1. Mal leicht geregnet), wir Großeltern hatten, die uns mehr als nur super unterstützten, und einfach – trotz Kränklichsein – total genießen konnten. Der Rückflug ging dann ja direkt nach Innsbruck, was die Heimreise superentspannt machte, da wir zum einen direkt bei unserer Josi-Nana landeten und zum anderen nur 15 Personen im Flugzeug waren, was das Fliegen mit Kindern viel entspannter macht. Der Anflug nach Innsbruck war sehr beeindruckend und die Große konnte die Eindrücke dieses Mal auch schon gut wahrnehmen und verarbeiten, und die Kleine war, obwohl sie beim Rückflug nicht mehr schlief, auch superbrav.

Zu Hause gab es dann in unserem tollen Garten Pizza und dann ging es für die Kids eh gleich ins Bett.

Obwohl Mallorca im Frühling auch schon gut besucht ist, ist es dennoch eine Reise wert und man wird bestimmt nicht enttäuscht, da die kleine Insel wirklich viel zu bieten hat – für Groß und Klein 😊

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