Adventures von Steffi und Felix

Willkommen auf dem Blog von Steffi und Felix. Wir leben in Innsbruck und sind öfters in der wunderschönen Region rund um Tirol unterwegs. Wir lieben den (Berg-)Sport und nutzen den Blog um immer mal wieder über Touren, Reisen oder Erlebnisse zu berichten.

  • Entfilzen in Silz

    Die warmen Temperaturen, die wir schon bei der Karwendel-Tour genossen, veranlassten uns am Folgetag das erste Mal für das Jahr 2018 an den Fels zu gehen. Seit Kalymnos der erste Gesteinskontakt und nach den vielen Plastikgriffen der letzten Wochen eine willkommene Abwechslung. Da wir nicht viel Trubel wollten und auch keine Berge versetzen, entschieden wir uns für ein kleines Gebiet im Oberland: Silz. Schön gelegen über dem Inn und mit südseitiger Ausrichtung perfekte Bedingungen für einen entspannten Klettertag.

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    Nicht nur wir nutzten die Sonne

    Einzig der stellenweise leicht brüchige Fels in den leichteren Routen könnte als Wermutstropfen bezeichnet werden. Aber immerhin konnten wir auch endlich unsere neuen Schuhe von Vaude einem Feldtest unterziehen, den sie beim steilen Zustieg über Wald- und Geröllboden perfekt meisterten. Der Parkplatz in Silz (bei Mötz auf der A12 abfahren), der auch für den Klettersteig Crazy Eddy genutzt wird, lud uns durch seine Nähe zum Inn nach dem Klettern noch auf einen Unbound-Kaffee in der untergehenden Sonne sein. Ein Sonntag wie er im Buche steht 😊

  • Bindungsängste im Karwendel

    Die kleine Karwendeltour vom Hafelekar bis nach Hall ist immer wieder eine tolle Tour! Besonders, wenn man auch noch guten Schnee erwischt. Die letzten Male war der Schnee immer schon recht kompakt und leicht gepresst, nicht so dieses Mal…. Aber von vorne:

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    Tourenplanung on Top

    Mit dem Bus ging es früh zur Hungerburgstation, um die erste Gondel um 08:30 Uhr auf die Seegrube zu erwischen. Das war wie immer bei schönem Wetter nach Schneefall ein Genuss, nicht! Aber wir überlebten es und machten uns dann nach weiterer Gondelfahrt zur Hafelekarstation zusammen mit July an den Gipfel“anstieg“ zum Hafelekar. Dort betrachteten wir kurz die Lage und stellten fest, dass der Wind doch ganz schön gewerkelt hatte. Die direkte Abfahrtsvariante blieb uns deshalb verwehrt und wir fuhren kurz über den südöstlichen Rücken zum Einstieg in die etwas weniger steile Rinne. Auf dem Weg dorthin löste sich plötzlich der Ski von July und drohte sich Richtung Seegrube selbstständig zu machen, blieb aber glücklicherweise nach guten 10 Metern liegen. Glück gehabt, wir konnten ihn leicht bergen. Bereits bei der Abfahrt in die erste Rinne stellten wir fest: Mega-Schnee!! Im Grubach angekommen fellten wir auf und stiegen über das Niederbrandjoch erst nordwärts und dann ostwärts zum Gleirschtaler Brandjoch auf.

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    Aufstieg mit den Grubreisentürmen im Hintergrund

    Dort angekommen gab es wieder einen Lagecheck und die Spurwahl in die Nordwest-Rinne. In dieser löste sich diesmal der Ski von Felix und sauste Richtung Pfeishütte, die Bindungen wollten an diesem Tag nicht so wirklich. 300 Höhenmeter auf einem Ski abzufahren war aber ein gutes Training und nach dem entfernen des Eisstückchens in der Bindung konnte es weiter gehen.

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    Powdern vor der Rumer Spitze

    Bei der Pfeishütte wurden wieder die Felle angelegt und der Weg nach Osten zum Stempeljoch fortgesetzt. Dieses schnell erreicht, trafen wir dort oben auf eine wahrliche Versammlung, aber bei dem tollen Wetter an diesem Tag auch zu erwarten. Über den Issanger ging es dann das Tal hinaus, nachdem die Abfahrt vom Stempeljoch das Skifahrerherz wieder höherschlagen ließ.

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    Abfahrt zum Issanger

    Kurz die Ski nochmal auf den Rucksack geschnallt und 10 Minuten gestapft, um bei einer Weggabelung die Ski wieder unter die Füße zu bringen und zu den Herrenhäusern abzufahren. Dort wurde noch kurz die Sonne genossen und dann weiter bis zur Bettelwurfkehre abgefahren, um dann die Ski endgültig von den Füßen fernzuhalten. Bis Hall war es dann noch ein halb-stunden Marsch, bis wir an der Bushaltestelle ankamen. Von dort ging es dann mit dem Bus zum Innsbrucker Hauptbahnhof (3,60 €). Mit den letzten Sonnenstrahlen ging es dann zu Fuß bis nach Hause. Ein rundum gelungener Tag 😊

  • Langer Weg am Langkofel

    Nach der lang durchwachsenen Wettersituation sollte endlich Besserung in Sicht kommen. Allerdings war diese Besserung zuerst hauptsächlich für den Südtiroler Raum angesagt. Felix und Matze machten sich am ersten gemeldeten Schönwettertag nach Südtirol. Das Ziel wurde auf der Autofahrt über den Brenner festgelegt und fiel auf den Langkofel, den man schon so oft auf Bildern und während alpiner Klettereiern in den Sella-Türmen bestaunt hat. Hinter seinen Osthängen verbirgt sich beim Blick auf die Karte eine riesige Spielwiese aus Rinnensystemen. Vom Parkplatz des Hotels Passo Sella Dolomiti (5€) aus ging es direkt auf den Langkofel zu um die markante Rinne, die früher auch im Winter beliftet wurde, hinaufzusteigen. Oben angekommen ging es vom Rifugio Toni Demetz in die Nordwestrinne hinab.

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    Der Blick hinunter von der Langkofelscharte mit den Liftstützen für den Sommerbetrieb im Bild

    Unglaublich viel Schnee hatte es dort hinten drin und er war so fluffig, dass die 3 Spuren vor uns keine Minderung des Spaßfaktors zur Folge hatten. Beim Rufugio Vicenza angekommen fellten wir wieder auf und stiegen den Nordhang zur einer markanten Scharte auf, mit dem Hintergedanken dort vielleicht wieder einen Blick Richtung Süden werfen zu können. Oben angekommen stoppte uns aber der windgepresste Schnee und die Tatsache das die Scharte ohne Kletterei nicht zu erreichen gewesen wäre.

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    Endstation unterhalb der 2. Scharte

    Wir fellten ab und genossen abermals perfekten Schnee bei der Abfahrt. Unser Plan war nun möglichst oberhalb um den Langkofel herum zu queren und so wieder zu Josi auf dem Parkplatz zu gelangen. Das klappte prinzipiell auch sehr gut, nur hatten wir den Weg kürzer eingeschätzt. Bald erreichten wir das Skigebiet, hatten aber keine Liftkarte, weswegen wir neben der Piste weiter ostwärts wanderten.

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    Super Schnee Bedingungen! Pic: Matthias Sauren

    Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichten wir endlich den Punkt an dem wir abfellen und abfahren konnten. Bei Josi angekommen machten wir uns erstmal einen guten Unbound-Kaffee und machten uns an den Heimweg. Die Dolomiten hatten mal wieder geliefert 😊

  • Erstes Märzwochenende im Pflerschtal

    In Südtirol war es die letzten Tage kälter und somit sollte vermutlich der Schnee noch besser konserviert sein, als in Nordtirol. So die Theorie und daher ging es für Steffi und Anna (die uns dieses Wochenende einen Besuch abstattete) erneut ins Pflerschtal. Felix musste leider zu Hause bleiben, da er am Vortag beim Skifahren plötzlich große Schmerzen an der Wirbelsäule verspürte und es leider am Sonntag noch nicht besser war.

    Das Wetter war gut, die Temperaturen waren frühlingshaft warm und wir gingen den Tag sehr gemütlich an. Daher waren schon einige Autos am Parkplatz, was uns aber nichts ausmachte, denn bis auf eine kleine Gruppe, waren wir beim Aufstieg ganz alleine (früh aufstehen, zahlt sich also doch nicht immer aus 😛 ). Die Speicherkarte hätte man nur vielleicht in die Kamera tun sollen, dann wären die Erinnerungsbilder nicht nur von der Handykamera 😀

    Ziel war heute die Ellesspitze und somit ging es die ersten Meter durch den Wald ganz gleich wie zuletzt auf die Mauerspitze. Etwas unterhalb der Grubenalm ging es dann allerdings rechts die schönen (35-38° steilen) Hänge hoch. Man konnte deutlich sehen, dass die Berge im Pflerschtal sehr beliebt sind, denn die Hänge waren doch schon recht verspurt, was uns aber nicht viel ausmachte, da der Schnee ohnehin nicht mehr pulvrig war.

    Dennoch, mit dem Pflerscher Tribulaun im Rücken und den wärmenden Sonnenstrahlen im Gesicht, genossen wir bei netten Gesprächen den Aufstieg und erreichten relativ zügig den Gipfel.

    Die letzten Meter über den Grat wurde die Sonne allerdings von den Wolken verdeckt und der Wind wurde immer kräftiger, fast schon stürmisch. Die Fernsicht, wir konnten sogar die drei Zinnen erblicken, entschädigte allerdings für die windigen Verhältnisse im Gipfelbereich.

    Die Abfahrt war geprägt von flacher, schlechter Sicht und wechselnden Schneebedingungen.

    Alles in allem fiel diese Skitour bestimmt eher in die Kategorie Bewegungstherapie mit netter Gesellschaft bei traumhafter Kulisse, was ja aber auch nicht unbedingt schlecht ist 😉

  • Whiteroom Weekend

    Das letzte Wochenende war ein recht schneereiches für Felix, Steffi hat sicher indes weitergebildet auf einer Schulung… auch nicht schlecht 😉

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    Grandiose Lichtstimmung an der Nebelgrenze

    Am Samstag ging es dann erstmal in Richtung Deutschland, nach Ehrwald. Ziel war die Ehrwalder Sonnenspitze mit anschließender Steilabfahrt der Nordflanke. Vom Skigebiet der Ehrwalder Almbahnen ging es dank Bergfahrt (9€ für „Innsbrucker“, 12€ für „Auswärtige“ :D) von einer Seehöhe von 1500m zunächst südwärts in den Bereich der markanten Gipfel um das Skigebiet. Nach einem langen Hatscher auf den Sommerwanderwegen kamen wir am Fuße unseres Zielberges an und machten uns bei sehr warmen Temperaturen an den steileren Teil.

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    Unser Zielberg, für uns war ungefähr dort wo der Schatten/Sonne-Wechsel an der rechten Bergseite ist Schluss…

    In den schroffen Steilflanken der Südexponierten Hänge waren immer wieder Selbstauslöser durch die warmen Temperaturen zu beobachten. Für uns war leider ca. 300m unter dem Gipfel Schluss, da der Bereich dort sehr windbeeinflusst war und wir nach graben eines Schneeprofils entschieden, das Risiko nicht einzugehen denn „der Berg steht ja no aweil da“ 😉 Wir machten das Beste aus der Situation und genossen die Abfahrt und schossen ein paar Bilder:

     

    Am Sonntag starteten Matze, Romi und Felix in Richtung Schmirntal, um zu schauen, ob man dort über die sonst dichte Nebeldecke kommen könnte, die sonst in weiten Teilen des Landes hing. Zunächst wäre der Gipfel des Fischers Napf das Ziel gewesen, doch sehr apere Talhänge brachten uns dazu in das Tal des Kaserer Winkls zu schauen und auf die Kleegrubenscharte aufzusteigen. Ohne wirkliche Erwartungen brachten wir die Wanderung in das langgezogene Tal hinter uns. Bis auf einen uns folgenden weiteren Tourengeher waren wir alleine, als wir in den Schatten des Kl. Kaserers kamen und nach Südwesten auf die Kleegrubenscharte querten und endlich Höhenmeter machten. Hier hinten im Talschluss windete es recht heftig, weswegen wir sehr glücklich waren bald endlich wieder die Sonne zu sehen.

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    Windiger Aufstieg

    Unser Herz ging auch auf, da wir unser Ziel bereits erblickten und die perfekten Skihänge, die sich bis dorthin erstreckten. Von dem Gedanken an die Abfahrt ohne eine Spur weit und breit beflügelt vergingen die letzten Höhenmeter sehr schnell.

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    Die sich offenbarende Hänge

    Nach einer ausgedehnten „Schartenjause“ mit Blick auf die in Nebel gehüllte Hohe Warte ging es abwärts und die Hänge hielten, was sie bei ihrem Anblick bereits versprachen. Unverhofft kommt oft 😊 Das Nachmachen wird dringend empfohlen 😉

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    Die Hohe Warte im Nebel

     

     

  • Wie versprochen hier noch zu unserem Aufenthalt auf der Pforzheimer Hütte im Sellrain ein paar „Bewegt-Bilder“ 🙂 Viel Spaß beim Schauen!

  • Geburtstags-Powder

    Wie schon in den letzten zwei Jahren machten wir uns auch diesen Februar wieder auf und verbrachten einige Tage auf einer Hütte  zum Skitouren. Dieses Mal war es die Pforzheimer Hütte (2308m) im beeindruckenden Gleirschtal, die einen Besuch von uns abgestattet bekam. Auf Grund der Wettervorhersage legten wir unseren geplanten Aufenthalt über drei Tage einen Tag vor, flexiblen Arbeitszeiten sei Dank 😊 Und die Entscheidung war goldrichtig.

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    Strahlender Himmel

    Dienstag früh ging es vom Parkplatz in St. Sigmund in das lange Tal neben dem Gleirschbach entlang bis zu der Alpenvereinshütte. Das Wetter war gut, aber es war auch sehr kalt. Wir waren froh, nach guten zwei Stunden und 800hm einzukehren und uns mir einer Suppe und „der weltbesten heißen Schoki“ aufzuwärmen und das weitere Vorgehen zu planen. Unsere Entscheidung fiel auf den Samerschlag (2829m), den „Hüttenhausberg“, der bei perfektem Neuschnee erst von einer Spur geprägt war. Wir machten uns nach der Stärkung auf den Weg und endlich begleitete uns auch die Sonne die guten 500 Hm beim Aufstieg. Von einem Vielgeher in dem Tal erfuhren wir, dass der Samerschlag viel begangen und befahren wird, was sich positiv auf die Lawinensituation auswirkte und uns ermöglichte den Nordost ausgerichteten Gipfelhang zu befahren und tolle Firstlines bei perfektem Schnee zu genießen. Nach der Abfahrt ging es auch nochmal kurz in Richtung der Sattelschröfen, bis wir vom Schatten der Bergspitzen eingeholt wurden und abfuhren, um pünktlich beim Abendessen auf der Hütte zu sein.

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    Der Blick vom Samerschlag in Richtung St. Sigmund

    Obwohl wir unter der Woche auf der Hütte waren, war erstaunlich viel los, aber eine sehr ausgelassene Stimmung 😊 Der nächste Tag wurde mit Frühstück begonnen und großer Vorfreude, da wieder keine Wolke am Himmel zu sehen war. Zudem fiel ganz unerwartet der Geburtstag von Felix auf Valentinstag 😊 Unser geplantes Ziel war die Vordere Grubenwand, ein nicht allzu häufig begangener Gipfel, da sehr steil. Aber genau das reizte uns. Von der Hütte gingen wir weiter südwärts und stießen in das Gleirschtal vor. Als es für uns ostwärts Richtung Plateau unter der Vorderen Grubenwand gegangen wäre, entschieden wir uns aber das Vorhaben abzubrechen: Der Wind hatte auf den Westhängen zu stark gewütet und viele neue Treibschneepakete gebildet. Wir stuften im Wissen um die Steilheit der Hänge oberhalb die Situation als zu heikel ein und entschieden uns um. Neues Ziel war der Gleirscher Fernerkogel im Talschluss. Doch dann kam der Super-Gau: Durch die Kälte streikten die Felle von Felix und es ging für ihn nicht mehr vorwärts… Was tun? Kleber hatten wir nicht dabei und so machten wir das Beste aus der Situation und stiegen immer wieder auf das Plateau unter den Sonnenwänden und dem Zwieselbacher Grieskogel, dem Kugelter Kopf, auf und genossen den trotzdem immer noch perfekten Schnee der Osthänge. Unkonventionell, aber besser als auf der Hütte zu sitzen 😊

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    Der Schnee entlohnte

    Der dritte Tag sollte mit einer letzten Skitour aufhören, was wir aber am nächsten Morgen spontan cancelten, da die Sicht sehr schlecht und der Schnee durch etwas wärmere Temperaturen und viel Wind noch schlechter war. Der Entschluss war auch deshalb gut, da wir mit dem Taxi vom Parkplatz in St. Sigmund abgeholt werden mussten, da bei unserer Josi das Kühlmittel eingefroren war und sie deshalb nicht fahrtauglich war und abgeschleppt werden musste. Die gewonnen Zeit war uns also ganz Recht 😀

    Wenn ihr mehr Bilder vom Schnee sehen wollt bleibt gespannt, es kommt wieder ein kleines Video 😉

  • Gipfel sind nicht alles

    Jessi und Michi, zwei gute Freunde aus Wien, waren zu Besuch und wir verabredeten uns zu einer Skitour im Sellrain, wobei das gemeinsame Erlebnis klar vor dem Aufstiegs- geschweige denn dem Abfahrtserlebnis stand, zudem es bereits seit einer Woche nicht mehr frisch geschneit hatte. Die beiden packten auch noch July ein und so ging es zu 5. Richtung Kühtai. Bei noch vorherrschendem Sonnenschein ging es bis hinter den Längental Speicher, nachdem wir uns zu Beginn mit dem Parkplatz vertan hatten und zu weit oben beim Parkplatz der Mittergrathütte geparkt hatten. Der richtige Parkplatz ist noch etwas weiter Richtung Ötz 😊

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    Das lange Becken des Wörgetal

    Durch den lichten Wald ging es den gleichen Anstieg hinauf wie schon damals zum Wetterkreuzkogel. Den Anstieg hinter uns gelassen, zogen bereits dicke Wolken vor die Sonne, aber wir tourten weiter südwärts und waren vom nach wie vor stellenweise gut erhaltenen Pulver überrascht. Sollte die Abfahrt etwa doch noch gut werden? Wir ließen das große Becken im Wörgetal hinter uns und blickten hin und wieder nach rechts auf den Wetterkreuzkogel. Schließlich erreichten wir die Abzweigung, an der es zur Hinteren Karlesspitze, unserem ursprünglichen Ziel, weiterging. Der Hang lachte uns aber nicht wirklich an, weswegen wir kurzerhand entschieden weiter südwärts zum Wörgetalsattel zu ziehen. Kurz nach diesem Entschluss wurden die Wolken immer dicker und auch der einsetzende Schneefall trübte die Sicht. Wir entschieden die Tour dort abzubrechen und lieber zusammen noch einen Kaffee zu genießen und ein wenig zu quatschen, ein wenig hatten wir uns ja schon bewegt 😊

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    July bei der Abfahrt

    Gegen unsere Vermutung hatten wir dann sogar noch ziemliches Glück mit dem Schnee bei der Abfahrt und erwischten für die Verhältnisse noch super Hänge. Der Kaffee und Kaiserscharn in der Dortmunder Hütte schmeckte umso mehr und es war ein schöner Nachmittag mit guten Freunden 😊

  • Neu im Navistal

    Bisher hatten wir es noch nicht geschafft, die Tourengebiete südlich von Innsbruck genauer unter die Lupe zu nehmen, was sich aber glücklicherweise nun geändert hat. Auf der Suche nach einer uns noch unbekannten Tour stolperten wir über die Tour auf die Hohe Warte (2422m). Ein Blick auf die Karte versprach weite Hänge, was uns sehr neugierig machte, weswegen wir die Tour letztendlich als Sonntagsziel festlegten. Freunde waren am Tag zuvor ebenfalls in der Gegen und bericheten von unglaublich gutem Schnee (Danke für den Tipp Franzi). Trotzdem standen wir gemütlich auf, da wir uns sicher waren dank der günstigen Lawinensituation und der Weitläufigkeit der Hänge noch unsere „First-Lines“ zu erwischen 😊.

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    Zustieg auf der Rodelbahn

    Nach dem Frühstück ging es über den Brenner nach Navis ins Wipptal. Vom Parkplatz direkt neben der Hauptstraße im Ort, gingen wir noch ca. 200m westwärts zum Beginn der Rodelbahn. Dieser folgten wir gute 500 Höhenmeter, vorbei an Weirich- und Blasigeralm, bis wir die offenen Almhänge unter dem Bergkettenmassiv erreichten.

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    Noch war uns die Sonne wohlgesonnen

    Dann ging es noch hinter der Stoffenalm vorbei und es galt den letzten Anstieg zu bewältigen. Sieben Spitzkehren später fanden wir uns auf dem Sattel zwischen Hohe Warte und Scheibenspitze wieder, aßen kurz unsere Jause und wunderten uns über die warmen Temperaturen am „Gipfel“ (es gibt dort kein Gipfelkreuz). Dann fuhren wir einen der ausgesetzteren Hänge, nachdem wir den Grat noch etwas nach Norden folgten.

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    Super Schnee 🙂

    Wir fanden dort so guten Pulver, dass wir glatt nochmal auffellten und den Gipfelhang nochmal aufstiegen um ihn nochmal abzufahren. Leider war bei der zweiten Runde die Sonne bereits hinter dichten Wolken verschwunden. Der Schnee entschädigte aber und so ging es danach über sanfte Almhänge zurück zur Rodelbahn, der wir dann bis nach Navis folgten.

  • Schrecksekunde auf der Serles

    Nachdem wir es nun endlich zusammen auf die Serles (2717m) geschafft haben und die Nordrinne abfahren konnten, haben wir überlegt, ob wir diesen Blogeintrag trotz des Zwischenfalls schreiben sollen… Aber fangen wir vorne an:

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    Starke Windbeeinflussung beim Aufstieg

    Der Schnee konnte sich seit der letzten Niederschlagsperiode gut setzen und wir nutzten die günstige Lawinensituation, um eine Skitour der Marke „Klassiker“ zu gehen, die schon lange auf unserer Liste stand: Die Nordrinne der Serles – auch „Altar“ genannt – in den Stubaier Alpen. Zusammen mit Franzi und Dani ging es für uns am Morgen in Richtung Matrei, wo wir von der Autobahn abbogen und weiter nach Mühlbachl fuhren, um folglich kurz vor Maria Waldrast auf Höhe der Ochsenalm zu parken. Durch die Latschen ging es dank dem reichen Schneefall zügig westwärts, mit dem Gipfel der imposanten Serles im Blickfeld. Wir waren an diesem wunderschönen Tag nicht alleine und sahen bereits andere Gruppen vor uns. Wir erreichten einen Boden, von dem aus wir bald schon das erste Etappenziel der 1200 Höhenmeter-Tour, das Serlesjöchl erblickten.

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    Kurz vor dem Serlesjöchl

    Nach einigen Spitzkehren waren wir auch schon dort und es hieß die Skier auf den Rücken zu schnallen und die letzten 300 Höhenmeter stapfend hinter uns zu bringen. Alles klappte super und nur kurz unter dem Gipfel mussten wir uns nochmal etwas durch den Schnee wühlen, da dort noch keine Spuren vorhanden waren, denn die Gruppen vor uns zog direkt zum Einstieg der Nordrinne. Bei dem Wetter wollten wir aber den Gipfel genießen und trafen dort dann doch eine der Gruppen die vor uns waren und die witzigerweise aus zwei Freunden bestand. Als wir aufbruchbereit waren, kamen schon die nächsten und auch diese Gruppe war uns durchaus bekannt, ein wirkliches „Gipfeltreffen“ also 🙂

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    Gipfeltreffen 🙂

    Wir fuhren vom Gipfel kurz südwärts und querten dann nach Westen um zum Einstieg der Nordrinne zu gelangen. Das Abseilen klappte problemlos, es war sogar schon ein Fixseil vor Ort. 60m Halbseil „umsonst“ bzw. aus Trainingsgründen geschleppt 😊 Es lag einiges an Schnee in der Rinne, weswegen wir nur das kurze Abseilstück überwunden und den zwei vorhandenen Spuren folgten da es so aussah, als könne man ohne weiteres Abschnallen bis in die eigentliche Rinne einfahren. Es musste aber noch kurz abgeschnallt werden, bzw. eine kleine Felsstufe springend überwunden werden. Hier kam es dann zur Schrecksekunde. Vor Felix sprangen schon zwei die Stufe hinunter, die meisten kletterten aber mit abgeschnallten Skiern ab. Felix wollte dann als 3. auch springen, blieb beim Absprung allerding mit einem Ski an den mittlerweile freigelegten Steinen hängen und stürzte in Vorlage einen Felsabbruch hinunter und blieb erst nach ca. 30 Meter rutschen vor einem weiteren Abbruch glücklicherweise endlich zum Liegen. Es waren eine Menge Schutzengel am Werk, denn er zog sich keine ernsthafteren Verletzungen zu und auch der Ski, der aufgegangen war lag noch oberhalb von ihm in der Rinne. Es war eines dieser Erlebnisse, bei denen man mal wieder merkt, wie schnell es gehen kann. Eine falsche Einschätzung kann fatale Folgen haben! Wir sind froh, dass es dieses Mal noch glimpflich ausgegangen ist und werden zukünftig bei dieser Tour immer mit zwei 60er Halbseilen abseilen!

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    Schnee war ok

    Die Abfahrt durch die ca. 38° steile Rinne war dann aber trotzdem noch ein Highlight, auch wenn der Schnee etwas besser hätte sein können. Aber bei dieser Tour steht mehr das Erlebnis im Vordergrund 😊 Als wir unten aus der sich öffnenden Rinne ausfuhren querten wir durch den Wald immer weiter nach rechts, bis wir – dem vielen Schnee sei abermals Dank – bis zu einer kleinen Forstrasse kamen, dort ca. 100m Meter schieben mussten und schließlich von Maria Waldrast bis zum Auto fahren konnten. Trotz des kleinen Zwischenfalls war es eine tolle Tour mit super Leuten und es bleibt einem im Gedächtnis, beim nächsten Mal vielleicht doch wieder defensiver zu agieren.