Die immensen Schneemengen, die Anfang 2019 in Tirol gefallen sind, wollten natürlich auch von uns ausgenutzt werden 😊 Um noch nichts zu riskieren und da es am Sonntag ohnehin nochmals viel schneien sollte, statteten wir dem Skigebiet „Glungezer“ einen Besuch ab, in welchem wir bis zu diesem Zeitpunkt noch nie gewesen sind (Asche auf unser Haupt 😀 ). Zusammen mit Bella und Felix erkundeten wir die ewig lange Waldschneise abseits der gesicherten Piste und fanden ideale Bedingungen vor. Der Teil oben war schlichtweg grandios und auch unten im Wald ging es richtig gut und wir hatten eine Menge Spaß. Zudem wir die ersten Spuren in den frisch gefallenen Schnee zogen. Wir fuhren bis die Schenkel brannten und der Schnee ordentlich verspurt war, um dann mit einem breiten Grinser nach Innsbruck zurückzufahren 😊 Toller Tag mit tollen Leuten im Schnee!
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Nach langer Outdoorsport-Pause durch den Bänderriss von Felix (mehr als Hallenklettern und leichtes Pistenskifahren ging sich leider noch nicht aus), konnten wir endlich mal wieder eine „Skitour“ gehen. Über Silvester waren wir mit der Familie auf einer schönen Hütte, die in der Nähe von St. Veit im Pongau gelegen ist. Am 31.12. machte wir uns bei starkem Schneefall auf, um die Gegend um die Hütte ein wenig zu erkunden. Dabei ging es uns in diesem Fall nicht um einen Gipfel, wir wollten uns einfach nur bewegen, bevor wir auf das neue Jahr anstoßen. Wir folgten einem kleinen Weg und stiegen einen breiten Wiesenhang auf.

Starker Schneefall beim Aufstieg – Balsam für die Seele Beim Aufstieg juckte es uns schon in den Füßen, denn der absolut unbefahrene Hang mit dem vielen Neuschnee sah einfach nur verlockend aus! Wir kreuzten noch eine Straße und stiegen einen weiteren Hang auf, bis wir an die Baumgrenze kamen. Da der Wald um uns herum überall sehr dicht war entschieden wir dort unseren Umkehrpunkt festzulegen. Bewegt hatten wir uns und die Hänge, die auf uns warteten, würden uns sicher bereits entlohnen.

Da lacht die Steffi 🙂 
Gerade noch nicht zu viel Schnee Bis darauf, dass sie gerne noch etwas steiler bei den Schneemassen hätten sein können, waren es großartige Abschiedsschwünge mit viel Schnee im Gesicht aus dem Jahr 2018! Wieder bei der Hütte angekommen dämmerte es schon und wir konnten langsam in den Jahreswechselmodus kommen. An unserer selbstgebauten Schneebar schmeckte der Sekt um 00:00 Uhr besonders gut und wir freuen uns jetzt schon auf das, was im Jahr 2019 kommen mag. FROHES NEUES JAHR EUCH ALLEN!

Frohes Neues Jahr!! -

s muss nicht immer spektakulär sein, um Spaß zu machen 😉 Das warme und teils sehr beständige Wetter konnten wir diesen Herbst häufig nutzen, um auch nach der Arbeit noch an der frischen Luft unserem Hobby in der Vertikalen nachzugehen. Wir haben dabei das Klettergebiet „Mull“ nahe Innsbruck immer mehr für uns entdeckt. Etwas ab vom Trubel des Dschungelbuchs und generell der Martinswand, liegt dieser kleine aber feine Klettergarten. Die südliche Ausrichtung lädt Sonnenanbeter gerade in den kälteren Monaten ein, die dort perfekt abgesicherten Routen auszutesten. Von den Schwierigkeiten sollte für jeden etwas dabei sein, egal ob „Hardmover“ oder „Genießer“ 😊 sicher schöner als in der Halle und ca. genauso lang ziehen die Routen in steiler bzw. leicht überhängender Manier gen Himmel. Unserer Meinung auf jeden Fall einen Besuch wert 😉

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Sehr freuten wir uns auf unseren schon lange geplanten Urlaub, um endlich wieder in Oltre Finale zu klettern und die Seele baumeln zu lassen. Doch es zeichnete sich eine unverhoffte Änderung ab, die dem schlecht gemeldeten Wetter zuzuschreiben war. Was tun? Wir nutzten unsere Mobilität, die wir Dank Josi haben und fuhren trotzdem nach Italien, allerdings nicht ganz so weit wie geplant. Unser Weg führte uns nach Ceredo, etwas östlich vom Gardasee. Uns wurde die Kletterei dort von vielen empfohlen und wir können die Lobhudelei nur bestätigen: Das Klettergebiet etwas unterhalb von Fosse ist ein wahrer Traum! Steile, nicht enden wollende Kletterei in bestem Fels wartet in der südausgerichteten Wand.

Steil war’s! Wir nutzten die Infos von Walter Hölzler, mittlerweile gibt es aber schon ein paar mehr Routen. Wir kletterten zwei Tage in diesem tollen Gebiet und verbrachten die Nächte nach einer kurzen Säuberungsaktion in einer Steilkurve ungefähr 2 km vom Parkplatz des Klettergebiets in Richtung Ceredo (Wasser war bei und noch vorhanden). Leider wurde das Wetter dann auch hier zunehmend ungemütlicher, was uns weiter gen Norden trieb und wir am letzten Tag noch eine Mehrseillängentour in Arco gingen. Die Route La Cegina Rossa ist stellenweise recht luftig aber immer sehr schön und der Fels ist, dank der erst kürzlich vollbrachten Erschließung 2012, erstklassig.

Kurz vor dem Ende der 3. Länge 
Erst pusten… Die Längen sind abwechslungsreich und auf jeden Fall einen Besuch wert. Wir rundeten den unplanmäßig kurzen Italienaufenthalt mit einer Pizza ab, bevor es wieder in das verregnete Innsbruck ging. Das Wetter will für uns zurzeit einfach noch nicht so… schaun‘ wir mal, was die nächsten Tage zulassen 😊
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Ein intensives Wochenende mit Höhen und Tiefen liegt hinter uns, aufregend war es allemal. Aber der Reihe nach 🙂
Gestartet sind wir mit einer uns viel empfohlenen Tour im wunderschönen Schüsselkar oberhalb von Leutasch, der Route Wolke 7. Diese sieben Seillängen lange Route wurde mit Lob überschüttet, sowohl von Freunden, als auch in den Informationen der Topos war nur positives zu lesen. Wir machten uns vom Parkplatz in Puitbach auf den mit 1 ½ bis 2 ½ Stunden angegebenen Zustieg durch das Puittal, der sich jedoch ganz schön zog.

Endlich am Scharnitzjoch Wir waren gefühlt nicht langsam am Weg, schafften es aber trotzdem erst nach 2 Stunden und 40 Minuten zum Einstieg der Wolke. Das nächste Mal werden wir wie die meisten anderen den Weg über die Wangalm nehmen. Der ist zwar weniger schön, aber kräfteschonender. Es war viel los an diesem schönen Herbsttag am Schüsselkar, auch in der Wolke 7, weswegen wir deutlich nach unserem eigentlichen Zeitplan in die Tour einstiegen. Wir nahmen uns vor die 3er-Seilschaft vor uns nicht zu stressen und hielten Abstand, eine Entscheidung, die wir bereuen sollten. Zu der Kletterei ist zu sagen, dass sie für diesen Schwierigkeitsgrad äußerst steil, aber meistens auch gutgriffig ist. Das die Route aber schon einige Kletterspuren aufweist und die Hakenabstände ein um das andere Mal eine gute Moral verlangen, machen die Tour auf jeden Fall intensiv. Die Seillängen werden von Länge zu Länge schöner und fordern alles an Kletterei, was es gibt. Steffi ging es an diesem Tag nach längerer Erkältungsphase noch nicht optimal, weswegen Felix die Längen vorstieg. Nach der 4. Länge lief uns eine später eingestiegene Seilschaft auf, die es äußerst eilig hatte. Um dem Stress zu entgehen, ließen wir sie vor, was aber extrem viel Zeit kostete, so schnell waren sie dann doch nicht… Steffis Zustand, die bereits vorangeschrittene Zeit und auch die Kräfteraubende Kletterei für Felix, führten uns dann zu dem Entschluss den Hut drauf zu machen und uns abzuseilen. Wer weiß, ob das nicht für etwas gut war…

So viel noch zu tun 😀 Mit uns entschieden sich zwei Oberösterreicher die Tour nur zur Hälfte zu gehen und wir seilten gemeinsam ab und hatten wenigstens dabei noch Spaß. Etwas frustriert machten wir uns an den laaaaangen Abstieg durch das Puittal und waren froh, als wir am Parkplatz ankamen. Zeitlich wäre sich der Gipfel wahrscheinlich sogar noch ausgegangen aber wie gesagt, wer weiß es schon. Trotzdem zufrieden ging es heim, mit dem Wissen was da noch kommt.

Fokus Der nächste Tag startete etwas entspannter und wir machten uns nach dem Frühstück zum Höttinger Steinbruch, um noch ein paar Klettermeter zu sammeln. Wer den Steinbruch kennt weiß, was einen erwartet: Nicht gerade leicht bewertete Routen mit Reibung wie auf Seife. Trotzdem genossen wir den abermals schönen Tag und hatten Spaß.

Kurz vor dem Gipfel des Gleirschtaler Brandjochs Nach getanem Werk fuhren wir allerdings nicht wieder nach Innsbruck hinab, sondern auf die Seegrube hinauf und sogar noch weiter mit der Gondel bis zum Hafelekar. Den Touristenscharen entfliehend folgten wir dem Goetheweg bis zur Mandlscharte und von dort weiter bis zum Gleirschtaler Brandjoch. Dort genossen wir den atemberaubenden Abendhimmel beeinflusst durch Föhnstimmung und blauem Himmel.

Gipfel der Gefühle 
Klein vs. Groß Die Nacht verbachten wir in der von den Melzerknappen errichteten Schutzhütte, schauten auf die langsam aufgehenden Lichter in Innsbruck hinab und erfreuten uns in einer solch tollen Region leben zu dürfen. Der nächste morgen kam früh, es war ja bereits Montag und wir gingen um 7:30 Uhr wieder zurück in Richtung Hafelekar um mit der ersten Gondel wieder nach Innsbruck hinab zu schweben und um 10:00 Uhr im Büro zu sitzen… So frustrierend das Wocheneden stellenweise war so erfüllend war es auf der anderen Seite.

3erlei -

Eigentlich wollten wir nochmal etwas Urlaub nehmen, um ein paar Tage in Südtirol zu verbringen. Da das Wetter aber nicht so wollte wie wir, konnten wir nur 3 Tage wirklich für einen „Urlaub“ nutzen, an denen das Wetter noch halbwegs mitspielte. Aber der Reihe nach:
Montagmittags ging es über den Brenner in das uns mittlerweile bekannte Gebiet des Sellajochs. Das Wetter sollte halten und wir wollten einen uns oft empfohlenen Klassiker in den Dolomiten einen Besuch abstatten: der Delenda Carthago. Wir können die Schwärmerei im Nachhinein vollends nachvollziehen, es ist wirklich eine wunderschöne Route! Obwohl wir recht spät am Einstieg waren, befand sich kurz vor uns noch eine Seilschaft, die aber nach der ersten Länge bereits wieder abseilte. Die zweite Länge (angegeben mit 6b) wirkte zunächst etwas „abweisend“, bietet aber tolle Kletterei in kompaktem Fels. Dank guter Absicherung ist auch die Routenfindung recht einfach.

In der 4. Länge der „Delenda Carthago“ Danach wird die Tour nicht mehr schwieriger und bleibt so genussvoll. Nach ca. 2/3 der Route fing es leicht an zu graupeln, was aber den Spaß nicht minderte. Pünktlich zum Ausstieg der 6 Seillängen fing es dann aber an kräftiger zu regnen und wir waren froh, bereits oben zu sein. Da der normale und uns bekannte Abstieg bei nassem Fels keinen wirklichen Spaß macht und keine Seilschaft mehr hinter uns in der Wand war, entschieden wir abzuseilen, was auch recht problemlos geht. Nur der zweite Abseiler ist etwas mühsam, da man ziemlich weit nach links queren muss, um zum letzten Abseilstand zu gelangen.

Abseilen bei Regen und Nebel Der Regen wurde nicht weniger und wir waren froh dann schließlich wieder bei Josi anzukommen und uns einen Schlafplatz am Joch zu suchen, den wir etwas ab der Straße auch fanden.

Unser 1. Schlafplatz Der nächste Tag war etwas verhext, da es in der Nacht doch kräftig geregnet hatte und unsere geplante Tour, ebenfalls am ersten Sellaturm doch sehr nass war. Glücklicherweise hatten wir auch einen Sportkletterführer dabei und so verschlug es uns in das Sportklettergebiet „Traumpfeiler“ in den Sektor Woodstock. Viel kamen wir leider auch hier nicht zum Klettern, da auch hier die Routen nass waren. Wir vertrieben uns die Zeit mit Kaffee trinken, Seele baumeln lassen auf hohem Niveau 😊

Klettern am „Traumpfeiler“ Aufgrund der Wetterprognose wären wir fast schon heimwärts unterwegs gewesen. Aus dem Nichts kam dann aber der Vorschlag noch zum Grödner Joch zu fahren, da wir dort (man glaubt es kaum) noch nie waren und ebenfalls schöne Kletterei lockt. Zudem sollte das Wetter dort besser sein als am Sellajoch. Wir fanden einen super Schlafplatz und planten für alle wettertechnischen Gegebenheiten den nächsten Tag. Zunächst wurden wir aber nochmal ordentlich von oben geduscht, bevor sich dann ein Wahnsinns-Sonnenuntergang und anschließend ein toller Sternenhimmel bot.

Unterm Sternenzelt Auch am nächsten Tag war uns der Himmel wohlgesonnen und so machten wir uns am nächsten Tag auf den Weg zur Südwand der großen Cirspitze (2592m) um in die „Demetz-Führe“ einzusteigen. Tolle alpine Tour mit stellenweise luftiger Kletterei:
- SL: Am Einstieg sollte eine Sanduhr sein, die wir aber leider nicht fanden. Der zu kletternde Riss ist aber leicht zu finden und logisch zu klettern.
- SL: Es geht gerade weiter bis zu einem gelben Überhang (einige Schlaghaken) und dann an guten Griffen rechts um das Dach zum Stand.
- SL: Ab in den markanten Kamin, bis zu dem mit einer abenteuerlichen Konstruktion aus Sanduhren und Seilenden eingerichteten Stand.
- SL: Den Kamin weiter hoch, dann nach links luftig um die Kante und dann leicht links halten hinauf auf das exponierte Band.
- SL: Über die angedeutete Rinne auf zum Turm, dort befindet sich ein Sammelsurium an Schlingen in großer SU und Köpfle. Jetzt 10m abseilen in die Scharte zum exponierten Band (Das Abseilen stand komischerweise in keinem Führer, Abklettern würde zwar gehen, ist aber die unsichere Variante.
- SL: Vom Sanduhr und Köpfle-Stand, den Riss empor. Am gelben Überhang leicht links queren, danach kommt ein Stand an einer Sanduhr.
- SL: Super cooler Quergang and vielen Sanduhren nach links.
- SL: Gerade hoch an super Fels und vielen Sanduhren zum Absichern hinauf. Der Stand war bei uns eine Sanduhr und ein Schlaghaken.
- SL: Den Riss hinauf, dann Links-Rechts-Schleife zur Verschneidung, diese hinauf zum Stand an 2 alten und 1 neuem Haken.
- SL: Man umgeht den Turm rechst haltend Richtung Norden und gelangt nach ca. 40 m zum Gipfel.

Das Ende der 4. Länge Das Wetter spielte mit und nach dem einfachen Abstieg über den Normalweg (Klettersteigsicherungen 2x vorhanden, aber nicht unbedingt notwendig) genossen wir ein eingekühltes Tegernseer bei bester Jause und anschließendem Kaffee und legten uns danach noch auf eine der Almwiesen in die Sonne. Abschluss war dann noch eine Pizza in Wolkenstein, die wir uns gehörig schmecken ließen. Südtirol überzeugt einfach immer wieder.

Gipfelanflug -

Da am Wochenende Arbeit angesagt ist, beschlossen wir uns den Donnerstag frei zu nehmen. Aufgrund des Wetterberichts (Gewitter ab Mittag) war klar, dass wir für unsere geplante Mehrseillängentour bald dran sein mussten. So packten wir unsere 7 Sachen bereits am Mittwochabend und fuhren relativ spät noch ins Ötztal, um direkt am Kletterparkplatz vom Gebiet Nösslach zu parken. Schon beim Aussteigen nahmen wir die angenehm kühle Luft war und genossen es einen Pulli beim abendlichen Zusammensitzen überziehen zu müssen.
Am Donnerstag ging es um kurz nach 8 in Richtung Einstieg zur Route „Träumerei“.

Steffi in der dritten Länge. Wie auch bei allen anderen Touren in Nösslach ist die Absicherung genauso wie der Fels perfekt. Der kompakte Granit kompensiert sogar das Vergessen eines Helmes…..
Die Route ist durchwegs sehr lohnend, die Standplätze sind bequem und alle mit zwei Bolts und Kette abgesichert. Die Schwierigkeit ist immer auf einzelne Züge komprimiert, was im Gesamten ein schnelles und entspanntes klettern ermöglicht. Generell viel uns die Route diesmal sehr einfach, denn bis auf ein paar einzelne Plattenzüge, hat man durch die Bank immer Henkel in der Hand. Tolles Klettervergnügen ist somit in jedem Fall garantiert und auch der Abstieg ist wie immer in Nösslach mühelos und gut markiert.

Felix muss sich strecken Danach gabs die obligatorische Pizza sogar noch vor 12 Uhr, das Gewitter um die Mittagszeit blieb allerdings aus, was aber auch nichts ausmachte, denn das Schlafen im kühlen Ötztal war ebenfalls sehr lohnend und so war der Tag noch lang.
P.S.: Wir haben schon länger das Ritual, dass wir bei jedem Platz wo wir schlafen mehr Müll mitnehmen als wir verursachen. Letztens haben wir mit Freunden darüber gesprochen und sind zu dem Entschluss gekommen, dass es sinnvoll wäre, wenn daraus ein Social Media Trend werden könnte. Abgeleitet vom plogging (in Schweden bereits Trend) wollen wir das plamping (picking up waste + camping) etablieren.
Und so funktionierts: ein Foto vom Platz vorher und nachher machen und auf Instagram etc. mit #plamping posten. Wäre doch cool, wenn die Schlafplätze in Zukunft sauber sind, oder wie seht ihr das?
(Wir haben heute leider noch kein Foto gemacht, entsorgt wurde jedenfalls eine leere Energydose.)
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Unsere Freunde Resl und Flo waren im Gebirge des Wilden Kaisers unterwegs und wir kombinierten ein Wiedersehen mit ihnen mit einer Tour im selbigen Gebirge. Zunächst ohne festes Ziel ging es für uns bis nach Scheffau und in Richtung Hintersteiner See, da wir erst abwarten wollten, wie sich die Wetterprognose entwickelte. Die Prognose klang spät am Vorabend positiv, woraufhin wir uns entschieden eine etwas ausgedehntere Tour zu gehen. Die Wahl fiel auf die Blue Moon zum Gipfel der Kopfkraxn (2178m). Um ein spätes Wärmegewitter möglichst auszuschließen, klingelte der Wecker früh und wir machten uns nach einer entspannten Nacht in unserer Josi gegen 06:30 Uhr vom Parkplatz des Jagerwirts auf den Weg. Der Zustieg ist gut beschildert und wir kamen nach ca. einer Stunde am Wasserfall an, wo wir ein Rucksackdepot einrichteten. Von dort bis zum Einstieg vergingen nochmals ca. 30 Minuten, ebenfalls alles leicht zu finden, der Einstieg ist mit einem blauen Mond verziert.

Steffi in der grandiosen „Wasserrillenplatte“ Bereits die erste Länge überzeugte durch super Kaiserfels und die ersten Sonnenstrahlen schoben sich über die Scharte des Schneekars, während wir unsere ersten Klettermeter machten. Der erste Stand ist der Einzige in der Tour, der mit einem Friend hintersichert werden sollte (sonst befinden sich immer 2 Bohrhaken an den Standplätzen). In der zweiten Länge leistete sich Steffi einen kleinen Verhauer in der Wegfindung, was aber ohne große Probleme ausgebügelt werden konnte (nicht zu weit nach links queren!). In der dritten Seillänge fing dann die Tour so richtig an und forderte gute Fußtechnik in einer grandiosen Wasserrillenplatte. Selten so etwas spezielles aber trotzdem spaßiges geklettert! Es folgte die erste von drei Gehpassagen, die problemlos ohne Sicherung gegangen werden kann. Anschließend galt es abermals einen Friend zu verwenden, um entspannter bis zum ersten Bolt in der 4. Seillänge zu gelangen. Die darauffolgende Länge war hingegen perfekt abgesichert und ist eine Passage, die in Erinnerung bleibt. Es wartet eine 35 Meter Lange Piazverschneidung: Wahnsinnskletterei!

Das Ende der 4. Länge Es folgt wieder eine Gehpassage, an die schöne Längen in super Fels anknüpfen. Der Austiegspfeiler mit den Längen 8 und 9 bietet mit steiler Wandkletterei nochmals andere Kletterei als bisher, welche auch in etwas brüchigerem Fels stattfindet, aber trotzdem Spaß macht. Danach gelangt man über eine schöne Querung, die man auf Grund der Brüchigkeit gesichert gehen sollte, zu der letzten Länge, die abermals schöne Bewegungen fordert. Wer mag kann danach noch ca. 5 Minuten rechts haltend den Gipfel der Kopfkraxn in Angriff nehmen und den Blick nach Scheffau bis zum Hintersteiner See genießen. Der Abstieg führt über einen sehr gut markierten Weg zunächst westwärts, dann südwärts zurück zum Wasserfall und anschließend geht es wie schon beim Aufstieg über schöne Almen zurück zum Jagerwirt.

Teilweise luftige Kletterei Wir erfrischten uns noch im Hintersteiner See, aßen etwas und suchten dann einen Schlafplatz, da wir am nächsten Tag noch in das Sportklettergebiet Haslerschlucht bei Waidring wollten. Das Wetter für Sontag hielt und so hatten wir einen super Klettertag in dem nordausgerichteten Gebiet, in dem im Sommer ab ca. 10 Uhr keine Sonne mehr ist. Die Touren dort sind von ausdauernder Wankletterei bei teils noch brüchigem Fels geprägt. Da die Erschließung des Gebiets aber erst vor 5 Jahren so richtig in Schwung gekommen ist, wird sich das Thema Brüchigkeit sicher bald von selbst erledigt haben. Der Erschließerdrang dort ist nach wie vor recht groß und so kam es, dass wir bei der Erstbegehung einer neuen Route teilhaben konnten – nicht wundern also, wenn euer Führer noch nicht alle Routen enthält 😊
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Vor fünf Jahren sind Resl und Steffi den GR20 in Korsika gegangen. „Qual“ und „Schmerz“ sind längst vergessen… da muss wohl mal wieder ein Weitwanderweg her 😊 Zeit als limitierender Faktor brachte dann die Idee, einen Teil des „Dolomiti senza confini“ gemeinsam zu gehen. Damit kein Auto gestellt werden musste entschieden wir uns für den gleichen Anfangs- und Endpunkt: das Refugio Lunelli.
Da wir im August unterwegs waren, die Hütten daher sehr voll sind und wir zudem generell liebend gerne draußen schlafen, beschlossen wir auch dieses Mal, das gesamte Equipment von Schlafsack bis Kochzeug und ausreichend Lebensmittel mitzunehmen und zu tragen. Auch wenn wir sehr sparsam packten, hatten unsere Rucksäcke in etwa 15 Kilo, was sich bei einem Klettersteig dann doch ziemlich anhängt, aber alles der Reihe nach 😊
Wir trafen uns am Samstag am Abend in Sexten, um bei gutem Südtiroler Essen die Route nochmals gemeinsam zu planen und abzusprechen. Anschließend ging es weiter in Richtung Auronzo, wo es dann etwas davor hinauf zum Refugio Lunelli ging. Hier parkten wir am rechten Parkplatz und verbrachten die Nacht in der Josi.
Am nächsten Tag starteten wir um 07:30 Uhr, da die erste Etappe mitunter die Längste und Anstrengendste sein sollte. Kurz vor dem Refugio Berti ging es dann in Richtung Felswand, wo der Klettersteig dann auch schon begann.

Bei der Abzweigung kurz unter der Berti Hütte. Wir mussten uns erstmal an das Gewicht am Rücken gewöhnen, da der Schwerpunkt beim „klettern“, sich dann doch etwas anders als sonst verhielt. Bald hatten wir das aber auch heraußen und somit stand einem klettersteigintensiven Tag mit teils mühsamen Abstiegen nichts mehr im Weg. Die einzigartige Dolomitenlandschaft war allerdings eine gute Ablenkung und so erreichten wir nach etwa 8 Stunden das Refugio Carducci. Der Blick nach Auronzo trübte unsere Stimmung etwas, da außer schwarz nichts zu sehen war.

Das Wetter in Auronzo war nicht so prickelnd. Nach langem hin und her und schlussendlich deutlicher Besserung der Wetterlage beschlossen wir dann draußen am „Hüttensee“ zu schlafen. Zuvor ging es allerdings noch in den durchaus warmen See zum Baden. Das Badevergnügen teilten wir mit 2 sympathischen Kölner Jungs – schönen Gruß nach NRW an dieser Stelle – welche wir zuvor bei der Routenplanung etwas unterstützten.
Nach „gutem“ Travelfood und einem hervorragenden Rotwein ging es dann ab ins „Bett“, welches trotz Wetterleuchten rund herum zum Glück die ganze Nacht über trocken blieb.
Mehr oder weniger gut erholt starteten wir um ca. 07:45 Uhr in Richtung Bivacco De Toni. Am Anfang waren wir noch etwas verwirrt, da beim Refugio stand, dass der Weg gesperrt sei. Es stellte sich allerdings heraus, dass der ursprüngliche Weg seit 2015 aufgrund von Murenabgängen gesperrt ist und es daher einen neuen Klettersteig gibt, der einwandfrei zu bewältigen ist (vorausgesetzt, man bringt die Fähigkeiten für einen Klettersteig mit sich). Nur der Schluss, kurz bevor man in das Schotterfeld vor dem Bivacco De Toni kommt, ist es etwas mühsam und die Seilversicherungen etwas „schwächer“, was das Ganze etwas anstrengender machte und auch die Steinschlaggefahr durch vorherige Gruppen etwas erhöhte (zum Glück waren wir die Ersten). Ansonsten ist aber auch dieser Klettersteig mit seiner Kriechschlüsselstelle sehr lohnend.

Am Bivaco de Toni. Am Bivacco De Toni machten wir dann erstmal eine Pause und genossen das schöne Wetter und den tollen Ausblick. Weiter ging es dann unterhalb des Zwölfermassives, vorbei über ein kleines Schneefeld um dann dem logischen Weg, mal auf dem Rücken mal in der Flanke, bis zur beschilderten Abzweigung zum Alpini Steig zu folgen. Alte Steinstufen und Stollen aus dem ersten Weltkrieg machten diesen Steig zu einem Freilichtmuseum und er ist es auf jeden Fall Wert begangen zu werden (Für geübte und trittsichere Wanderer auch gut ohne Klettersteigset möglich).

Alpini Steig. Treppen und Stollen sind noch gut erhalten. Auf der Bülleljochhütte genossen wir dann erstmal einen Espresso. Weiter ging es dann mit den zwei Jungs Chris und Raphi zur Drei Zinnen Hütte, da die Bülleljochhütte keinen Schlafplatz für die Jungs mehr hatte. An der Drei Zinnen Hütte angekommen, hatten wir erstmal einen ordentlich „Kulturschock“, August und Dolomiten bietet halt doch nicht die einsame Idylle. Nach kurzem Donnern und etwas Regen machten sich die Jungs auf den Weg zum Refugio Lavaredo und wir genossen noch den italienischen Weißwein mit netter Gesellschaft aus dem Lungau. Es schien, als wäre das Wetter vorbeigezogen und somit gingen wir runter zu den Seen um unserer Körperpflege nachzukommen und einen schönen Schlafplatz zu sichern. So müde wie wir waren, wollten wir ganz bald schlafen gehen, aber das wurde leider nichts, denn die Nebelfelder zogen immer mehr herein und in der Ferne blitzte es auch schon ordentlich. Wir entschieden uns daher wieder rauf zu Hütte zu gehen und ganz in der Nähe zu schlafen, damit wir bei Regen und Gewitter schnell flüchten können. Es fing dann auch schon bald zu regnen an, was aufgrund unserer Biwaksäcke kein großes Problem darstellte, das Blitzen und Donnern zur fast gleichen Zeit ließ uns dann aber doch bei der Hütte Schutz suchen.
Nach einer eher durchwachsenen Nacht gönnten wir uns noch einen Kaffee bis wir uns pünktlich um 08:00 Uhr mit Raphi und Chris trafen, um ohne Gepäck und bei tiefblauem Himmel zum Toblinger Knoten aufzubrechen. Ohne Gepäck hieß auch ohne Beschreibung und so gingen wir bereits im Aufstieg den gedachten Abstieg, was aber an der bombastischen Aussicht am Gipfel nichts änderte. Zurück bei der Hütte, schulterten wir das Gepäck wieder und wir gingen (mit kurzem Umweg, es war der Tag des Verlaufens 😊) zum Paternstollen, welcher uns zum Einstieg des Klettersteigs zum Paternkofel führte. Der Stollen ist irrsinnig beindruckend und zwingt einem gleichzeitig zum Nachdenken, was vor 100 Jahren hier geschehen ist. Der Paternkofel ist total überlaufen, dennoch lohnend, aber wir schauten, dass wir relativ zügig wieder in Richtung Bülleljochhütte weitergingen, um von dort gestärkt mit Espresso zur Zigmondyhütte abzusteigen.

Die 3 Zinnen vom Paternkofel. Die letzten Meter zur Hütte bekamen wir ein paar Regentropfen ab. Bei der Hütte angekommen genossen wir, dass das Gewitter uns jetzt nichts mehr anhaben konnte und tranken erstmal einen Wein. Der Nachmittag gestaltete sich als sehr gemütlich, neben Chris und Raphi war auch eine weitere Gruppe aus Deutschland, welche sich seit Anfang den Weg mit uns teilte, auf der Hütte und trugen zu guter Gesellschaft bei. Nach gutem Hüttenessen, schmackhaften Wein und lustigen Gesprächen ging es für uns zwei dann zum Schlafplatz, den wir in etwa 300 Meter neben der Hütte bereits ausgecheckt hatten.

Schlafplatz in der Nähe von der Zigmondyhütte. Ein erneutes Wetterleuchten und viele Nebelschwaden ließen Steffi auch diese Nacht nur wenig schlafen, Resl hingegen konnte zum Glück etwas Schlaf nachholen.
Auch diese Etappe wurde gemeinsam mit Raphi und Chris absolviert. Der Alpini Steig führte uns unschwierig durch die massive Wand, wo man sich von der Ferne nicht vorstellen konnte, dass dort ein so leicht zu begehender Steig durchführt. Landschaftlich erneut wunderschön und auch wieder deutlich ruhiger als am Vortag, erreichten wir bereits um 10:00 Uhr die Elferscharte. Der Blick zur Rudihütte und ein Blick auf die Karte ließen uns unsere Pläne verwerfen. Wir entschieden daher bereits an diesem Tag in Richtung Rotwandklettersteig zu gehen und folglich auch ins Tal abzusteigen. Bei der Sentinellascharte, wo es zur Rotwand geht, beschlossen wir aufgrund einiger bereits aufziehenden schwarzen Wolken, den Klettersteig sein zu lassen und gleich durch das Schotterkar zur Bertihütte abzusteigen. Der Abstieg war trotz mittlerweile viel leichterem Gepäck sehr mühsam und wir waren schlussendlich alle happy, als wir gesund und im Trockenen bei Radler und Essen im Refugio Lunelli saßen.
Hier trennten sich nun auch die Wege von den Jungs.
Alles in allem kann diese Rundtour mehr als empfohlen werden. Am besten geht man sie aber wahrscheinlich im Herbst, wenn alle Schneefelder schon weg sind und trotzdem keine Massen an Touristen mehr die Berghütten erklimmen wollen. Sollte man nur im Sommer Zeit haben, empfiehlt es sich, die Hütten davor zu reservieren oder wie wir es gemacht haben, einfach sein Zeug selber mitzunehmen 😊 Schlafmöglichkeiten gibt es ausreichend, auch während den Etappen sind immer mal wieder sehr gute Unterschlupfmöglichkeiten zu finden. Plant man es allerdings so, dass man immer in der Nähe von den Hütten schläft, kann man sich das Schleppen der Lebensmittel ersparen, Schlafplätze neben den Hütten gibt es ausreichend. Bis auf die Bülleljochhütte, haben auch alle Hütte Trinkwasser.
Die geplante Kletterei danach mussten wir leider aufgrund vom schlechten Wetter absagen (zum Glück sind wir so bald gestartet und hatten bei den Klettersteigen echt super Glück mit dem Wetter) und so gingen wir nur noch am Donnerstag im Militärklettergarten beim Dürrensee ganz kurz Sportklettern.
Auch dem Pragser Wildsee statteten wir noch einen Besuch ab, um in der Nähe einen schönen letzten Schlafplatz für die Josi zu finden.

Pragser Wildsee-einen Besuch wert. Aber auch hier kann gesagt werden, besucht die Gegend lieber wenn der Schnee noch auf den Bergen liegt denn mit den Touristenmassen macht es echt schon fast keinen Spaß mehr.
Wir haben allerdings die gemeinsamen Tage sehr genossen und konnten uns mal wieder in aller Ruhe ausgelassen unterhalten. Mei war des mal wieder nett…so vü schian 😊
Danke Dir Resl fürs Fotografieren!
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Da Felix das Wochenende mal wieder arbeiten musste, nutzte Steffi die Gelegenheit, um mal wieder mit einer Freundin wandern zu gehen. Wir brauchten nicht lange, dass wir uns für die Hohe Munde entschieden hatten. Sarah schlug sie vor und Steffi war sofort begeistert, denn für den Winter steht dieser Berg schon lange auf der Bucketliste und somit konnte er zumindest mal im Sommer bestiegen werden.
Um kurz nach 09:00 Uhr starteten wir bei der Buchner Höhe. Gemütlich ging es über einen wunderschönen Waldweg die ersten Meter bis zur Rauthhütte. Ab da ging es dann ungeschützt von der Sonne immer weiter steil, teilweise braucht es etwas die Hände, bergauf. Da wir uns so viel zu erzählen hatten, verging der Aufstieg sehr schnell und wir erreichen um 11:45 Uhr den Ostgipfel. Nun ging es leicht bergab um dann unschwierig den letzten Aufschwung zum Westgipfel zu meistern. 30 Minuten später saßen wir dann mit einer Traumaussicht auf der Hohen Munde und blickten zufrieden in das Inntal und in das Mieminger Massiv. In Richtung Oberland konnten wir allerdings gar nicht soweit schauen, da der Himmel sich immer mehr verdunkelte.
Gestärkt ging es dann wieder abwärts bis zur Rauthhütte, um endlich den heißersehnten Radler zu genießen.
Im Tal war es dann ganz schön heiß und auch von den Wolken haben wir nicht mehr allzu viel gesehen. Umso besser, dass wir am Berg waren und es eine angenehme Temperatur hatte. Dank der doch gar nicht so kurzen Tour, konnten sich Sarah und Steffi wiedermal richtig gut austauschen und hatten einen wunderschönen gemeinsamen Tag.
Die Erwartungen an die Hohe Munde wurden somit, zumindest im Sommer, erfüllt.