Adventures von Steffi und Felix

Willkommen auf dem Blog von Steffi und Felix. Wir leben in Innsbruck und sind öfters in der wunderschönen Region rund um Tirol unterwegs. Wir lieben den (Berg-)Sport und nutzen den Blog um immer mal wieder über Touren, Reisen oder Erlebnisse zu berichten.

  • Neu im Navistal

    Bisher hatten wir es noch nicht geschafft, die Tourengebiete südlich von Innsbruck genauer unter die Lupe zu nehmen, was sich aber glücklicherweise nun geändert hat. Auf der Suche nach einer uns noch unbekannten Tour stolperten wir über die Tour auf die Hohe Warte (2422m). Ein Blick auf die Karte versprach weite Hänge, was uns sehr neugierig machte, weswegen wir die Tour letztendlich als Sonntagsziel festlegten. Freunde waren am Tag zuvor ebenfalls in der Gegen und bericheten von unglaublich gutem Schnee (Danke für den Tipp Franzi). Trotzdem standen wir gemütlich auf, da wir uns sicher waren dank der günstigen Lawinensituation und der Weitläufigkeit der Hänge noch unsere „First-Lines“ zu erwischen 😊.

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    Zustieg auf der Rodelbahn

    Nach dem Frühstück ging es über den Brenner nach Navis ins Wipptal. Vom Parkplatz direkt neben der Hauptstraße im Ort, gingen wir noch ca. 200m westwärts zum Beginn der Rodelbahn. Dieser folgten wir gute 500 Höhenmeter, vorbei an Weirich- und Blasigeralm, bis wir die offenen Almhänge unter dem Bergkettenmassiv erreichten.

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    Noch war uns die Sonne wohlgesonnen

    Dann ging es noch hinter der Stoffenalm vorbei und es galt den letzten Anstieg zu bewältigen. Sieben Spitzkehren später fanden wir uns auf dem Sattel zwischen Hohe Warte und Scheibenspitze wieder, aßen kurz unsere Jause und wunderten uns über die warmen Temperaturen am „Gipfel“ (es gibt dort kein Gipfelkreuz). Dann fuhren wir einen der ausgesetzteren Hänge, nachdem wir den Grat noch etwas nach Norden folgten.

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    Super Schnee 🙂

    Wir fanden dort so guten Pulver, dass wir glatt nochmal auffellten und den Gipfelhang nochmal aufstiegen um ihn nochmal abzufahren. Leider war bei der zweiten Runde die Sonne bereits hinter dichten Wolken verschwunden. Der Schnee entschädigte aber und so ging es danach über sanfte Almhänge zurück zur Rodelbahn, der wir dann bis nach Navis folgten.

  • Schrecksekunde auf der Serles

    Nachdem wir es nun endlich zusammen auf die Serles (2717m) geschafft haben und die Nordrinne abfahren konnten, haben wir überlegt, ob wir diesen Blogeintrag trotz des Zwischenfalls schreiben sollen… Aber fangen wir vorne an:

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    Starke Windbeeinflussung beim Aufstieg

    Der Schnee konnte sich seit der letzten Niederschlagsperiode gut setzen und wir nutzten die günstige Lawinensituation, um eine Skitour der Marke „Klassiker“ zu gehen, die schon lange auf unserer Liste stand: Die Nordrinne der Serles – auch „Altar“ genannt – in den Stubaier Alpen. Zusammen mit Franzi und Dani ging es für uns am Morgen in Richtung Matrei, wo wir von der Autobahn abbogen und weiter nach Mühlbachl fuhren, um folglich kurz vor Maria Waldrast auf Höhe der Ochsenalm zu parken. Durch die Latschen ging es dank dem reichen Schneefall zügig westwärts, mit dem Gipfel der imposanten Serles im Blickfeld. Wir waren an diesem wunderschönen Tag nicht alleine und sahen bereits andere Gruppen vor uns. Wir erreichten einen Boden, von dem aus wir bald schon das erste Etappenziel der 1200 Höhenmeter-Tour, das Serlesjöchl erblickten.

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    Kurz vor dem Serlesjöchl

    Nach einigen Spitzkehren waren wir auch schon dort und es hieß die Skier auf den Rücken zu schnallen und die letzten 300 Höhenmeter stapfend hinter uns zu bringen. Alles klappte super und nur kurz unter dem Gipfel mussten wir uns nochmal etwas durch den Schnee wühlen, da dort noch keine Spuren vorhanden waren, denn die Gruppen vor uns zog direkt zum Einstieg der Nordrinne. Bei dem Wetter wollten wir aber den Gipfel genießen und trafen dort dann doch eine der Gruppen die vor uns waren und die witzigerweise aus zwei Freunden bestand. Als wir aufbruchbereit waren, kamen schon die nächsten und auch diese Gruppe war uns durchaus bekannt, ein wirkliches „Gipfeltreffen“ also 🙂

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    Gipfeltreffen 🙂

    Wir fuhren vom Gipfel kurz südwärts und querten dann nach Westen um zum Einstieg der Nordrinne zu gelangen. Das Abseilen klappte problemlos, es war sogar schon ein Fixseil vor Ort. 60m Halbseil „umsonst“ bzw. aus Trainingsgründen geschleppt 😊 Es lag einiges an Schnee in der Rinne, weswegen wir nur das kurze Abseilstück überwunden und den zwei vorhandenen Spuren folgten da es so aussah, als könne man ohne weiteres Abschnallen bis in die eigentliche Rinne einfahren. Es musste aber noch kurz abgeschnallt werden, bzw. eine kleine Felsstufe springend überwunden werden. Hier kam es dann zur Schrecksekunde. Vor Felix sprangen schon zwei die Stufe hinunter, die meisten kletterten aber mit abgeschnallten Skiern ab. Felix wollte dann als 3. auch springen, blieb beim Absprung allerding mit einem Ski an den mittlerweile freigelegten Steinen hängen und stürzte in Vorlage einen Felsabbruch hinunter und blieb erst nach ca. 30 Meter rutschen vor einem weiteren Abbruch glücklicherweise endlich zum Liegen. Es waren eine Menge Schutzengel am Werk, denn er zog sich keine ernsthafteren Verletzungen zu und auch der Ski, der aufgegangen war lag noch oberhalb von ihm in der Rinne. Es war eines dieser Erlebnisse, bei denen man mal wieder merkt, wie schnell es gehen kann. Eine falsche Einschätzung kann fatale Folgen haben! Wir sind froh, dass es dieses Mal noch glimpflich ausgegangen ist und werden zukünftig bei dieser Tour immer mit zwei 60er Halbseilen abseilen!

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    Schnee war ok

    Die Abfahrt durch die ca. 38° steile Rinne war dann aber trotzdem noch ein Highlight, auch wenn der Schnee etwas besser hätte sein können. Aber bei dieser Tour steht mehr das Erlebnis im Vordergrund 😊 Als wir unten aus der sich öffnenden Rinne ausfuhren querten wir durch den Wald immer weiter nach rechts, bis wir – dem vielen Schnee sei abermals Dank – bis zu einer kleinen Forstrasse kamen, dort ca. 100m Meter schieben mussten und schließlich von Maria Waldrast bis zum Auto fahren konnten. Trotz des kleinen Zwischenfalls war es eine tolle Tour mit super Leuten und es bleibt einem im Gedächtnis, beim nächsten Mal vielleicht doch wieder defensiver zu agieren.

  • Japanischer Salfeins

    Es schneit und schneit und schneit… Der Lawinenlagebericht prognostizierte für einige Regionen um Innsbruck über 1800 Höhenmeter sogar Stufe 4! Defensives Verhalten ist an den Tag zu legen, wenn man überhaupt ins freie Gelände fährt. Den Samstag verbrachten wir auf der Nordkette, um uns mal wieder der „Powder-Madness“ und dem Kampf um die Hafelekar-Gondel auszusetzen. Für einen Samstag war erstaunlich wenig los und für die Schneemengen war es eigentlich viel zu wenig. Sollte uns aber recht sein 😊 Die Hafelekarbahn fuhr ab ca. 09:30 Uhr und brachte die Tiefschneeverrückten in die Nähe des Hafelekargipfels. Dank der Arbeit der Lawinenkommission konnten beide Rinnen und Varianten gefahren werden und präsentierten tollen Pulverschnee.

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    Das Nordketten-Panorama

    In der Nacht auf Sonntag schneite es weiter und wir wollten trotz der heiklen Lawinensituation unsere Tourenski in den Schnee malen lassen. Wiedermal fiel unsere Tourwahl auf den Salfeins. Nur knapp über 2000m und nicht allzu steil, gingen wir die Tour zusammen mit Matze am Sonntagmorgen an. Nach kurzen, anfänglichen Schwierigkeiten bei der Wegfindung, waren wir schnell „back on track“ und genossen die tief verschneite Winterlandschaft. Noch nie haben wir soviel Schnee auf dem Salfeins, geschweige den dem Weg zum Gipfel gesehen! Je weiter wir nach oben kamen, umso stärker wurde der Wind. Wir gingen bis zum Gipfelplateau, auf dem der Wind starke Verwehungen produziert hatte und nach wie vor ordentlich pfiff. Wir suchten uns hinter einer kleinen Schneewechte Schutz, fellten ab und beurteilten die Situation. Da wir die Tour bereits sehr gut kennen wussten wir, dass nur der oberste Teil etwas steiler ist, danach kupiertes und nur mäßig steiles Gelände auf uns wartete. Wir entschieden einstimmig, dass die Abfahrt zu Rodelbahn machbar ist und sollten uns auch nicht irren. Es war Wahnsinn, wieviel es in den letzten Tagen geschneit hatte und so hatten wir sehr viel Spaß und einige „Faceshots“ bei der Abfahrt. Dennoch waren wir froh, keine steilere Tour ausgewählt zu haben. Der windbeeinflusste Schnee war, wie schon am Vortag auf der Nordkette, sehr störanfällig und wäre an steileren Hänge sicher gebrochen.

    Auf der Rodelbahn angekommen stellten wir fest, dass diese nicht zum Rodeln freigegeben war und auch hatten an diesem Tag einige Skigebiete gar nicht aufgemacht, da die Lawinensituation als zu heikel eingeschätzt wurde. Wir hatten demnach alles richtig gemacht und waren selbst im Nachhinein noch froh über unsere Tourenwahl.

  • Mit Hochdruck auf den Gamskogel

    Lange schon haben wir geplant eine Nacht auf dem Sattel vor dem Gamskogel (2659m) zu verbringen und den Blick in die Schlick 2000 und das Senderstal auch mal bei Nacht zu genießen. Für das Wochenende vom 13. Auf den 14. Januar 2018 war nun endlich eine längere Hochdruckwetterperiode vorhergesagt und die angespannte Lawinensituation der letzten Woche hat sich auch beruhigt, so dass wir unser Vorhaben in die Tat umsetzen konnten. Gegen 15:00 Uhr fuhren wir mit einer Bergfahrt mit der Olympiabahn in der Axamer Lizum aufs Hoadl um von dort zur Kemater Alm abzufahren. Selten war der Hang hinunter zur Alm so gut wie dieses Mal, die Tour fing also gut an 😊

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    Abfahrt zur Kemater Alm

    Nachdem wir die Felle angeschnallt hatten ging es auch schon südwärts an den beeindruckenden „Innsbrucker Dolomiten“ bestehend aus Malgrubenspitze, Hochtennboden und Co. zum Seejöchl. Ca. um 17:00 Uhr wurde es finster und Zeit für die Strinlampen. Die letzte Querung vor dem Seejöchl war erwartungsgemäß umständlich, da der Hang der Schlicker Seespitz recht steil ist und gerne etwas schmiert. Wir staunten auch nicht schlecht, dass der Hang schon vier Abfahrtsspuren aufwies, die Locals waren also vermutlich ebenfalls schon am Werk 😊 Nachdem wir das Seejöchl (2518 m) erreicht hatten, folgten wir dem zum Gipfel des Gamskogels führenden Grat noch etwas nach Westen, bis wir ein gemütliches Plätzchen für unser Zelt gefunden hatten. Von dort hatten wir einen grandiosen Blick auf die Schlicker Seespitze und in alle übrigen Himmelsrichtungen, kurz noch eine Suppe aufgewärt und dann war Zeit fürs Bett bzw. die Isomatte und Schlafsack.

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    Am nächsten Tag standen wir mit den ersten Sonnenstrahlen auf, packten gemütlich zusammen und machten uns auf den Weg zum Gipfel, um noch ein wenig die Sonne zu genießen, bevor wir den tollen Nordhang in Richtung Senderstal und danach zur Kemater Alm abfuhren.

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    Coffee with a view

    Die ersten Höhemeter offenbarten super Schnee, weiter unten machte sich nach wie vor der Regen bemerkbar. Der Rodelbahn folgend ging es dann aus dem Talschluss raus, die letzten Meter mussten wir tragen. Achtung am Ende der Rodelstrecke: Hier wurde sehr abrupt und ohne Warnzeichen gestreut!! Abbremsen auf den Eisplatten vorher ist schwierig und dann war es schon zu spät, also unten lieber langsam 😉 Von Grinzens ging es dann noch mit dem Bus zurück in die Axamer Lizum, der Abschluss einer rundum perfekten Tour!

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    Abfahrt über die Nordvariante
  • Ins neue Jahr stolpern

    Zunächst einmal Euch allen ein frohes und gesundes neues Jahr 2018!

    Lange gab es nicht zu berichten, da Felix sich vor den Weihnachtsferien bei einem Sturz beim Ski fahren verletzt hatte, wobei sich der Verdacht auf einen Wirbelbruch glücklicherweise nicht bestätigte… Das Christkind war also für ihn schon kurz vor Weihnachten aktiv 😊

    Nach dem Jahreswechsel ging es aus Regenerations- und Lawinensituationsgründen mit einfachen und recht „unspektakulären“ Touren los. Die erste sollte zusammen mit Franzi und Michi auf den Simmering führen. Die guten Unterhaltungen führten allerdings dazu, dass wir eine Abzweigung auf eine Rodelbahn verpassten (bei ungefähr 1300 Hm) und uns schlussendlich auf dem Grünberg (1480m) wiederfanden, was aber gerade auch Felix guttat, da die erste Skitour nach der Verletzung doch ihren Tribut forderte. Kleinerer Stolperer also gleich zu Jahresbeginn 😊 Die Abfahrt ging auf durchnässtem Schnee hinunter, da es am Vortag tatsächlich auf 2300m (!) heruntergeregnet hat. Der Einfluss des Regens auf die Lawinensituation in den nächsten Wochen bleibt abzuwarten.

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    Abfellen am „Gipfel“ 😀

    Am Tag danach zogen wir wieder los, dieses Mal mit dem Largoz (2214m) als erklärtes Ziel. Vom Parkplatz ging es unschwer auf der Rodelbahn beginnend los und später durch den Wald auf dem Sommerweg weiter hinauf. Stellenweise war der Sommerweg recht eisig, aber schon bald erreichten wir die Largozalm (~1900m) von der aus unser Ziel auch schon in Sichtweite war. Bei den letzten Aufstiegsmetern wurde der Wind bereits frischer und aus Süd-Westen zogen die ersten Wolken ein, bis dahin hatten wir die Wolken im Inntal nur von oben bewundert. Durch den erwähnten Regen war die Abfahrt wieder nicht allzu besonders aber beide Touren hatten ihr Gutes: Felix Rücken scheint sich schon gut erholt zu haben 😊

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    Der imposante Rosskopf vom Largoz aus gesehen
  • Leider musste Felix heute gegen Mittag  bereits weg und konnte daher bei der Skitour nicht dabei sein. Und wenn Felix nicht dabei ist, wer schleppt dann die Kamera und nimmt sich die Zeit zu fotografieren….hmm Steffi war zumindest heute zu faul!

    Trotzdem hat sich dieser Tag einen Eintrag verdient 🙂

    Um kurz nach 7 geht’s im tief verschneiten Innsbruck los in Richtung Brenner. Mit dabei  sind zwei Danis und zwei Kathis! Ziel ist das Pflerschtal in Südtirol, da im Süden das Wetter etwas besser werden sollte. Unbedingt gut schauen, damit man die Ausfahrt Brenner Süd nicht übersieht, denn sonst ist man in Sterzing muss Maut bezahlen und muss wieder ein Stück zurück-wir wissen von was wir reden^^.

    Am tief verschneiten Parkplatz angekommen geht es im Schneefall durch den  verschneiten Märchenwald immer weiter rauf bis wir das offene und traumhaft schöne Skitourengebiet erreichen. Über relativ flache Hügeln geht es kontinuierlich und mittlerweile im Sonnenschein (juhuu wir haben alles richtig gemacht) bis zum Skidepot von der Maurerspitze. Der etwas steilere Gipfelhang ist heute lawinentechnisch auch kein Problem.

    Die letzten Meter bis zum kleinen Gipfelkreuz gehen dann ohne Ski über einen leichten Grat, der heute super einfach zu meistern war.

    Am Gipfel angekommen zieht es leider wieder zu und der Nebel bleibt uns auch bis zum Auto erhalten. Dennoch können einige super Schwünge in den Pulverschnee gesetzt werden. Die letzten Meter wird der Schneefall auch wieder etwas stärker.

    Alles in allem ein super Tag mit einer netten Gruppe und ein super Skitourengebiet, das einiges zu bieten hat. Dennoch ist zur Zeit in Nordtirol bestimmt etwas mehr Schnee und sollte das Wetter überall gut sein, macht es bestimmt momentan mehr Sinn nördlich vom Brenner zu bleiben.

  • Wochenende im Schnee

    Nach schneereichen Tagen schafften wir es Freitag in aller Früh endlich in die Berge. Zusammen mit einigen Freunden ging es zunächst noch in Tirol auf die Lampsenspitze (2875m) im Sellrain. Das Wetter war zu Beginn noch mäßig, wurde aber je weiter es Richtung Gipfel ging immer schlechter. Vom Skidepot am Ende des Tourenlernpfades ging es unter stürmischen Bedingungen noch auf den Gipfel und wir hatten Glück das wir nicht weggeweht wurden 😀 Die Abfahrt war durch die späte Begehung nach den Schneefällen leider schon recht zerfahren, dennoch ist es eine schöne Abfahrt von dem Nachbargipfel des Zischgeles.

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    Der Gipfel der Lampsenspitze in stürmischen Bedingungen

    Noch am gleichen Abend ging es bei dichtem Schneetreiben mit Josi nach Saalbach, wo wir uns mit Theri und Flo verabredet hatten. Der Schneefall höre auch über Nacht nicht auf und so fanden wir am darauffolgenden Samstag perfekte Schneebedingungen im Skigebiet von Saalbach-Hinterglemm vor.  Obendrein war auch noch sehr wenig los, da wir uns noch in der Vorsaison befinden und so war der Tag von First-Lines gezeichnet 😊 Vorsicht war dennoch geboten, da die frische Schneedecke auf eine alte Reifschicht eingeschneit hatte und kleine Schneebretter oft und leicht ausgelöst wurden.

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    Spaßige Tree-Runs

    Der Sonntag wurde dann noch für eine gemütliche Skitour auf den Saalbachkogel (2091m) genutzt, damit auch Hund Grizzly auch noch auf Trab zu bringen. Außerdem entschieden wir uns für einen Gipfel mit nicht zu steiler Abfahrt, da die Lawinensituation durch die eingeschneite Reifschicht sehr angespannt war. Kurz vor dem Gipfel entschieden wir wegen dem sehr starken Wind den Gipfel nicht mehr ganz zu machen, sondern etwas weiter unterhalb abzufahren, da sich der Gipfelhang doch recht eingeblasen zeigte.

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    Spaßige Pillow-Lines ©secondunitmedia

    Tolle drei Tage mit guten Freunden in den Bergen, was will man mehr 😊

  • Mensch Mair

    Der Wetterbericht hatte eigentlich gesagt, dass am Freitagvormittag das Wetter noch nicht allzu lohnend sein sollte. Ein Blick aus dem Fenster verriet aber anderes. Deswegen arbeiteten wir spontan nur bis zum Mittag, um danach noch einen Abstecher in die Axamer Lizum, genauer auf die Nockspitze (Saile) zu machen. Ganz insgeheim hofften wir sogar, dass vielleicht die Mair-Rinne schon gut gehen könnte, aber wir starteten mal ohne große Hoffnungen. Am Parkplatz für den Aufstieg zur Birgitz Alm wurde gestartet und sich zunächst auf der Rodelbahn ein bisschen eingegangen. Die Rodelbahn bot sich mehr als die Direttissima durch den Wald an, da der Waldsteig erst nach einigen Höhenmeter besser wurde (Danke an den Herrn am Parkplatz, der uns den Tipp gegeben hat 🙂 ).

    Nach einiger Zeit kreuzten wir dann den Skitourenweg und folgten diesem weiter und kurz darauf hatten wir das erste Etappenziel., die Birgitz Alm auch schon erreicht. Direkt weiter ging es zum Birgitzköpfl und wir konnten langsam schon erahnen, dass die Mair-Rinne nicht nur gehen sollte, sondern auch noch unverspurten Pulver zu bieten schien. Von der Euphorie angetrieben ging es für uns weiter um schließlich in die gespurte Aufstiegsspur der Mair-Rinne anzugehen. Der Schnee war kompakt und wies nur ganz oben leichte Windspuren auf, wie auch im Lawinenlagebericht beschrieben. Einen kurzen Abstecher machten wir auch noch auf den Gipfel auf 2404m, hielten uns dort aber nur kurz auf, da die Sonne langsam schon Richtung Berggipfel sank. Der Schnee in der Mair-Rinne war für einen 01. Dezember einfach perfekt und wenn man an die letzten Winter denkt, war das auf eine komische Art und Weise etwas richtig Besonderes! Wer in den nächsten Tagen noch Zeit hat sollte ruhig mal einen Abstecher auf die Nockspitze wagen 😉

  • Kalymnos Nachtrag

    Wie versprochen gibt es hier den noch etwas ausführlicheren Reisebereicht zu unserer Kalymnos-Reise. Vorab ein paar Infos zu der Wahl unserer Reisezeit, die sich von Anfang bis Mitte November erstreckt hat. Es kommt nämlich etwas darauf an, auf was ihr aus seid. Wenn ihr viele neue Leute kennen lernen wollt und es euch nicht stört, auch mal auf Routen warten zu müssen könnte es günstiger sein, bereits im September oder Oktober in das Klettermekka Mittelmeer zu reisen. Zu dieser Zeit ist das Klettern allerdings eher in den frühen Morgenstunden zu empfehlen, da die Sonne doch noch recht kräftig ist. Jedoch ist wesentlich mehr los auf der Insel und eben auch in den Klettergebieten. Zum Ende unseres Urlaubs hin haben bereits die ersten Restaurants und Läden geschlossen, was zwar kein Problem darstellt, aber für den ein oder anderen vielleicht ein Grund ist doch schon früher die Reise anzutreten.

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    Kaffeegenuss im Gebiet Jurassic Parc

    Die Fortbewegung auf der Insel kann entweder zu Fuß erfolgen, oder etwas weniger umweltfreundlich per Scooter. Die Zustiege in Kalymnos sind nie länger als 45 Minuten, außer in einige ganz spezielle Gebiete. Von Masouri aus, erreicht man innerhalb 10 Minuten zu Fuß die ersten Gebiete, mit dem Roller hat man allerdings die Möglichkeit auch weiter entfernte Gebiete, wie die Sikati Cave oder den Secret Garden zu besuchen. Die Kosten für die Roller sind saisonabhängig aber absolut erschwinglich (wir haben 7€ pro Tag gezahlt, was allerdings schon ein Season-Ending-Preis war).

    Wie schon im ersten Beitrag erwähnt ist Kalymnos, die „Insel der Schwämme“ kein Klettergeheimtipp mehr – ganz im Gegenteil! Deswegen muss man leider auch sagen, dass viele der bekannten Sektoren bereits recht abgespeckt sind, was aber glücklicherweise oft kein Problem darstellt bzw. nicht störend ist. Ein paar Gebiete wollen wir aber besonders hervorheben, die uns auf ihre Weise einfach besonders gut gefallen haben.

    Sikati Cave: Diese Hölle zeichnet sich schon durch ihre bloße Erscheinung aus und ist in jedem Fall einen Besuch wert. Der Zustieg ist etwas länger als zu den typischen Kalymnos-Gebieten, man wird aber mit einer atemberaubenden 3D-Kletterei, bzw. einem wirklichen Naturschauspiel entlohnt.

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    Surreale Formationen

    Galatiani: Ein tolles Gebiet, mit sowohl senkrechter, als auch überhängender Tufa und Stalaktiten-Kletterei. Die ganz linken und rechten Routen in diesem Sektor sind aber nicht zu empfehlen. Die Route Feuerdorn lädt dafür beim Ablassen zum Fotografieren ein 😉

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    Andi baumelt 🙂

    Olympic Wall: Einer der Sektoren, die sehr, sehr bekannt sind, aber einfach tolle Kletterei bieten. Es kann hier voll und ziemlich heiß werden, aber an einem leicht bewölkten Tag wird man einiges zu tun haben und muss nicht nur im Überhang klettern.

    Grande Grotta/Panorama: Die Grande Grotta ist natürlich zu erwähnen, da sie einfach einzigartig ist und ein bisschen an eine Miniaturausgabe an die Hölle in Flatanger erinnert – allerdings mit sehr viel mehr Stalaktiten: D Leider sind besonders die leichteren Routen bereits sehr abgespeckt, was einem schonmal etwas den Spaß nehmen kann. Dafür sind die Routen im direkt angrenzenden Sektor Panorama uneingeschränkt zu empfehlen und sollten nicht vernachlässigt werden.

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    Eros: Der einzige Sektor, den wir in Telendos, der Nachbarinsel von Kalymnos, besucht haben. Wer ultrascharfe, lange 40m Routen im 6. Und 7. Grad sucht, kommt an diesem Gebiet nicht vorbei. Um nach Telendos zu kommen einfach runter an den Hafen von Myrties gehen und schon wird ein freundlicher Kapitän sich eurer annehmen.

    Es lohnt sich wirklich dieser tollen Insel mal einen Besuch abzustatten und wir sind uns auch sicher, dass es nicht unser letzter gewesen ist 🙂

  • Rest-Days in Paradise

    „Rest-Days“ in den steilen Wänden und scharfen Felsen von Kalymnos sind unvermeidbar! Wir haben uns entschlossen einen von diesen Tagen zwischen Strand und Ausgleichsübungen zu nutzen, um ein kurzes Update in Form von bereits entstandenen Bildern zu verfassen.

    Ein ausführlicher Eintrag mit Reisetipps und Kletterempfehlungen folgt natürlich noch, aber erst nach dem Urlaub 😉

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    On Top of Kalymnos?

    Vorab ist zu sagen, dass Kalymnos ein absolutes Kletterparadies ist, was aber natürlich schon lange kein Geheimnis mehr ist. Den ein oder anderen Tipp können wir aber vielleicht trotzdem geben, gerade für „Kalymnos-Ersties“ 😊

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    The Kalymnian Magic

    Bis dahin bleibt es bei einem Gruß aus dem sonnigen Süden, viel Spaß beim Fotos stöbern!