Adventures von Steffi und Felix

Willkommen auf dem Blog von Steffi und Felix. Wir leben in Innsbruck und sind öfters in der wunderschönen Region rund um Tirol unterwegs. Wir lieben den (Berg-)Sport und nutzen den Blog um immer mal wieder über Touren, Reisen oder Erlebnisse zu berichten.

  • Erste Mehrseillänge 2015

    Endlich Ferien und das wollen wir natürlich auch richtig ausnutzen um viel Sport zu machen und vor allem wollen wir jetzt vor Norwegen noch ein paar Mal klettern gehen, um dann im Urlaub richtig fit zu sein. Eigentlich wollten wir heute nach Oberried fahren und Sportklettern gehen, da aber einige Wolken die heiße Sonne etwas verdeckten, wählten wir doch lieber eine Mehrseillängentour, da diese West ausgerichtet ist und in den nächsten Tagen wahrscheinlich zu heiß werden würde. Da Felix noch arbeiten musste waren wir dann erst um 15.00 am Parkplatz von Nösslach wo wir die „Sonnenblume“ mit 7 Seillängen – alle von 5a-5c – gehen wollten. Wir waren beide top motiviert, da wir es heuer nun endlich mal geschafft hatten eine MSL zu gehen. Die Laune wurde durch Walderdbeeren die beim gesamten Zustieg den Weg säumten nur noch besser.

    Angekommen am Wandfuß wurden wir leider enttäuscht, weil gerade als wir ankamen eine Seilschaft genau in unsere Route einstieg. So machten wir uns am Handy über Climbers Paradies schlau und beschlossen die „Caipirinha“ zu gehen. Diese Route besteht aus 5 Seillängen (3a, 5c, 6a, 6b [5c AO], 5c). Also eher an der oberen Grenze unseres Könnens, aber man wächst ja mit Herausforderungen.

    Die Route entpuppte sich als wirklich sehr lohnenswert und wir genossen vor allem die Seillängen 2, 3 und 4. Leider mussten wir uns kurz über eine Seilschaft die kurz nach uns eingestiegen ist ärgern, da diese es anscheinend ziemlich eilig hatte und uns schlussendlich auch auf eher unhöfliche Art und Weise überholte.

    Um 18.30 Uhr sind wir dann schließlich oben angekommen und der Abstieg folgte über einen Wanderweg durch einen wunderschönen Wald. Es war eine wirklich schöne Tour, welche sehr zu empfehlen ist und wir kommen wieder und dann steigen wir alle Seillängen im Rotpunkt durch, das ist sicher 😉

  • Klettern in Oltre Finale – Albenga

    Wie schon zweimal zuvor zog es uns über das verlängerte Wochenende mal wieder nach Oltre Finale, einem kleinen Tal an der Ligurischen Küste bei Albenga, wo wir einmal mehr den grandiosen Fels in der Hand halten wollten. Das Klettern in dem Tal zeichnet sich durch seine perfekte Kalksteinfelsqualität aus und ist bei weitem nicht so überlaufen, wie so manch anderes Kletterreiseziel. Genächtigt haben wir am „Madonna del Lago“, einem kleinen Tümpel hoch oben im Tal (1400m), wo das Schlafen bei sehr erträglichen Temperaturen besser klappte, als im sehr heißen Innsbruck. Das Klettern beschränkte sich durch den durchweg blauben Himmel und der damit einhergehenden Sonneneinstrahlung auf die schattigen Nord- und Ostwände, was der Kletterqualität aber keinen Abbruch tat. So traf man uns vor allem in den Sektoren „Enoteka“, „Ciusa“ und „Reunion“ an, wo wir 5 Tage hintereinander unsere La Sportivas auf die Felsstrukturen drückten 🙂 Von anfänglichen 6a Touren steigerten wir uns bis auf 6b+ Durchstiege in dem doch recht hart bewerteten Tal. Abends sorgten gutes Essen, Wein und sternenklare Nachthimmel für eine ausgelassene und entspannende Atmosphäre. Alles in allem 5 wunderbare Tage!

    Infos zum Kletterführer für das gebiet gibt es hier: http://www.kletterfuehrer.net/Klettergebiete/Italien/Finale/Oltrefinale::170.html

  • Sternenklare Nacht im Stubaital

    Spontane Ideen sind meist die besten und da man als Student noch ein recht hohes Maß an Terminflexibilität besitzt, entschieden wir uns recht spontan eine Nacht im Stubaital zu verbringen. Die Temperaturen vom 11.05 auf den 12.05.2015 wurden mehr als angenehm vorausgesagt wurden. Und sie waren es auch.

    Deshlab gar nicht viel Text, sondern nur ein paar Bilder, dir zur Impression dienen.

  • (H)arschiger Anfang wird mit Firn belohnt

    Nach unserem Urlaub in Portugal wollten wir unbedingt auch nochmal in den Schnee. Zusammen mit Anna und Chris machten wir uns am Sonntag schon sehr bald in der Früh auf den Weg Richtung Kühtai. Erstens, um möglichst früh am Gipfel zu sein und so das Lawinenrisiko zu minimieren und zweitens, um nicht in eine Ameisenstraße auf den Gipfel zu geraten. So starteten wir gegen 7:00 Uhr von den Drei-Seen-Bahn Richtung Staumauer auf und hatten diesen ersten recht (h)arschigen Aufstieg nach einer halben Stunde bereits überwunden. Wir umrundeten den Stausee linker Hand und am Ende angekommen machten wir uns auf den weiteren südwestlichen Aufstieg Richtung Gipfel. In einer leichten „Rechtskurve“  ging es bei gemütlicher Steigung immer weiter und gegen 11:00 Uhr erreichten wir den auf 3016 m liegenden Gipfel. Nach einer gediegenen Pause machten wir uns auf den Weg ins Tal, wo wir bereits super Firn erwischten und die nachkommenden aufsteigenden „Massen“ passierten. Der Plan, möglichst früh aufzustehen, ging also mehr als auf 🙂

  • https://vimeo.com/125392212

    Es waren geniale zwei Wochen, die Anna, Theri, Steffi und ich in Portugal bei unserem „Clurf-Urlaub“ (Climbing & Surfen = Clurfen 😛 )verbringen durften. Die erste Woche hatten wir durchgehenden Sonnenschein und immer angenehme Temperaturen und auch die zweite Woche war noch so stabil, dass wir die von uns geplanten Aktivitäten auch angehen konnten.

    Um das Ganze etwas kurz zu fassen verweise ich zum einen auf das Video oben 😉 und gebe hier nur einen kurzen Überblick über unsere Reiseroute und ein paar Tipps, falls es noch jemanden mal in dieses super schöne Land ziehen sollte!

    Gelandet sind wir in Lissabon und trafen dort einen Freund, der uns Abends direkt ein wenig die – sehr von Erasmusstudenten geprägte – Stadt zeigen konnte. Geschlafen haben wir zwei Nächte in der Residencial Roxi, einem einfachen, aber absolut ausreichendem Hostel für 10 € pro Person pro Nacht. Den angesprochenden Studenten wird sogar ein eigenes Viertel zugesagt, welches auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Aber Lissabon ist generell eine Stadt mit sehr viel Charme. Es lohnt sich daher, die Stadt auch mal bei Tag zu erkunden. Von Lissabon aus ging es für uns weiter nach Cascais in das Klettergebiet Farol da Guia, welches von uns auch als Schlafplatz genutzt wurde. Sie Szenerie direkt am Meer, neben einem Leuchtturm zu liegen, hatte etwas mystisches! Auch der Fels hat uns sehr positiv überrascht. Nach einem ausgiebigen Klettertag machten wir uns auf Richtung Algarve, genauer Sagres, da wir unbedingt auch surfen mal ausprobieren wollten. Nächtigen konnten wir dort im Sagres Nature, einem sehr gemütlichem Surfer-Hostel inkl. Frühstück, welches auch Surfkurse anbot: Perfekt für uns 🙂 Wer in Sagres einen Zwischenstopp macht sollte auf jeden Fall mal einen Blick ins Dromedario werfen: Die Cocktails sind der Wahnsinn! Espiche in der Nähe von Lagos war unser nächstes Ziel, diente aber nur als Zwischenziel. Die Campingplätze sind in der Hauptsaison quasi nicht bezahlbar. Da wir in der Nebensaison waren, war es für uns jedoch ok. Über Albifeira, einem eingesessenen und doch recht touristischem Fischerdorf zog es uns wieder ins Inland, nach Rocha de Pena. Unser Kletterführer schwärmte von diesem Klettergebiet und auch wir taten es. Wir schliefen – nachdem wir den nur portugiesisch sprechenden Barbesitzer um Erlaubnis gefragt hatten – direkt in der Nähe der Kletterwände. Sehr abwechlungsreiche Kletterei, im Sommer nur wahrscheinlich etwas zu warm, da die Felsen meist Süd ausgerichtet sind. Nach diesem Aufenthalt im „Inneren“ von Portugal zog es uns wieder ans Meer und wir fuhren wieder gen Norden Richtung Ericeira, einem sehr bekannten Surfspot. Dort nutzten wir das nicht ganz perfekte Wetter um unser bisher in diesem Urlaub angeeignetes Surfwissen sirekt auf die Probe zu stellen. Jetzt wissen wir wie es aussieht, wenn ein Board bricht 😀 In der Nähe von Ericeira befindet sich der Mafra Nationalpark, der mit einen freilaufenden Wildscheinen und Rehen auch ein tolles Erlebnis bereithält. Von dort aus ging es abermals nach Cascais, weil wir langsam wieder in Richtung Lissabon mussten. In dem bereits erwähnten Klettergebiet Farol da Guia wollten wir dann unseren Urlaub ausklingen lassen. Es passierte allerdings ein schwerer Unfall, bei dem Anna schwer verletzt wurde, worauf ich jetzt aber nicht näher eingehen möchte. Ihr geht es aber den Umständen entsprechend gut und wir wünschen ihr nur das Beste! Erhol dich weiter gut Anna!

    Bis auf diesen Zwischenfall war es ein unglaublich schöner Urlaub und wir denken alle gerne an ihn zurück. Wenn jemand noch genauere Details bezüglich der Reiseroute und eventuellen Tipps haben möchte: Einfach anschreiben 😉

  • Neuer Tag, genauso schön!

    Am Tag nach unserer Gamskogel-Tour mussten wir einfach nochmal in das Gebiet um den Gamskogel. Mit ein paar Freunden zusammen entschieden wir uns, auf das Schwarzhorn zu marschieren und hofften auf ähnlich gut konservierten Schnee wie am Gamskogel. Wir sollten nicht enttäuscht werden 🙂

    Ganz gleich wie am Vortag, fuhren wir mit der ersten Gondel in Richtung Hoadl, dort ab zur Kemater Alm und von dort aufgefellt zur Adolf-Pichler-Hütte. Von dort gingen wir mehr südwestlich über kupiertes Gelände, um den Weg Richtung Schwarzhorn einzuleiten. Nach einem kurzen Stück Abfahrt fellten wir abermals auf und durften ein weiteres Mal in diesem Winter spuren. Vorbei an unseren Spuren am Gamskogel vom Vortag, über den langen Boden entlang am Angerbergkopf, Schaflegerkogel und Schafkogel steuerten wir immer weiter auf den Boden der Schwarzen Wand zu. Dort galt es eine Steilstufe zu überwinden und dann noch 100 Hm auf den Gipfel der Schwarzen Wand. Da der Gipfel des Schwarzhorn abfahrtstechnisch nicht allzu lohnend aussah, reichte uns auch der knapp 100 Hm niedrigere Gipfel.

    Nach einer kurzen Pause in der Sonne ging es an die Abfahrt, bei der wir wieder als erstes unsere Linien in den Pulverschnee ziehen durften und so machten die rund 700 Abfahrtsmeter natürlich mächtig Spaß 😀

    An der Kemater Alm gönnten wir uns dann noch ein Radler in der Sonne und ließen das Latschenkiefer seine Arbeit tun 🙂

  • Freitag der 13… ein wunderschönes Datum!

    Jetzt endlich auch mal der Bericht vom vergangenen grandiosen Wochenende, die Uni hat es vorher nicht zugelassen 😉

    Am 13.03., gingen wir im zweiten Anlauf auf den Gamskogel (2659m). Es war der zweite Versuch, da bei einem ersten im Januar einer von uns die Felle vergessen hatte 😀 Und obwohl es ein „Freitag der 13.“ war, wurden wir mehr als belohnt für diesen zweiten Anlauf. Wir nahmen die erste Gondel in der Axamer Lizum und fuhren vom Hoadl direkt in den Boden der Kemater Alm. Dort fellten wir auf und machten uns auf den Weg in Richtung Adolf-Pichler-Hütte.

    Das Wetter war mehr als perfekt, da keine Wolke am Himmel zu sehen, aber es trotzdem angenehm kühl war. Von der Adolf-Pichler-Hütte zogen wir weiter auf die gewaltige Schlicker Seespitze zu, während links neben uns die Kalkögel in die Höhe ragten. So passierten wir, die kleine, sowie die große Ochsenwand, Riepenwand und wie gesagt die Schlicker Seespitze, um auf das Seejöchl zu gelangen. Von dort hielten wir uns südwestlich auf dem Grad in Richtung Gamskogel und erreichten – als erste an diesem Tag – den Gipfel. Generell waren wir erstaunt, dass wir spuren mussten und recht wenige Skitourengeher unterwegs waren.

    Nach einer ausgiebigen Jause und einem Blick auf die Karte entschieden wir uns, nicht unseren Aufstiegsspuren ins Tal zu folgen, sondern in das nordwestliche Face des Gamskogel einzufahren, dass uns damals vom Angerbergkopf schon sehr angelacht hatte. Oben rutschten wir durch ein kurzes Steinfeld und konnten danach 600 Höhenmeter feinsten, unberührten Pulverschnee genießen, ehe wir in Richtung Kemater Alm wieder aus dem Tal querten und der Rodelbahn in RichtungGrinzenz folgten, wo wir den Bis zurück in die Lizum perfekt erwischten.

  • Lernen „Nein“ zu sagen

    Eine sterneklare Nacht sowie ein wunderschöner Sonnenaufgang ließen uns auf einen ebenso schönen Tag wie der vorherigen hoffen. Unserem geplanten Vorhaben dem Wildkopf stand somit zunächst nichts entgegen. Es hieß zwar, dass gegen Nachmittag vom Norden her die ersten Wolken Einzug nehmen sollten, wir gingen jedoch davon aus, dann bereits wieder beim Abstieg zu sein. Wir starteten also wie geplant in Richtung Süden gen Wildkopf und wurden sehr schnell entmutigt, da sich aus dem Nichts von Süd-Westen her eine Wolkenfront über die Lüsenser Villerspitz schob und so das Licht sehr schnell falch wurde und kaum noch Konturen zu erkennen waren. Dass es keine Spur gab und wir wie am Vortag alles selbst spuren mussten, vereinfachte das Ganze nicht wirklich. Wir gingen dennoch weiter mit der Auflage, dass wir, sobald der Gipfel des Wildkopf auch im Nebel liegt, umdrehen würden.

    So spurten wir weiter durch das Steinmeer der alten Welt und hofften bis zuletzt, dass sich das Wetter vielleicht doch halten würde. 100 Höhenmeter unter dem Gipfel erreichten wir die steile Nord-Ost Rinne des Wildkopf, die es 50 Meter zu erklimmen galt, bis wir das Skidepot erreicht hätten. Der Nebel zog nun jedoch immer weiter hinein und auch die Rinne machte auf uns keinen wirklich guten Eindruck, da sie ziemlich eingewehnt zu sein schien. Schweren Herzens entschieden wir uns umzudrehen mit der Gewissheit im Hinterkopf: Wir kommen wieder!

    Die Abfahrt zur Potsdamer Hütte war schneetechnisch wieder erstklassig, aber die schelchten Licht- und Sichtverhältnisse trübten die Abfahrt. Wir trösteten uns in dem Gedanken, dass die Abfahrt in der Rinne vom Wildkopf auch kein wirklich großer Spaß gewesen wäre und wir von der Aussicht auch nicht hätten profitieren können. Daher waren wir sicher, nichts versäumt zu haben.

    Eine halbe Stunde später waren wir sogar heilfroh über unsere Entscheidung, da das gesamte Fotschertal nun in dichtem Nebel lag…

    Uns blieb die Abfahrt von der Potsdamer Hütte auf der Rodelbahn zu unserem Auto und die Erkenntnis, dass es auch Erfahrungen mit sich bringt, wenn man mal etwas außen vor lässt.

  • Potsdamer Hütten Powder Highlights

    Wo sollen wir anfangen, wenn wir über die Tage auf der Potsdamer Hütte berichten möchten? Zu erwähnen gibt es so viel: Bluebirdwetter, Schneeekstase, Rosenheimer Bekanntschaften… Am besten wird es sein, ganz von vorne zu beginnen.

    Mittwoch Nachmittag, den 25.02., machten wir uns vom Parkplatz im Sellrain auf in Richtung der Potsdamer Hütte, die auf 2020 Hm im wunderschönen Fotschertal liegt. Das Wetter war mäßig und wir sehr langsam, da die Motivation noch nicht so ganz da war. Zumal wir wussten, dass wir einen 8,2 Km langen Weg auf einer Rodelbahn, inklusive 900 Höhenmeter vor uns hatten. Zu allem Überfluss begann es auch noch zu schneien, woran wir uns zunächst nicht erfreuen konnten.

    In der Potsdamer Hütte angekommen wurden wir freundlichst vom Hüttenwirt empfangen, der uns zunächst einmal mit einem Kaspressknödel und einem Potsdamer Spezialteller verwöhnte – die Stimmung begann sich zu heben.

    Im Laufe des Abends trafen die einzigen weiteren Besucher der Hütte für diesen Abend ein, die witzigerweise aus Rosenheim waren. Man verstand sich gut und beschloss, die für den nächsten Tag geplante Tour auf den Roten Kogl zusammen zu gehen.

    Am nächsten morgen starteten wir bei Traumwetter und vor Sonnenaufgang im Fotschertal zu viert in Richtung des Kastengrates, um diesen an seinem nördlichen Ausläufer zu passieren und in südwestlicher Richtung weiter durch die Schafalm auf den Roten Kogl zuzusteuern. Die nicht geringen Neuschneemengen überraschten uns und ließen einen anstrengenderen Tag als geplant verlauten, da alles von uns gespurt werden musste. Kurz nachdem der Kastengrat hinter uns lag, mussten unsere Rosenheimer Kumpanen umdrehen, da sie etwas in der Hütte vergessen hatten. Wir spurten also zu zweit weiter und so zog sich der Weg durch die Schafalm auf den Roten Kogl den wir bereits am Vormittag erreichten. Auf 2834 Metern Seehöhe konnten wir die grandiose Fernsicht in das Sellrain, sowie die umliegenden Gipfel ,wie die Lüsenser Villerspitz (3026), oder den Wildkopf (2720 Hm) genießen. Auch wurde uns ersichtlich, dass uns eine Traumabfahrt durch den Äußeren Bremstall in Richtung Potsdamer Hütte bevorstand. Zusammen mit einem Bergführer, der kurz nach uns am Gipfel eintraf machten wir uns an die Abfahrt und wir waren sprichwörtlich „wie auf Wolke 7“!

    Beim Fotscher Bach legten wir eine Mittagspause ein und überlegten, was wir als nächsten angehen wollten, der Tag war schließlich noch jung. Wir entschieden uns dafür nochmals süd-östlich Richtung Wildkopf aufzusteigen, ohne den Gipfel als Ziel, da wir uns diesen für den nächsten Tag aufheben wollten. So spurten wir abermals in den frischen Neuschnee in Richtung einer Rinne, die es uns angetan hatte. Als wir in ca. 40 Grad steiles Gelände gelangten und sahen, dass die Rinne noch gute 2-3 Grad steiler werden würde, entschieden wir uns ein Schneeprofil anzulegen, welches einen recht guten Schneedeckenaufbau offenbarte. Dennoch waren wir uns wegen einer offensichtlichen Schwachschicht in ungefähr 50cm Tiefe nicht ganz sicher und beschlossen von dort abzufahren, was dem Abfahrtsvergnügen überhaupt keinen Abbruch tat 🙂

    Der Schnee war sogar so gut, dass wir noch ein weiteres Mal in westlicher Richtung aufstiegen, um noch einmal in den Genuss dieses perfekten Schneevergnügens zu kommen. Mit den letzten Sonnenstrahlen fuhren wir ab und freuten uns beim letzten Anfellen in Richtung Potsdamer Hütte auf ein wohlverdientes Weißbier.

  • Unerwartetes Schneeglück

    Nach der „Schneepleite“ am Arlberg zog es uns am Dienstag in die Axamer Lizum, jedoch ohne allzugroße Erwartungen in die Schneequalität, auch wenn es etwas geschneit hatte. Wir ließen den Tag daher etwas ruhiger angehen und waren umso erstaunter, als wir um 10 Uhr unsere erste First Line in den gut 20 Zentimeter tiefen Pulverschnee zogen. Selbst zu dieser späten Zeit waren weit und breit noch keine Spuren neben der Piste zu sehen, was von uns mit einer 3 stündigen Dauerfahrerei ein jähes Ende fand.

    Aus diesem unerwarteten Schneesegen wurde aber auch noch eine Lehre gezogen: Lasse niemals deine Kamera zu Hause, du weißt nie was dich erwartet 😉 Nun muss halt ein Handyfoto als Anschauungsmaterial dienen 😉