Adventures von Steffi und Felix

Willkommen auf dem Blog von Steffi und Felix. Wir leben in Innsbruck und sind öfters in der wunderschönen Region rund um Tirol unterwegs. Wir lieben den (Berg-)Sport und nutzen den Blog um immer mal wieder über Touren, Reisen oder Erlebnisse zu berichten.

  • Arlberg mal anders

    Vom 23. bis 25.02. hatten wir Besuch aus Amberg bei uns und beschlossen zum Arlberg zu fahren, um unserem Besuch auch eine gebührende Kulisse dort präsentieren zu können. Das Wetter sollte ja bis zum Nachmittag einigermaßen beständig sein… Betonung auf sollte!

    Wir hatten Glück und erwischten noch einge recht schöne Morgenstunden, in denen das Wetter noch recht passabel bis wirklich schön war. Allerdings zogen schon im Laufe des Vormittags dicke und dunkle Wolken über unseren Köpfen zusammen, so dass der Skispaß recht schnell getrübt werden sollte. Hinzu kam, dass die Schneequalität durch die lange Wärmeperiode der Vorwoche deutlich gelitten hatte und selbst klassische Freerideabfahrten kein wirkliches Schneevergnügen mehr bieten konnten.

    Nichtsdestotrotz war es ein schöner Tag, der dann eben daheim bei gutem Bruckmühlerbier ausgeklungen wurde 🙂

  • Karwendeldurchquerung mit Frühlingsgefühlen

    Das anhaltend schöne Wetter und die sich entspannende Lawinensituation machten eine von uns schon länger ins Auge gefasste Tour endlich möglich: Die Karwendeldurchquerung vom Hafelekar bis nach Absam. Mit der ersten Gondel ging es am 19.02.2015 Richtung Hafelekar hinauf. Oben angekommen stiegen wir die übrig gebliebenen Höhenmeter in Richtung Hafelekarspitze auf, um von dort in Richtung der imposanten Gleirschzähne abzufahren. Die erste Scharte war leider sehr felsdurchsetzt und kein wirklicher Abfahrtsspaß, aber wir wussten ja, dass noch ein paar Abfahrtsmeter vor uns liegen würden.

    An den Gleirschzähnen vorbei, querten wir in die Latschen in Richtung Grubach, wo wir das erste Mal auffellten. Von dort aus setzten wir unseren Weg in Richtung Osten fort – mit der Mandlscharte als nächstes Etappenziel. Bereits beim ersten Aufstieg wurde uns recht warm, was den wirklich frühlingshaften Temperaturen zuzurechnen war. Nach guten 300 Hm erreichten wir die Mandlscharte und gönnten uns das erste Mal eine kurze Pause – bei fantastischem Blick auf Innsbruck.

    Nun folgte die erste „angenehme“ Abfahrt von der Mandlscharte in Richtung Pfeishütte. Mit dieser im Rücken fellten wir wieder auf und machten uns zum letzten größeren Aufstieg in Richtung Stempeljoch bereit. Wir passierten die Rumer Spitze, Thaurer Jochspitze, sowie die Pfeiser Spitze und genossen die warmen Temperaturen und das einzigartige Panorama.

    Am Stempeljoch angekommen machten wir erst einmal ein ausgedehntere Pause und genossen die Mittagssonne mit Jause und Tee. Nun stand uns das Schmankerl der Tour bevor: Die Abfahrt in den Issanger. Und wir sollten nicht enttäuscht werden. Trotz der langen schneearmen Periode war der Schnee nach wie vor gut zu fahren und hier und dort sogar noch pulvrig. Wir genossen den letzten 600 Höhenmeter-Hang, stiegen unten im Issanger noch einmal kurz mit geschulterten Ski auf das Issjöchl auf und fuhren die letzten Höhenmeter über die Rodelbahn ins Halltal ab, wo das von uns am Vortag platzierte Auto bereits auf uns wartete.

    Das Ende einer wirklich grandiosen Tour!

  • Early Birds am Hochwanner

    Wecker auf 03:45 Uhr? Eigentlich keine so gute Idee möchte man meinen. Außer man wird mit einem traumhaften Sonnenaufgang und unverspurten Rinnen belohnt. Gegen halb 5 brachen wir aus Innsbruck Richtung Kühtai auf, um uns dort mit Stirnlampen und Bewegungsdrang auf den Hochwanner (2488m) hochzuarbeiten. Geparkt wurde am Längentaler Stausee kurz hinter Kühtai.

    Der Weg hinauf war durch einige Spitzkehren und teilweise ganz schöne Rutschpassagen gekennzeichnet, da der Wind sein übriges mit dem Schnee veranstaltet hatte. Nichtsdestotrotz wurde einem schon auf dem Weg nach oben bewusst: Hier kann nachher gepowdert werden. Zumal der Schnee durch die hohen Temperaturen der vergangenen Tage und ausgebliebene Schneefälle einiges an Festigkeit gewonnen hatte.

    So schraubten wir uns Meter für Meter nach oben, um perfekt getimed zum Sonnenaufgang in Gipfelnähe zu stehen und die ersten Sonnenstrahlen in uns aufzusaugen. Das frühe Aufstehen wurde dann neben der wunderschönen Kulisse rund um das Kühtai mit pulvergefüllten Rinnen gerechtfertigt und auch der kleine nichts so schöne Ausflug in einen Irrwald aus Latschen unten im Tal, konnte einem die Laune nach diesen Abfahrten nicht mehr vermiesen.

  • Sonnentanz

    Am 12.02.2015 konnten wir uns endlich einmal wieder gemeinsam in die Berge begeben. Um den als „perfekt“ vorausgesagten Tag zu nutzen, entschieden wir uns auf den Angerbergkopf (2399m) im Sellrain aufzusteigen. Wir wählten jedoch nicht die Tour mit Startpunkt im Sellrain, sondern nutzten die Olympiabahn in der Axamer Lizum, um dann vom Hoadl in Richtung Kemater Alm auf eher unangenehmen Bruchharsch abzufahren. Dadurch ersparten wir uns aber die lange Variante über die Rodelbahn hinein ins Sellrain. An der Kemater Alm angekommen fellten wir auf und machten uns an den knapp 700 Hm Aufstieg Richtung Süd-Westen.

    Die Vorhersage sollte Recht behalten: Der Tag war sogar so perfekt, dass man im Hochwinter mit hochgekrempelten Ärmeln und viel Schweißtreiben die Höhenmeter in Richtung Gipfel zurücklegen könnte. Und selbst auf dem Gipfel war kein Lüftchen zu vernehmen. So ließ es sich eine Zeit am Gipfel im schönsten Sonnenschein aushalten, bis wir uns an die Abfahrt in Richtung Sellrain machten.

    Der Schnee war für einen West ausgerichteten Hang sehr gut, hielt allerding eine unangenehme Überraschung in Form eines kleinen Schneebrettes für uns parat. In einer Übergangstelle von eher wenig zu mehr Schnee reichte unsere Belastung aus um das – zum Glück nur sehr kleine – Schneebrett loszutreten. Zu unserem Glück wurde keiner erfasst und wir waren vorgewarnt solche Bereiche in der Nähe von Scharten zu meiden. So konnten wir die Fahrt im Pulverschnee dann doch noch genießen, bis wir die Rodelbahn kreuzten und dieser aus dem Sellrain zum Parkplatz folgten, an dem wir am morgen ein Auto platziert hatten.

  • Lawinenfreundliche Tour auf den Salfeins

    Wie auf der Internetseite und dem Blog des Lawinenwarndienstes zu lesen (http://lawinenwarndienst.blogspot.co.at/) ist die Situation in Tirol zum Anfang des Jahres 2015 besonders in den Bereichen über 2200 m recht angespannt.

    Um dieses „Problem“ etwas zu umgehen entschieden wir uns – gemeinsam mit unserer Freundin Franzi – für eine Tour auf den Sailfeins, ausgehend von Grinzenz. Der Salfeins liegt auf nur 2000m und wir hatten trotzdem einen Aufstieg von rund 1000 Hm vor uns. Dachten wir. Wir entschieden uns für die Tour über den Wanderweg 51/52 und nicht die Rodelpiste. Nach etwa 100 Hm kamen wir an eine Weggabelung, bei der das Richtungsschild umgekippt war. Wir hatten eine 50:50 Chance den richtigen Weg zu nehmen… und nahmen den falschen. Dadurch sind wir ca. 100 Hm und 2 Km mehr spazieren gegangen als geplant. Da der Tag aber vom Wetter und der Stimmung her einfach zu gut war, ließen wir uns davon nicht weiter beunruhigen. Zumal wir nicht die einzigen „Deppen“ waren, da uns auf dem Rückweg zu Gabelung noch eine andere Tourengruppe entgegen kam, die wir dann auch bis zum Gipfel immer wieder trafen. Der Weg durch den Kemater Wald war teilweise etwas schwierig, da der Schnee auch dort nach den ergiebigen Schneefällen durch den Nordstau schon wieder ziemlich zurückgegangen war.

    Nach 4 Stunden (statt geplanten 2 1/2) waren wir dann endlich am Gipfel und wurden mit einem grandiosen Blick über Innsbruck und in die Kalkögel belohnt. Wir waren genau rechtzeitig am Gipfel, da man das schlechte Wetter vom Arlberg her schon hat aufziehen sehen können. Die Abfahrt war nett, aber nicht weiter erwähnenswert, da wie befürchtet auf dem Süd/Süd-Ost exponierten Abfahrtshang der Schnee durch die warmen Temperaturen schon nicht mehr perfekt war. Aber zumindest war er lawinensicher und überhaupt – bis auf wenige Steinkontakte – befahrbar.

  • Frohes Neues und „Guten Rutsch“

    Ein frohes neues Jahr wünschen wir beiden 🙂 Wir hoffen ihr hatten ein ähnliches ereignisreiches Silvester wie wir 🙂

    Wir haben unsere letzten Stunden im Jahr 2014 und auch die ersten 2015 in Saalbach – Leogang verbacht. Dort waren wir mit einigen Freunden in der Finsterbachhütte nahe der Asitzbahn. Pünktlich mit dem ersten Schneefall kamen wir dort an und machten uns vom 30.12.2014 bis zum 01.01.2015 eine schöne Zeit mit selbstgemachten Punsch, Käsespätzlen und Stockbrot. Am 31.12. wurden wir dann auch ein letztes mal im Jahr 2014 mit einer ordentlichen Ladung Powder belohnt. Zusammen mit unseren Freundinnen Franzi und Resl gingen wir – zu Beginn ohne jegliche Erwartungen – die Piste Richtung Kleinen Asitz hinauf, um dann aber schon auf Höhe der Alten Schmiede in den Wald einzufahren, der uns eine Menge unberührten, eiskalten und wunderbar fluffigen Powder bereit hielt (siehe Fotos 😉 ).

    Zum Abend hin kamen dann noch einige Freunde mehr, die zum einen neue Verpflegung (10 KG Gulasch!!) und auch Nachschub für die Punschzubereitung im Gepäck hatten. Da die Hütte schon mit uns 6 Leuten voll war, bauten sie sich dann noch ein Iglu, was sich durch den sehr kalten und pulvrigen Schnee als nicht ganz einfach erwies. Aber mit Hilfe von Decken und Holz wurde es dann eine doch sehr anschauliche Hüttenalternative.

    In das jahr 2015 wurde dann mit Spielen, Punsch und Stockbrot hineingefeiert. Am 01.01.2015 machten wir uns dann nochmal auf den Weg Richtung kleinen Asitz auf, um den PowPow im Wald nicht ungenutzt liegen zu lassen. Unsere diesmal gewählte Line war nicht ganz so perfekt wie dir vom Vortag (Bachbett 😀 ) aber nichtsdestotrotz war es ein riesen Spaß und ein klasse Abschluß für die schönen Tage auf der Hütte!

  • Weihnachten am Wendelstein :)

    Frohe Weihnachten allerseits 🙂

    Am 24.12. ging Felix mit seinem Vater bei bereits merklichem Föhn auf den Wendelstein (1838m) in den bayrischen Voralpen, um wenigstens das gute Wetter an der frischen Luft zu genießen, wenn Ski fahren schon nicht möglich ist. Die Schneesituation dort war nicht wesentlich besser als in Tirol, aber das sollte sich ja schon am ersten Weihnachtsfeiertag ändern! Der wie bereits beschriebene, sehr lebhafte Föhn war vor allem in Gipfelnähe stark zu spüren und sorgte für sehr schöne Wolkenstimmungen und fantastische Lichteinfälle. Besonders ansehnlich war der „Cut“ der Wolken unter dem wir uns befanden. Über Österreich hing eine dichte Wolkendecke und genau über dem Wendelstein schien die Linie in Richtung Deutschland zu sein, an der die Wolken sich auflösten.

    Alles in allem war es eine angenehme Tour bei tollen Wetterverhältnissen und am heiligen Abend war man umso hungriger und ausgeruhter 🙂

  • Pisten rutschen

    Freitag Tour gehen, Sonntag draußen klettern, Montag Ski fahren… der Tiroler Winter 2014 macht’s möglich…

    Zwei Tage vor Weihnachten statteten wir dem Stubaier Gletscher – so spät wie noch nie – einen Besuch ab. Es war wirklich traurig zu sehen, wie wenig Schnee dort einfach nach wie vor lag. Aber die Natur ist und bleibt nun einmal die Natur und Ski fahren ist und bleibt nun einmal ein Outdoorsport und ist daher von der Natur abhängig! Deshalb ned sudern, sondern’s Beste drauß machen!

    Das Wetter war bis auf einige Wolkenfelder und de teilweise recht starken Wind annehmbar und es war auf jeden Fall ausreichend, um ein paar Schwünge zu machen. Die Abfahrt in die „Wilde Grubn“ hat dann aber auch noch einmal bestätigt, dass  es für einen Dezember einfach zu wenig Schnee ist!

  • 21.12.2014… klettern zum Winteranfang??!

    Nach den eher mäßigen Schneeverhältnissen im Kühtai entschieden wir uns am Sonntag klettern zu gehen. Die Vorherhsagen für einen sehr sonnigen Tag spielten uns dabei natürlich in die Karten und wir machten uns am Vormittag in Richtung Zirl auf, um in der Maximiliangrotte an der Martinswand ein paar Leisten zu spüren. Da wir wussten, dass man vom 01.Dezember bis April die Straße zu dem Bergwerk nicht befahren soll, stellten wir das Auto am Parkplatz zur Ehnbachklamm ab. Auf dem Schotterzustieg Richtung Maximiliansteig überholten uns dann schon auf den ersten 100 Metern drei Autos und wir stellten uns zwei Fragen: 1. Wieso hält sich keiner an das Fahrverbot? 2. Was muss bitte oben an der Grotte los sein?!

    Wir waren uns nicht mehr sicher, ob die Maximiliangrotte an diesem Tag wirklich die richtige Entscheidung ist. Als wir dann an dem kleinen Klettergebiet, von dem wir leider kein Topo haben, welches auf der linken Straßenseite von der Straßenseite liegt, vorbeikamen, schauten wir uns die Routen einmal genauer an und beschlossen direkt dort zu bleiben und den Routen mit Namen wie „Café Anna“ oder „Capoeira“ mal eine Chance zu geben. Wir starteten mit einer Route in einem Kamin (geschätzt 5c) und wanderten dann immer weiter an der Wand nach rechts in Richtung Bachlauf nach oben und gingen dort dann noch 3 weitere Routen (auch hier nur geschätzt 5b, 5a, 6a+). Die Qualität vom Fels (Kalk) war bis auf wenige brüchige Einzelstellen wirklich gut und die Linien waren angenehm zu klettern. Besonders die 6a+, die leider sehr kurz war, hatte ihren eigenen Reiz.

    Danach verschwand dann die Sonne schon langsam und wir machten uns wieder in Richtung Parkplatz.

  • Skitour Kühtai 19.12.2014

    Mitte Dezember machten wir uns trotz schlechter Schneeprognosen in Richtung Kühtai auf, um nun doch endlich mal unsere Haxen im Schnee auch zum Touren gehen zu bewegen. Das Bild, welches sich uns bot, war allerdings noch schlechter als erwartet: Die Schneesituation war katastrophal und das selbst auf den 2020 Hm, auf denen Kühtai nun einmal liegt. Am Parkplatz von der Drei-Seen-Bahn konnten wir links vom Staudamm schon Spuren erkennen. „Notfallplan!“ hieß es für uns sofort. Wir fuhren erst mal mit der Bahn hoch, um uns ein Bild von der Situation weiter oben zu machen und um auch die Pistenverhältnisse kurz zu checken. Oben beschlossen wir recht schnell, dass wir wohl tatsächlich auf unseren Notfallplan zurückgreifen werden. Wir fuhren die komplett vereiste und bockharte Piste ab und querten dann nach links in Richtung der Aufstiegsspur.

    Der Aufstieg gestaltete sich dann als recht angenehm und als gute Alternative zur Piste, da wenigstens die Landschaft und das Wetter die umliegenden Gipfel einmal mehr bombastisch aussehen ließ. Wir genossen die knapp 300 Hm und fuhren dann die Piste wieder ab, da uns der Bruchharsch in der Aufstiegsspur doch nicht so ganz einladend wirkte. Trotz der wirklich widrigen Bedingungen war es ein gelungener Tag an der frischen Luft und es kann ja nur mehr besser werden 🙂 Aber die weißen Weihnachten wird man sich wohl abschminken können…