Adventures von Steffi und Felix

Willkommen auf dem Blog von Steffi und Felix. Wir leben in Innsbruck und sind öfters in der wunderschönen Region rund um Tirol unterwegs. Wir lieben den (Berg-)Sport und nutzen den Blog um immer mal wieder über Touren, Reisen oder Erlebnisse zu berichten.

  • ‚O Solstein mio!

    06:30 Uhr, Josi wird gestartet und los geht’s in Richtung Hochzirl. Die wunderschöne Morgenstimmung entschädigt sofort für das baldige Aufstehen.

    Solstein-1
    Das Morgenrot belohnte das frühe Aufstehen

    Am Parkplatz vom Krankenhaus Hochzirl treffen wir uns mit Matze und Romi und starten – mit Ski auf dem Rücken – den Anstieg zum Großen Solstein. Dieses Jahr sollte ja hoffentlich etwas mehr Schnee als letztes Jahr liegen. Dem war auch so und so konnten wir bereits nach 350 Höhenmetern die Ski anschnallen.

    Solstein-35
    Die ersten Meter wurden zu Fuß zurückgelegt

    Bei der kleinen Solenalm ging es dann ein paar Meter abwärts um anschließend den tief verschneiten Bachlauf rauf zum Solsteinhaus zu folgen.

    Nach einer kurzen Pause und ab nun in Begleitung vom Wind, ging es die letzten 800 Höhenmeter unschwierig und ohne Latschenkontakt bis zum Gipfelplateau. Die unglaubliche Fernsicht ließ uns den sich doch etwas in die Länge ziehenden Gipfelrücken sofort vergessen. Nach einer kurzen Jause, fotografieren, Blödsinn machen, Felle abziehen und Skischuhe auf Abfahrtsmodus ging es um ca. 12.00 Uhr wieder abwärts.

    Diese Diashow benötigt JavaScript.

    Nach kurzem Überlegen beschlossen wir, dass wir die nordwestlich ausgerichtete Mulde als Abfahrtsvariante wählen, was uns unerwartet richtig guten Schnee bescherte. Zwar hatten wir „leider“ keinen Firn, dafür aber Pulver auf einer tragenden Harschschicht – da kann man schon mal auf Firn verzichten 😊 Der Schnee wies auch um die Mittagszeit keine Durchfeuchtung auf und die windverblasenen Stellen waren auch gut ersichtlich. Die Bedingungen waren also durchwegs als sehr sicher zu bezeichnen.

    Solstein-22
    Übrraschend pulvrige Abfahrt

    Unten ging es dann durch ein paar Latschen und klein Bäumchen immer wieder mit tollen Neuschneemengen bis in die Senke, in der dann kurz nochmal die Felle angelegt wurden um wieder zur Solenalm aufzusteigen.

    Mit perfekter Sicht auf die Kalkkögel und Sonne im Gesicht genossen wir den Traumtag bei den Resten unserer Jause und in guter Gesellschaft.

    _MG_2841
    Entspannter Abschluss

    Auch die letzten Schwünge durch den Wald bis zu unseren deponierten Schuhen beim Brunnen machten teilweise noch richtig Spaß. Ein paar Meter ging es dann noch mit den Skiern am Forstweg entlang, bis wir die Ski doch auf den Rücken geben mussten um die letzten Meter bei Frühlingstemperaturen zu Fuß zum Auto zu absolvieren.

    Fast genau ein Jahr nach ausschließlich Ski tragen, konnten wir nun dieses Jahr den Solstein bei durchwegs guten Bedingungen richtig genießen.

     

  • Probleme mit Joel

    Schon länger standen bei Matze und Felix die Befahrungen des Canale Holzer und des Canale Joel am Piz Pordoi auf dem Programm. Das Wetter schien mal wieder einige Sonnenstunden zuzulassen und wir machten und zu dritt – Steffi war natürlich auch mit von der Partie – auf den Weg nach Südtirol. Je weiter wir Richtung Süden kamen, umso besser wurde das Wetter und die Sonne ließ sich immer mehr blicken. Die Vorfreude stieg! Plan war, mit der Gondel vom Passo Pordoi hochzufahren, zuerst die etwas weniger steile Joel-Rinne zu befahren, dann nochmals hoch und die Holzer-Nordrinne danach mitzunehmen und vom Auslauf im Val Lasties zurück zum Auto zu queren. Wir nahmen die Liftkarte bis 13:00 Uhr (35,50€ !!) und kamen auf dem sehr windigen Gipfelplateau der Terazze delle Dolomiti an. Von dort hält man sich erst leicht nord-ostwärts bis der Hang leicht nach rechts abfällt. Dort sieht man dann schon das Rifugio Forcella Pordoi, an welchem man vorbeiquert, oder wer mag die vielbefahrene Scharte hinunternimmt. Für die Abfahrt des Joel Kanals quert man noch am nächsten Felsriegel vorbei, um dann in eine deutlich sichtbare Scharte aufzusteigen (~15 min, stapfend oder mit Fellen). Dann steht man schon am Einstieg. Wir dachten zunächst, dass man noch etwas höher gehen muss, um von oben in die Rinne zu gelangen, was aber nicht nötig ist.

    _MG_2529-2
    Zunächst glaubten wir nicht, dass uns das Wetter Probleme bereiten könnte…

    Diese vermeintlich kleine Extrarunde hatte für uns aber weitreichende Folgen für den weiteren Tagesverlauf. Zurück beim richtigen Einstieg bemerkten wir, wie der Nebel, der schon die ganze Zeit im Becken südlich vom Piz Pordoi hing, sich mitten in die Rinne gelegt hatte. Wir kannten das Gebiet nur durch Kartenstudium und waren uns sicher, die Rinne fahren zu können. Unsicher waren wir uns aber darüber, wie sich das Gelände unterhalb der Rinne verändert bzw. ob es dort Stellen geben könnte, die zu vermeiden sind. Der Nebel wollte sich von diesem Zeitpunkt leider nicht mehr verziehen, obwohl wir lange dort ausharrten. Wir entschieden im Kollektiv, dass es keine gute Idee wäre, ohne Kenntnis des Geländes in die Rinne zu fahren und im White-Out nach dem richtigen Weg zu suchen. Leicht frustriert machten wir uns auf den Rückweg. So ganz ließ es uns aber nicht los und so stiegen wir 30 Minuten später nochmals zum Einstieg der Rinne, fanden aber leider kein verändertes Bild vor. Gefrustet entschieden wir, wenigstens noch die Holzer-Rinne mitzunehmen, da das Wetter dort noch hielt. Doch auf dem Weg dorthin zog es auch dort immer weiter zu. Wir sahen es als Signal und brachen komplett ab, was richtig war, denn 10 Minuten nach dem Entschluss abzubrechen, befanden wir uns in einer dichten Nebelsuppe. Wir traten den ungewohnten Weg zur Talfahrt an. Beim Hinunterschweben dann der Super Gau: Durch das Einbrechen des Windes wurde es zunehmend klarer um den Canale Joel und wir konnten uns endlich ein Bild des Geländes darunter machen. Wir schauten uns in die Augen und recht schnell war klar (es war bereits 12:30 Uhr), dass wir die Bergfahrt nochmal antreten, um wenigstens noch ein wenig am Ski gestanden zu sein. Also das Gleiche Spiel nochmal 😊

    _MG_2549-2
    Bei der Einfahrt in die Engstelle

    Oben hing nach wie vor der Nebel und auch am Anstieg zu Joel war es mystisch, aber wir kannten die Gegen mittlerweile ja ganz gut. Der Schnee in der Rinne war, wie Matze sagen würde „minder“, sprich bockhartes Eis mit leichter Auflage. Aber es ging uns um das Erlebnis und deshalb versuchten wir die Abfahrt zu „genießen“. Felix hatte kurz nach dem Einstieg kurz Probleme mit der Bindung, da sie wie schon bei der Karwendel-Tour beim Umsteigen einfach aufging. Der Ski konnte aber fixiert werden und die Gaudi ging weiter.

    Joel-4
    In der Engstelle und kurz danach war der Schnee am besten

    Das Erlebnis ist wirklich eine Abfahrt wert und wir werden sicher das Ganze nochmal bei besserem Wetter wiederholen. Bei der wohlverdienten italienischen Pizza unterhielten wir uns darüber, wie schnell das Wetter in den Bergen einem doch einen Strich durch die Rechnung machen kann… Vielleicht hat das manchmal aber auch einfach seinen Sinn.

  • Entfilzen in Silz

    Die warmen Temperaturen, die wir schon bei der Karwendel-Tour genossen, veranlassten uns am Folgetag das erste Mal für das Jahr 2018 an den Fels zu gehen. Seit Kalymnos der erste Gesteinskontakt und nach den vielen Plastikgriffen der letzten Wochen eine willkommene Abwechslung. Da wir nicht viel Trubel wollten und auch keine Berge versetzen, entschieden wir uns für ein kleines Gebiet im Oberland: Silz. Schön gelegen über dem Inn und mit südseitiger Ausrichtung perfekte Bedingungen für einen entspannten Klettertag.

    Silz-6
    Nicht nur wir nutzten die Sonne

    Einzig der stellenweise leicht brüchige Fels in den leichteren Routen könnte als Wermutstropfen bezeichnet werden. Aber immerhin konnten wir auch endlich unsere neuen Schuhe von Vaude einem Feldtest unterziehen, den sie beim steilen Zustieg über Wald- und Geröllboden perfekt meisterten. Der Parkplatz in Silz (bei Mötz auf der A12 abfahren), der auch für den Klettersteig Crazy Eddy genutzt wird, lud uns durch seine Nähe zum Inn nach dem Klettern noch auf einen Unbound-Kaffee in der untergehenden Sonne sein. Ein Sonntag wie er im Buche steht 😊

  • Bindungsängste im Karwendel

    Die kleine Karwendeltour vom Hafelekar bis nach Hall ist immer wieder eine tolle Tour! Besonders, wenn man auch noch guten Schnee erwischt. Die letzten Male war der Schnee immer schon recht kompakt und leicht gepresst, nicht so dieses Mal…. Aber von vorne:

    Karwendel-2
    Tourenplanung on Top

    Mit dem Bus ging es früh zur Hungerburgstation, um die erste Gondel um 08:30 Uhr auf die Seegrube zu erwischen. Das war wie immer bei schönem Wetter nach Schneefall ein Genuss, nicht! Aber wir überlebten es und machten uns dann nach weiterer Gondelfahrt zur Hafelekarstation zusammen mit July an den Gipfel“anstieg“ zum Hafelekar. Dort betrachteten wir kurz die Lage und stellten fest, dass der Wind doch ganz schön gewerkelt hatte. Die direkte Abfahrtsvariante blieb uns deshalb verwehrt und wir fuhren kurz über den südöstlichen Rücken zum Einstieg in die etwas weniger steile Rinne. Auf dem Weg dorthin löste sich plötzlich der Ski von July und drohte sich Richtung Seegrube selbstständig zu machen, blieb aber glücklicherweise nach guten 10 Metern liegen. Glück gehabt, wir konnten ihn leicht bergen. Bereits bei der Abfahrt in die erste Rinne stellten wir fest: Mega-Schnee!! Im Grubach angekommen fellten wir auf und stiegen über das Niederbrandjoch erst nordwärts und dann ostwärts zum Gleirschtaler Brandjoch auf.

    Karwendel-48
    Aufstieg mit den Grubreisentürmen im Hintergrund

    Dort angekommen gab es wieder einen Lagecheck und die Spurwahl in die Nordwest-Rinne. In dieser löste sich diesmal der Ski von Felix und sauste Richtung Pfeishütte, die Bindungen wollten an diesem Tag nicht so wirklich. 300 Höhenmeter auf einem Ski abzufahren war aber ein gutes Training und nach dem entfernen des Eisstückchens in der Bindung konnte es weiter gehen.

    Karwendel-22-2
    Powdern vor der Rumer Spitze

    Bei der Pfeishütte wurden wieder die Felle angelegt und der Weg nach Osten zum Stempeljoch fortgesetzt. Dieses schnell erreicht, trafen wir dort oben auf eine wahrliche Versammlung, aber bei dem tollen Wetter an diesem Tag auch zu erwarten. Über den Issanger ging es dann das Tal hinaus, nachdem die Abfahrt vom Stempeljoch das Skifahrerherz wieder höherschlagen ließ.

    Karwendel-33
    Abfahrt zum Issanger

    Kurz die Ski nochmal auf den Rucksack geschnallt und 10 Minuten gestapft, um bei einer Weggabelung die Ski wieder unter die Füße zu bringen und zu den Herrenhäusern abzufahren. Dort wurde noch kurz die Sonne genossen und dann weiter bis zur Bettelwurfkehre abgefahren, um dann die Ski endgültig von den Füßen fernzuhalten. Bis Hall war es dann noch ein halb-stunden Marsch, bis wir an der Bushaltestelle ankamen. Von dort ging es dann mit dem Bus zum Innsbrucker Hauptbahnhof (3,60 €). Mit den letzten Sonnenstrahlen ging es dann zu Fuß bis nach Hause. Ein rundum gelungener Tag 😊

  • Langer Weg am Langkofel

    Nach der lang durchwachsenen Wettersituation sollte endlich Besserung in Sicht kommen. Allerdings war diese Besserung zuerst hauptsächlich für den Südtiroler Raum angesagt. Felix und Matze machten sich am ersten gemeldeten Schönwettertag nach Südtirol. Das Ziel wurde auf der Autofahrt über den Brenner festgelegt und fiel auf den Langkofel, den man schon so oft auf Bildern und während alpiner Klettereiern in den Sella-Türmen bestaunt hat. Hinter seinen Osthängen verbirgt sich beim Blick auf die Karte eine riesige Spielwiese aus Rinnensystemen. Vom Parkplatz des Hotels Passo Sella Dolomiti (5€) aus ging es direkt auf den Langkofel zu um die markante Rinne, die früher auch im Winter beliftet wurde, hinaufzusteigen. Oben angekommen ging es vom Rifugio Toni Demetz in die Nordwestrinne hinab.

    Langkofel-1
    Der Blick hinunter von der Langkofelscharte mit den Liftstützen für den Sommerbetrieb im Bild

    Unglaublich viel Schnee hatte es dort hinten drin und er war so fluffig, dass die 3 Spuren vor uns keine Minderung des Spaßfaktors zur Folge hatten. Beim Rufugio Vicenza angekommen fellten wir wieder auf und stiegen den Nordhang zur einer markanten Scharte auf, mit dem Hintergedanken dort vielleicht wieder einen Blick Richtung Süden werfen zu können. Oben angekommen stoppte uns aber der windgepresste Schnee und die Tatsache das die Scharte ohne Kletterei nicht zu erreichen gewesen wäre.

    _MG_2127
    Endstation unterhalb der 2. Scharte

    Wir fellten ab und genossen abermals perfekten Schnee bei der Abfahrt. Unser Plan war nun möglichst oberhalb um den Langkofel herum zu queren und so wieder zu Josi auf dem Parkplatz zu gelangen. Das klappte prinzipiell auch sehr gut, nur hatten wir den Weg kürzer eingeschätzt. Bald erreichten wir das Skigebiet, hatten aber keine Liftkarte, weswegen wir neben der Piste weiter ostwärts wanderten.

    _MG_2184-2
    Super Schnee Bedingungen! Pic: Matthias Sauren

    Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichten wir endlich den Punkt an dem wir abfellen und abfahren konnten. Bei Josi angekommen machten wir uns erstmal einen guten Unbound-Kaffee und machten uns an den Heimweg. Die Dolomiten hatten mal wieder geliefert 😊

  • Erstes Märzwochenende im Pflerschtal

    In Südtirol war es die letzten Tage kälter und somit sollte vermutlich der Schnee noch besser konserviert sein, als in Nordtirol. So die Theorie und daher ging es für Steffi und Anna (die uns dieses Wochenende einen Besuch abstattete) erneut ins Pflerschtal. Felix musste leider zu Hause bleiben, da er am Vortag beim Skifahren plötzlich große Schmerzen an der Wirbelsäule verspürte und es leider am Sonntag noch nicht besser war.

    Das Wetter war gut, die Temperaturen waren frühlingshaft warm und wir gingen den Tag sehr gemütlich an. Daher waren schon einige Autos am Parkplatz, was uns aber nichts ausmachte, denn bis auf eine kleine Gruppe, waren wir beim Aufstieg ganz alleine (früh aufstehen, zahlt sich also doch nicht immer aus 😛 ). Die Speicherkarte hätte man nur vielleicht in die Kamera tun sollen, dann wären die Erinnerungsbilder nicht nur von der Handykamera 😀

    Ziel war heute die Ellesspitze und somit ging es die ersten Meter durch den Wald ganz gleich wie zuletzt auf die Mauerspitze. Etwas unterhalb der Grubenalm ging es dann allerdings rechts die schönen (35-38° steilen) Hänge hoch. Man konnte deutlich sehen, dass die Berge im Pflerschtal sehr beliebt sind, denn die Hänge waren doch schon recht verspurt, was uns aber nicht viel ausmachte, da der Schnee ohnehin nicht mehr pulvrig war.

    Dennoch, mit dem Pflerscher Tribulaun im Rücken und den wärmenden Sonnenstrahlen im Gesicht, genossen wir bei netten Gesprächen den Aufstieg und erreichten relativ zügig den Gipfel.

    Die letzten Meter über den Grat wurde die Sonne allerdings von den Wolken verdeckt und der Wind wurde immer kräftiger, fast schon stürmisch. Die Fernsicht, wir konnten sogar die drei Zinnen erblicken, entschädigte allerdings für die windigen Verhältnisse im Gipfelbereich.

    Die Abfahrt war geprägt von flacher, schlechter Sicht und wechselnden Schneebedingungen.

    Alles in allem fiel diese Skitour bestimmt eher in die Kategorie Bewegungstherapie mit netter Gesellschaft bei traumhafter Kulisse, was ja aber auch nicht unbedingt schlecht ist 😉

  • Whiteroom Weekend

    Das letzte Wochenende war ein recht schneereiches für Felix, Steffi hat sicher indes weitergebildet auf einer Schulung… auch nicht schlecht 😉

    Sonnenspitze-15
    Grandiose Lichtstimmung an der Nebelgrenze

    Am Samstag ging es dann erstmal in Richtung Deutschland, nach Ehrwald. Ziel war die Ehrwalder Sonnenspitze mit anschließender Steilabfahrt der Nordflanke. Vom Skigebiet der Ehrwalder Almbahnen ging es dank Bergfahrt (9€ für „Innsbrucker“, 12€ für „Auswärtige“ :D) von einer Seehöhe von 1500m zunächst südwärts in den Bereich der markanten Gipfel um das Skigebiet. Nach einem langen Hatscher auf den Sommerwanderwegen kamen wir am Fuße unseres Zielberges an und machten uns bei sehr warmen Temperaturen an den steileren Teil.

    Sonnenspitze-19
    Unser Zielberg, für uns war ungefähr dort wo der Schatten/Sonne-Wechsel an der rechten Bergseite ist Schluss…

    In den schroffen Steilflanken der Südexponierten Hänge waren immer wieder Selbstauslöser durch die warmen Temperaturen zu beobachten. Für uns war leider ca. 300m unter dem Gipfel Schluss, da der Bereich dort sehr windbeeinflusst war und wir nach graben eines Schneeprofils entschieden, das Risiko nicht einzugehen denn „der Berg steht ja no aweil da“ 😉 Wir machten das Beste aus der Situation und genossen die Abfahrt und schossen ein paar Bilder:

     

    Am Sonntag starteten Matze, Romi und Felix in Richtung Schmirntal, um zu schauen, ob man dort über die sonst dichte Nebeldecke kommen könnte, die sonst in weiten Teilen des Landes hing. Zunächst wäre der Gipfel des Fischers Napf das Ziel gewesen, doch sehr apere Talhänge brachten uns dazu in das Tal des Kaserer Winkls zu schauen und auf die Kleegrubenscharte aufzusteigen. Ohne wirkliche Erwartungen brachten wir die Wanderung in das langgezogene Tal hinter uns. Bis auf einen uns folgenden weiteren Tourengeher waren wir alleine, als wir in den Schatten des Kl. Kaserers kamen und nach Südwesten auf die Kleegrubenscharte querten und endlich Höhenmeter machten. Hier hinten im Talschluss windete es recht heftig, weswegen wir sehr glücklich waren bald endlich wieder die Sonne zu sehen.

    Kleegrubenscharte-30
    Windiger Aufstieg

    Unser Herz ging auch auf, da wir unser Ziel bereits erblickten und die perfekten Skihänge, die sich bis dorthin erstreckten. Von dem Gedanken an die Abfahrt ohne eine Spur weit und breit beflügelt vergingen die letzten Höhenmeter sehr schnell.

    Kleegrubenscharte-4
    Die sich offenbarende Hänge

    Nach einer ausgedehnten „Schartenjause“ mit Blick auf die in Nebel gehüllte Hohe Warte ging es abwärts und die Hänge hielten, was sie bei ihrem Anblick bereits versprachen. Unverhofft kommt oft 😊 Das Nachmachen wird dringend empfohlen 😉

    Kleegrubenscharte-15
    Die Hohe Warte im Nebel

     

     

  • Wie versprochen hier noch zu unserem Aufenthalt auf der Pforzheimer Hütte im Sellrain ein paar „Bewegt-Bilder“ 🙂 Viel Spaß beim Schauen!

  • Geburtstags-Powder

    Wie schon in den letzten zwei Jahren machten wir uns auch diesen Februar wieder auf und verbrachten einige Tage auf einer Hütte  zum Skitouren. Dieses Mal war es die Pforzheimer Hütte (2308m) im beeindruckenden Gleirschtal, die einen Besuch von uns abgestattet bekam. Auf Grund der Wettervorhersage legten wir unseren geplanten Aufenthalt über drei Tage einen Tag vor, flexiblen Arbeitszeiten sei Dank 😊 Und die Entscheidung war goldrichtig.

    PforzheimerHütte-6
    Strahlender Himmel

    Dienstag früh ging es vom Parkplatz in St. Sigmund in das lange Tal neben dem Gleirschbach entlang bis zu der Alpenvereinshütte. Das Wetter war gut, aber es war auch sehr kalt. Wir waren froh, nach guten zwei Stunden und 800hm einzukehren und uns mir einer Suppe und „der weltbesten heißen Schoki“ aufzuwärmen und das weitere Vorgehen zu planen. Unsere Entscheidung fiel auf den Samerschlag (2829m), den „Hüttenhausberg“, der bei perfektem Neuschnee erst von einer Spur geprägt war. Wir machten uns nach der Stärkung auf den Weg und endlich begleitete uns auch die Sonne die guten 500 Hm beim Aufstieg. Von einem Vielgeher in dem Tal erfuhren wir, dass der Samerschlag viel begangen und befahren wird, was sich positiv auf die Lawinensituation auswirkte und uns ermöglichte den Nordost ausgerichteten Gipfelhang zu befahren und tolle Firstlines bei perfektem Schnee zu genießen. Nach der Abfahrt ging es auch nochmal kurz in Richtung der Sattelschröfen, bis wir vom Schatten der Bergspitzen eingeholt wurden und abfuhren, um pünktlich beim Abendessen auf der Hütte zu sein.

    PforzheimerHütte-1
    Der Blick vom Samerschlag in Richtung St. Sigmund

    Obwohl wir unter der Woche auf der Hütte waren, war erstaunlich viel los, aber eine sehr ausgelassene Stimmung 😊 Der nächste Tag wurde mit Frühstück begonnen und großer Vorfreude, da wieder keine Wolke am Himmel zu sehen war. Zudem fiel ganz unerwartet der Geburtstag von Felix auf Valentinstag 😊 Unser geplantes Ziel war die Vordere Grubenwand, ein nicht allzu häufig begangener Gipfel, da sehr steil. Aber genau das reizte uns. Von der Hütte gingen wir weiter südwärts und stießen in das Gleirschtal vor. Als es für uns ostwärts Richtung Plateau unter der Vorderen Grubenwand gegangen wäre, entschieden wir uns aber das Vorhaben abzubrechen: Der Wind hatte auf den Westhängen zu stark gewütet und viele neue Treibschneepakete gebildet. Wir stuften im Wissen um die Steilheit der Hänge oberhalb die Situation als zu heikel ein und entschieden uns um. Neues Ziel war der Gleirscher Fernerkogel im Talschluss. Doch dann kam der Super-Gau: Durch die Kälte streikten die Felle von Felix und es ging für ihn nicht mehr vorwärts… Was tun? Kleber hatten wir nicht dabei und so machten wir das Beste aus der Situation und stiegen immer wieder auf das Plateau unter den Sonnenwänden und dem Zwieselbacher Grieskogel, dem Kugelter Kopf, auf und genossen den trotzdem immer noch perfekten Schnee der Osthänge. Unkonventionell, aber besser als auf der Hütte zu sitzen 😊

    PforzheimerHütte-10
    Der Schnee entlohnte

    Der dritte Tag sollte mit einer letzten Skitour aufhören, was wir aber am nächsten Morgen spontan cancelten, da die Sicht sehr schlecht und der Schnee durch etwas wärmere Temperaturen und viel Wind noch schlechter war. Der Entschluss war auch deshalb gut, da wir mit dem Taxi vom Parkplatz in St. Sigmund abgeholt werden mussten, da bei unserer Josi das Kühlmittel eingefroren war und sie deshalb nicht fahrtauglich war und abgeschleppt werden musste. Die gewonnen Zeit war uns also ganz Recht 😀

    Wenn ihr mehr Bilder vom Schnee sehen wollt bleibt gespannt, es kommt wieder ein kleines Video 😉

  • Gipfel sind nicht alles

    Jessi und Michi, zwei gute Freunde aus Wien, waren zu Besuch und wir verabredeten uns zu einer Skitour im Sellrain, wobei das gemeinsame Erlebnis klar vor dem Aufstiegs- geschweige denn dem Abfahrtserlebnis stand, zudem es bereits seit einer Woche nicht mehr frisch geschneit hatte. Die beiden packten auch noch July ein und so ging es zu 5. Richtung Kühtai. Bei noch vorherrschendem Sonnenschein ging es bis hinter den Längental Speicher, nachdem wir uns zu Beginn mit dem Parkplatz vertan hatten und zu weit oben beim Parkplatz der Mittergrathütte geparkt hatten. Der richtige Parkplatz ist noch etwas weiter Richtung Ötz 😊

    Ht. Karlesspitze-16
    Das lange Becken des Wörgetal

    Durch den lichten Wald ging es den gleichen Anstieg hinauf wie schon damals zum Wetterkreuzkogel. Den Anstieg hinter uns gelassen, zogen bereits dicke Wolken vor die Sonne, aber wir tourten weiter südwärts und waren vom nach wie vor stellenweise gut erhaltenen Pulver überrascht. Sollte die Abfahrt etwa doch noch gut werden? Wir ließen das große Becken im Wörgetal hinter uns und blickten hin und wieder nach rechts auf den Wetterkreuzkogel. Schließlich erreichten wir die Abzweigung, an der es zur Hinteren Karlesspitze, unserem ursprünglichen Ziel, weiterging. Der Hang lachte uns aber nicht wirklich an, weswegen wir kurzerhand entschieden weiter südwärts zum Wörgetalsattel zu ziehen. Kurz nach diesem Entschluss wurden die Wolken immer dicker und auch der einsetzende Schneefall trübte die Sicht. Wir entschieden die Tour dort abzubrechen und lieber zusammen noch einen Kaffee zu genießen und ein wenig zu quatschen, ein wenig hatten wir uns ja schon bewegt 😊

    Ht. Karlesspitze-8
    July bei der Abfahrt

    Gegen unsere Vermutung hatten wir dann sogar noch ziemliches Glück mit dem Schnee bei der Abfahrt und erwischten für die Verhältnisse noch super Hänge. Der Kaffee und Kaiserscharn in der Dortmunder Hütte schmeckte umso mehr und es war ein schöner Nachmittag mit guten Freunden 😊