Adventures von Steffi und Felix

Willkommen auf dem Blog von Steffi und Felix. Wir leben in Innsbruck und sind öfters in der wunderschönen Region rund um Tirol unterwegs. Wir lieben den (Berg-)Sport und nutzen den Blog um immer mal wieder über Touren, Reisen oder Erlebnisse zu berichten.

  • Winterklettersteig bei Kaiserwetter

    6:00 Uhr – Der Wecker klingelt – Blick nach draußen: „Na, ob das noch was wird?!“ – Frühstücken – Anziehen – ab zum Arlberg…

    Und wie es noch was wurde! Zusammen mit Matze machten wir uns auf nach St. Anton um den Rendlklettersteig in Angriff zu nehmen und von dort ins Malfontal abzufahren. Auf der Fahrt und auch im Skigebiet selbst hingen zunächst noch einige Hochnebelfelder in den Gipfeln. Lawinensprengungen verdonnerten uns dann auch noch zu einer Extrarunde im Skigebiet, bis die Riffelbahnen ihren Dienst antraten und uns zum Ausgangpunkt des Steigs mitnahmen. Als wir die ersten Meter spurten – wir waren erstaunlicherweise die ersten um 10 Uhr – lichtete sich der Nebel dann auch schon – was für ein Timing 🙂 Bei perfektem Kaiserwetter kletterten wir die meistens im A/B, teilweise auch C und D-Schwierigkeitsgrad angegebenen Passagen, bis wir dann schlussendlich auf der Rossfallscharte standen. Ein Klettersteigset ist hier genau wie ein Helm absolut Pflicht! Da wir nicht die einzigen waren, hielten wir uns nicht zu lange auf der Scharte auf. Eine kurze Jause und ab ging der Spaß in Malfontal, wobei die ost-ausgerichteten Hänge zunächst gar nicht so viel Spaß boten. Die Nordhänge hatten dafür feinsten Pulver in petto, der Dank des Neuschnees stellenweise wirklich tief war 😉

    Rendlsteig-32Durch das malerische Malfontal ging es dann über manchmal recht flache Ausläufe und später einen Forstweg nach Pettneu, von wo dir den Skibus zurück zu unserem Terminal nahmen. Im Bus saßen wir drei mit ordentlich Farbe und einem Grinser im Gesicht 😉

  • Spaß im Innervals

    Ein Tag schöner als der andere! Auch der Montag war wieder ein Tag wie aus dem Bilderbuch. Nachdem am Sonntag Alpinfahren in Ischgl mit Bene und Michi angesagt war, war es am Montag wieder Zeit für eine Skitour, um den immer noch wirklich guten Schnee noch besser ausnutzen zu können. Felix fuhr mit ein paar Freunden nach Saalbach und Steffi machte sich mit Franzi, Michi und Remo auf den Weg ins Innervals, um von dort auf die Saxalmwand (2635m) zu gehen. Am Anfang war der Schnee noch sehr hart und wir machten uns schon etwas sorgen bezüglich der Abfahrt. Je mehr Höhenmeter wir allerdings absolvierten, desto besser wurde der Schnee. Bei der Abzweigung wo wir nach rechts Richtung Saxalmwand gingen (links geht es zur Sumpfscharte) wurden die Spuren auch deutlich weniger. Die letzten Höhenmeter am steilen, weitläufigen Gipfelhang zogen sich etwas, aber dennoch waren wir in 3 Stunden am Gipfel. Wir genossen die traumhafte Fernsicht und zelebrierten unsere Gipfeljause. So fuhren wir erst 1 Stunde später um 12.15 ab. Der Gipfelhang hielt das was er versprach. Nordseitiger Hang im 35-40 Grad steilen Gelände bei perfektem Pulver, mehr brauchen wir glaub ich nicht mehr dazu sagen, es war der Wahnsinn . Aber auch unten war es viel besser als erwartet, da die Sonne das ihrige dazu beigetragen hat und der Schnee aufgegangen war. Mit einem breiten Lächeln erreichten wir unser Auto und schwärmten noch einmal von den tollen Hängen. Außerdem waren wir den ganzen Tag ganz alleine unterwegs, was wir bei diesem Wetter und aufgrund der Osterferien kaum glauben konnten. Es zahlt sich also durchaus noch aus in Nordhänge zu gehen, da die Schneequalität wirklich noch gut ist. Der Firn kann also ruhig noch etwas auf sich warten.

  • Pulvertraum am Rosskogel

    Was für ein Osterferienauftakt!! Zusammen mit Weezy machten wir uns früh auf den Weg Richtung Oberperfuss, um mit der ersten Gondel und den anschließenden Schleppliften auf’s Rangger Köpfl zu fahren. Von dort konnten wir unsere Tagesziel schon gut erkennen: Den Rosskogel (2646m). Die guten Lawinenverhältnisse ließen uns darauf hoffen, dass wir die Nordrinne in Richtung Inzinger Alm abfahren können, die als lokaler Klasskiker gilt, aber halt eben nur bei absolut sicheren Verhältnissen machbar ist. Schon beim Aufstieg konnten wir immer mal wieder ein Blick in unsere erhoffte Variante erhaschen und es waren tatsächlich auch schon zwei Spuren gezogen worden. Auf der Hälfte des Weges am Nordostrücken des Rosskogels hieß es Ski auf den Rucksack und mit Pickel und Skistock in der Hand weiter hinauf. Wir kannten die Passage schon von einer Begehung im Sommer und der Pickel wäre nicht zwingend notwendig gewesen, ließ das Ganze aber Alpin anfühlen 😉 Oben angekommen waren wir dann kurz überrascht, da wir oben auf einmal vor 10 weiteren Tourengehern standen, die von Gries im Sellrain aufgestiegen waren. Ca. 7 von ihnen fuhren in die Kogelrinne, was aber nicht weiter schlimm war, da wir kurzerhand, nach unserer ausgiebigen Jause in der Höhensonne, um die Erhebung westlich vom Gipfelkreuz umherwanderten und plötzlich vor einer weiteren Traumrinne standen. Nix wie runter! 🙂 Der Schnee in dem komplett schattigen Nordhang war ein Traum, aber es sollte noch besser werden. Als wir aus der Rinne herauskamen, öffnete sich unten ein weitläufiger Hang, der sich in seinen ca. 600 Höhenmeter Länge bis zur Inzinger Alm zog und mit feinstem Pulverschnee aufwartete. Unten waren wir hin und weg! Damit hatten wir wirklich nicht mehr gerechnet. Von der Inzinger Alm fellten wir dann wieder auf und machten uns auf den letzten 300 Höhenmeter Anstieg zum Ranger Köpfl. Dort angekommen kehrten wir noch ein, um uns unser wohlverdientes Radler schmecken zu lassen 🙂

  • Ein weiterer sonniger Tag….

    …den Steffi wieder ausnutzen konnte. Der arme Felix musste leider wieder in die Uni. Jaja, das harte Studentenleben 😉 So machte sich Steffi mit Matze und Roman auf den Weg mit der ersten Gondel hoch zum Hafelekar über die Dächer Innsbrucks. Da Steffi und Matze diese Tour bereits das zweite Mal machten, gab es ein paar kleine Veränderungen der Tourenplanung wie im Jahr davor. Zuerst ging es ganz gleich wie beim letzten Mal mit den Ski am Rücken aufs Kar, um dann etwas östlich vom Gipfel nach Norden abzufahren. Der Schnee war bei dieser Abfahrt wechselhaft von Bruchharsch bis pulvrig. Vom Grubach ging es dann nicht zur Mandelscharte, sondern den Südhang mühsam aufwärts zum Niederbrandjoch. Harscheisen wären hier von Vorteil gewesen. Dem Grat folgten wir dann bis zur Scharte zwischen dem nördlichen und südlichen Gleirschtaler Brandjoch. Eine kurze Kletterstelle forderte das abschnallen der Ski. Die Abfahrt von der Scharte ging Richtung Osten zur Hochebene der Pfeisalm. Der Schnee war wieder wechselnd von brüchig bis zu schwerem Pulver. Nach einer kurzen Pause beim Auffellen ging es dann in den wärmenden Sonnenstrahlen zum letzten Anstieg zum Stempeljoch. Hier genossen wir noch einmal die wunderschöne Aussicht und Fernsicht und ließen uns die Sonne bei einer guten Jause ins Gesicht scheinen. Die Abfahrt vom Stempeljoch in Richtung Issanger war leider nicht ganz so gut wie erhofft, aber dennoch ganz ok. Selbst die Nord aus gerichteten Hänge waren nicht mehr so pulvrig, wie bei der Tour letztes Jahr. Nach kurzem Rausschieben und ca.10 min bergaufgehen mit den Ski am Rücken, erreichten wir die Forststraße Richtung Hall. Ein Zwischenstopp bei den Herrenhäusern um ein Bier in der Sonne zu genießen musste natürlich sein. Danach ging es weiter bis zur Bettelwurfkehre, wo wir unsere Ski dann schlussendlich abschnallen mussten. Danach mussten wir noch ca. 1 h bis zur Bushaltestelle in Absam marschieren. Es war wieder einmal mehr eine unvergessliche Tour bei absolutem Traumwetter.

  • Nebel lichte dich!

    Da am Sonntag der Schnee zwar unglaublich gut war, die Sicht aber dermaßen schlecht, räumte sich Steffi den Montagvormittag frei (Felix musste leider wirklich auf die Uni) und startete mit Lisa, Chris, Hannes, Martin und Fuzi  mit der ersten Bahn aufs Hoadl um eine Skitour in den Kalkkögeln zu machen. Ziel war der Steingrubenkogel (2633). Am Hoadl war immer noch sehr dichter Nebel. Zum Glück kennt Chris die Kalkkögel sehr gut und so fanden wir trotz Nebel den Einstieg in die Rinne. Wir gingen vom Hoadl mit den Skiern am Rücken zum Hochtennboden und fuhren Richtung Adolf Pichler Haus ab. Wir querten etwas zu tief Richtung Südosten und mussten somit ein paar mehr Höhenmeter hochgehen, was aber nicht weiter tragisch war. Der Nebel lichtete sich immer mehr und die Sicht wurde Gott sei Dank immer besser. Die Rinne teilt sich dann in zwei Schneisen auf, wir nahmen die rechte, da diese zu unserem Gipfel führte. Viele Spitzkehren brachten uns dann zur ersten Scharte, von der wir zu Fuß abgestiegen sind. Danach ging es noch ein paar Höhenmeter in steilen Spitzkehren hoch bis zum Skidepot. Ein Klettersteig -bei dem der neue Pickel mal zum Einsatz kam- führte dann zum Gipfel, wo wir mit einer wirklich schönen Aussicht über dem Nebelmeer und einer tollen Kulisse belohnt wurden. Der Schnee in der Rinne war abwechslungsreich, aber dennoch gut. Am Ende der Rinne bis zum Kematerboden wurden wir aber auch noch mit richtig schönem Pulver in Sonnenschein belohnt. Die Rodelbahn bis nach Grinzens ging wie schon am Vortag sehr gut. Es hat sich also in jeder Hinsicht ausgezahlt die Arbeit etwas zu verschieben 😉

  • Super Schnee, schlechte Sicht

    Endlich wieder Skifahren 🙂 Nach unserem Trip nach Thailand war es eine ganz schöne Umstellung, sich wieder die Ski unter die Füße zu schnallen. Aber nach den ersten Schwüngen war es dann schon wieder da, diese gewohnte Glückselligkeit.

    Wir gingen zusammen mit einigen Freunden auf die Steintalscharte (2641m) im Kühtai, die gleich südwestlich unter dem Pockkogel (2810m) liegt. Von dort aus fuhren wir nach Haggen ab. Leider war der obere Teil der recht steilen Rinne ziemlich windgepresst und auch die Sicht ließ zu wünschen übrig. Wenigstens wurde nach unten hin sowohl die Sicht, als auch der Schnee immer besser und wir konnten wenigstens noch ein paar Linien in Pulver malen.

    Den Tag drauf gingen wir voller Vorfreude auf den Gamskogel. Denn es wurde über 1800m schönes Bergwetter angesagt. Leider wurden wir auch dieses Mal enttäuscht und fanden uns in einer dichten Nebelsuppe am Gipfel wieder. Kurz vor der Gipfelbesteigung blitzte die Sonne sogar durch, sodass wir dachten, doch die Nordwestflanke abfahren zu können. Der aber doch wieder aufziehende dichte Nebel zwang uns dann die Aufstiegsspur abzufahren, was sehr schade war, denn der Schnee wäre nicht nur perfekt zum Abfahren bezüglich der Sicherheit gewesen, sondern auch ein Traum von Pulver. Aber wir haben ja bereits gelernt „Nein“ zu sagen 😉

    Es waren trotzdem zwei schöne Tage und wir freuen uns schon auf die noch kommenden, denn der Winter 2016 ist noch lange nicht vorbei!

  • Und hier noch ein paar bewegte Bilder über unseren Thailand-Trip

    Wenn er euch gefällt zeigt ihn gerne auch euren Freunden bzw. Leuten, denen er gefallen könnte 🙂 Bei Fragen stehen wir natürlich auch gerne zur Verfügung! Jetzt aber viel Spaß beim schauen 🙂

  • Kraxeln wie noch nie zuvor

    Nach unseren Erfahrungen in Bangkok und Ao Nang freuten wir uns riesig, als es endlich Richtung Tonsai zum Klettern ging. Mit dem Longtailboot ging es von Ao Nang zu den heißersehnten Kletterwänden in Tonsai. Aus unserem bereits erworbenen Kletterführer wussten wir, wo es Unterkünfte gibt und die Suche nach einer Bleibe stellte sich als sehr einfach heraus. Wir entschieden uns nicht lange zu suchen und nahmen gleich die erste sehr preiswerte Unterkunft. 500 Baht zahlten wir pro Nacht für das Backsteinhaus mit Bett, Moskitonetz, Dusche, Klo inkl Spülung, Strom von 18.00 Uhr bis 06.00 Uhr und Ventilator. Wie sich später herausstellte waren sogar Haustiere inkludiert 🙂 So kam uns regelmäßige eine Katze auf der Terrasse besuchen. Frösche und Kakerlaken sagten sogar im Häuschen „Hallo“ zu uns . Im „Dschungel“ rund um die Unterkünfte gab es dann auch noch 3 Meter lange Komodowarane die es sich bequem machten.
    Da die Anreise so schnell verlief, gingen wir am ersten Tag auch schon klettern und hatten größte Freude daran. Der Ausblick und vor allem der Fels überzeugten uns zu 100 %, was auch die folgenden 2 Wochen noch so bleiben sollte.

    Es waren nicht nur die Formationen (Sinter, Stalaktiten und Stalagmiten soweit das Auge reicht) die einfach unbeschreiblich waren und wir so noch nie gesehen haben, sondern auch die Kletterei selbst, die generell sehr steil war, aber meist an guten Griffen und tiefen Fingerlöchern. Reibungskletterei oder Leistenkletterei hatten wir in den 2 Wochen eigentlich gar nicht. Verschneidungskletterei gab es zwar, aber nicht so wie man sie bei uns kennt. Verschneidungstechnik wurde dann angewandt, wenn mal wieder Stalaktiten aus dem nichts runter kamen und man diese zum klettern verwenden konnte bzw. musste. Generell war die Kletterei sehr athletisch – oft weite Züge an guten Griffen, sehr steile Kletterei und technische Züge an Einfingerlöchern. Trotz steiler, kraftiger Kletterei haben Kletterer mit weniger Kraft genauso viel Spaß, denn die Kletterei ist einfach so vielfältig und hat meist immer wieder tolle Rastpositionen. Es ist schwer das Klettern in Tonsai in Worte zu fassen, denn man muss diese Kletterei einfach erlebt haben um wirklich zu wissen, von was wir reden, denn bis jetzt sind wir beide noch keine Routen geklettert, die vergleichbar wären.
    Neben dem tollen Fels, der leider in einigen Gebieten schon recht speckig wird, war auch das Ambiente einzigartig. Klettern direkt über dem Meer hat man halt doch nicht alle Tage 🙂

    Zudem wurde einem alles geboten, vom Sportklettern, über Bouldern bis hin zum Deep Water Soloing oder Mehrseillängenrouten: Man kann sich in Tonsai richtig austoben! Leider wurde genau zu der Zeit als wir dort waren das Deep Watern verboten, da es einige Unfälle mit Speedbooten und Schnorchlern gab. Wir gehen aber davon aus, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis man sich wieder aus 25m ins „kühle“ Nass stürzen kann 🙂 Die Temperaturen waren wie erwartet heiß, aber nach 1 Woche Akklimatisation in Ao Nang, ging es eigentlich vom ersten Tag an relativ gut, man darf halt nur nicht in der Sonne klettern und sollte vielleicht auch warten, dass der Schatten nicht erst gerade in die Wand gekommen ist, da der Fels doch noch lange Hitze abstrahlt. Wobei für die Aufwärmrouten geht das dann doch immer halbwegs gut.

    Was in diesem Urlaub auch ganz anders war, waren unsere täglichen Strandbesuche 😀 Viele Wände kommen erst um 13.00 Uhr in den Schatten und so sind wir immer entspannt aufgestanden, haben gemütlich bei unserem Auma in seiner „Papa’s Burger Corner“ ausgiebig gefrühstückt und sind dann immer noch für 1-2 Stunden zum Strand, um ein bisschen zu Schwimmen oder im Schatten etwas zu lesen. Nur in Railay gibt es ein paar Wände die den ganzen Tag im Schatten sind, aber wenn man 2 Wochen am Klettern ist, stört es auch nicht, wenn man „nur“ einen halben Tag klettert.
    Aufpassen mussten wir dann immer so ab 17.00 Uhr, dass wir Gebrauch von unserem extrem starken Antimückenspray (95% DEET) machten, da von 17.00 -19.00 Uhr die Lieblingszeit der Moskitos war. Nach dem Klettern genossen wir häufig noch die atemberaubenden Sonnenuntergänge und anschließend eine kalte Dusche und das Abendessen. Am liebsten gingen wir ins Legacy oder ins Green Valley. Aber auch Mama’s Chicken war bis auf die Bedienung sehr gut. Auch in Railay waren wir ein paar Mal Essen, wenn der Hunger zu groß war um nach dem Klettern bis nach Tonsai zurück zu gehen. Die Abende waren immer relativ kurz, was aber von Vorteil war, da wir bei der Hitze nicht so tief schlafen konnten und somit mehr Schlaf als gewohnt brauchten.
    Das Essen in Thailand, beziehungsweise in Tonsai ist durchweg sehr gut, wenn auch mit der Zeit die Abwechslung etwas fehlt und ab und zu erwischt man halt etwas das anscheinend doch nicht mehr so gut war. So hatten wir zweimal den bekannten „Tonsai Tummy“ (Lebensmittelvergiftung Brechen, Durchfall, Bauchschmerzen), den jeder, der länger als eine Woche in Tonsai ist mindestens einmal bekommt. Zum Glück war es bei uns nicht ganz so schlimm und immer wieder nach einem Tag komplett vorbei.

    Die Affen, die für Tonsai ja so bekannt sind, sind viel weniger geworden, als wir es von den Beschreibungen kannten. Uns wurde somit nie etwas gestohlen, wir wurden nicht von den Affen angesprungen oder in irgendeiner Art in die Enge getrieben. Steffi konnte dennoch ein paar Mal Affen streicheln und sich somit einen kleinen „Traum“ erfüllen 🙂
    Es war eine wunderschöne Zeit in Thailand und in Tonsai haben wir auch einige sehr nette und freundliche und immer lächelnde Thais kennen gelernt. Nach fast 4 Wochen haben wir uns aber dann doch auch schon wieder auf das schöne Innsbruck und den Schnee gefreut. Wir haben aber dennoch viele Gründe wieder einmal nach Tonsai zu reisen und hoffen einfach nur, dass das geplante Resort aus irgendeinem Grund doch nicht gebaut werden kann und somit der Charme dieser Halbinsel nicht verloren geht.

     

  • Thailand – Land des Lächelns?!

    Trubel, wilder Straßenverkehr, Tuk Tuk-Fahrer, die einen austricksen wollen, viel zu heiße Temperaturen und zu alldem noch viel zu wenig Schlaf… all das hat uns bei der Ankunft in Bangkok erwartet! 
    Auf der Suche nach einer Busverbindung nach Krabi sind wir dann in ein Reisebüro hineingestolpert, aus dem wir ohne Zimmerbuchung in Bangkok, Nachtbus und Unterkunft für 5 (!) Tage in Krabi (wie sich später herausstellte in Ao Nang, was wir unbedingt meiden wollten) nicht wieder rauskamen. Alles etwas über unseren Preisvorstellungen, aber dennoch ok! Nur die 5 Nächte in Ao Nang wollten wir so nicht, aber es war angeblich nichts für weniger Tage frei, da die Chinesen im Süden Thailands ihr Neujahr gerade feiern. Da wir beide ja nicht so die Stadtmenschen sind, war Bangkok ganz nett, aber einfach doch sehr anstrengend. 

    Die Busfahrt nach Krabi war sehr angenehm und wir konnten auch ganz gut schlafen. Am nächsten Tag in Ao Nang waren wir trotzdem noch sehr müde und etwas verplant, und so fuhren wir nach Krabi um uns etwas zu informieren – und von den netten Thais haben wir leider noch nicht so viele kennen gelernt, eher im Gegenteil: bis auf wenige Ausnahmen sind sie den Touristen gegenüber unfreundlich und absolut nicht hilfsbereit. Man merkt einfach, dass sie auf uns Touristen nicht mehr so angewiesen sind und es nicht notwendig ist, sich um einzelne Personen zu bemühen, weil es kommen ja eh die nächsten. Zumindest ist das unser Eindruck aus Bangkok und der Provinz Krabi, wobei natürlich auch hier viele Thais dem ihnen voreilenden Ruf absolut gerecht werden 🙂

    Am nächsten Tag ging es dann ausgeschlafen mit dem Longtailboot nach Railey West, von da zu Fuß nach Tonsai, wo wir uns den Kletterführer kauften. Der Tag auf der Halbinsel war sehr schön, inklusive Lagune, View Point und Affen, von manchen Touristen am Strand mal abgesehen 😉

    Da wir noch einige Tage zu füllen hatten, entschieden wir ins für eine geführte Bootstour von Insel zu Insel, sowie für einen Tag ein Kajak zu mieten, um Deepwatersoloing auf die eigene Faust zu probieren und ein wenig zu angeln. Auch die heißen Quellen bei Khlong Thom wurden über Umwege mit einem Moped erkundigt. Generell haben es wir uns die paar Tage sehr gut gehen lassen. Haben viel gegessen, die frischen Früchte genossen, uns an das Klima gewöhnt und die Thai Massagen uns nicht nur ein mal gegönnt. Jetzt wird es aber endlich Zeit, den Fels so richtig zu erkundigen und so freuen wir uns schon riesig, wenn wir morgen mit dem Longtailboot, nach Tonsai steuern. Liebe Grüße an den Schnee in den Bergen zu Hause, eure SteffiX

  • Wetterglück am Wetterkreuz

    Neuschnee – Schönwettertag – Das schreit nach Skitour – der letzten vor unserem Thailand-Trip 🙂

    Da aber nach wie vor eine doch recht heikle Lawinensituation herrscht, entscheiden wir uns für den Wetterkreuzkogel (2591m), da sowohl Aufstieg als auch Abfahrt bei vernünftiger Spurwahl kaum lawinengefährdet sind. Und bei diesem schönen Wetter wurde die Spur – wie zu erwarten war – auch gar nicht von uns entworfen und wir konnten ohne mulmiges Gefühl die 850 Höhenmeter angehen. Die Tour machte ihrem Namen als Genusstour alle Ehre und wir waren fast ein wenig froh, dass wir die meiste Zeit im schattigen Gelände unterwegs waren -denn es war ungewöhnlich warm. Man konnte den Föhn schon wieder spüren. Neben netten Bekanntschaften war auch die Tatsache, dass wir beide mit unserem neuen Skiequipment unterwegs waren besonders angenehm. Erstaunlich was ein paar Gramm weniger bei der Aufstiegperformance ausmachen können. Oben angekommen machten wir eine ausgedehnte Pause mit einigen anderen, die sich dem traumhaften Wetter nicht entziehen konnten. Bereits oben beschlossen wir, nach der direkten Gipfelabfahrt nochmals aufzufellen, um ein kleines Joch, nordwestlich vom Wetterkreuz auf 2427m, auch noch mitzunehmen… wir hatten mit dem leichten Material wohl einfach noch zu viel Power 😉 Der Schnee war bei beiden Abfahrten bereits schwerer geworden, wobei hier und da in schattigen Stücken auch noch perfekter Pulver zu finden war. Auf dem Weg zurück zum Parkplatz machten wir kurz halt, um die Sonne zu genießen und eine kleine Jause einzulegen. Der Abschnitt durch den Waldgürtel, der das Hochplateaus des Wörgetals vom Parkplatz trennt, forderte zum Abschluss noch ein paar Kurzschwünge, die diesen perfekten Tag abrundeten. Nun heißt es packen, am Montag geht der Flug nach Bangkok, wir halten euch auf dem Laufenden 🙂