Willkommen auf dem Blog von Steffi und Felix. Wir leben in Innsbruck und sind öfters in der wunderschönen Region rund um Tirol unterwegs. Wir lieben den (Berg-)Sport und nutzen den Blog um immer mal wieder über Touren, Reisen oder Erlebnisse zu berichten.
Den Neujahrsabend verbrachten wir dieses Jahr im Pinzgau, genauer in Taxenbach bei unseren Freunden Camilla und Christoph. Nach einem sehr schönen Abend mit viel strategischen Winkelzügen bei einer (sehr langen) Runde Risiko ging es am Neujahrstag auf das Thannköpfl (2066m) ganz in der Nähe von Taxenbach. Wir starteten auf ca. 1000m und selbst hier lag noch einiges an unverspurtem Schnee, wir waren als vorfreudig auf die Abfahrt. Zunächst ging es aber erstmal zur Hinterthannalm, von der es dann endlich auch etwas steiler wurde und wir Höhenmeter machten.
Die Hinterthannalm, der Gipfel (links) in Sicht
Durch dichten Wald ging es weiter, langsam kam unser Ziel auch schon in Sichtweiter. Wir hielten uns aber rechts Richtung Etzenkopf. Von dort aus querten wir Südwärts entlang des breiten Grates zum eigentlichen Ziel, dem Thannköpfl. Auf dem kleinen Gipfel (leider ohne Gipfelkreuz) machten wir gemütlich Pause um uns dann an die Abfahrt zu machen.
Der letzte Aufschwung über den Grat
Der Schnee war sehr wechselhaft von windbeeinflusst zu super locker. Es machte aber durchaus Spaß und das wir überhaupt noch Pulver erwischen würde, damit hatten wir tatsächlich daheim noch nicht gerechnet. Aber wir wurden belohnt, zumal wir auch komplett alleine am Weg waren. So kann man unserer Meinung gut ins neue Jahr starten! In diesem Sinne: Ein frohes Neues Jahr!
Die letzten Schwünge ins Tal, der Hochkönig strahlt im Abendrot
Der Blick ins Tal
Start bei mystischer Stimmung
Die Hinterthannalm, der Gipfel (links) in Sicht
Der letzte Aufschwung über den Grat
Der Gipfel des Thannköpfl
Talblicke in den Nebel
Gipfelglück 🙂
Wo ist die Abfahrt?
Gut geschützte Augen dank gloryfy
Die letzten Schwünge ins Tal, der Hochkönig strahlt im Abendrot
Schon etwas her, aber dennoch einen Eintrag wert, ist die Tour von Steffi mit Sarah auf den Habicht. Ein spät-sommerlicher Septembertag eignete sich perfekt um dem Habicht zumindest mal im Sommer einen Besuch abzustatten, wenn auch oben schon etwas Schnee lag, der aber nicht weiter störte. Zuerst ging es vom Stubaital aus, durch das Pinnistal mit dem Bike zur Karalm um von dort zu Fuß weiter zur Innsbrucker Hütte und schlussendlich auf den Gipfel zu gelangen. Das Panorama war der Wahnsinn, kaum eine Wolke am Himmel und die Temperaturen ließen es sogar zu, nur mit dem T-Shirt die Gipfeljause zu genießen. Beim Abstieg merkten wir dann doch, dass wir schon ein paar Höhenmeter in den Beinen hatten und so genossen wir auf der Innsbrucker Hütte noch einen Radler und freuten uns dann bei der Karalm sehr darüber, das Fahrrad stehen zu haben und so konnten wir es dann nur noch laufen lassen. Alles in allem waren wir flotter unterwegs als einkalkuliert und genossen diesen wunderschönen Tag in vollen Zügen.
Am Nationalfeiertag wollten wir diesen bombastischen Herbst nochmal gemeinsam ausnutzen und so machten wir uns am späten Vormittag auf den Weg in Richtung Ötztal, um bei Längenfeld die Route „Schwalbennest“ zu gehen. Steffi ist genau vor 2 Jahr mit Chris diese Route schon mal gegangen und hatte gemischte Erinnerungen. Einerseits waren es coole Züge, andererseits war es für sie eine brutal kopfige Route, weil sie sehr ausgesetzt ist.
Ausstiegsplatte
Der Fels war trocken, die Temperatur super und so startete Felix mit der 1. Seillänge, die zwar nicht sonderlich schwer, aber dennoch ganz speziell ist. Die 2.Seillänge startet einfach und wird kontinuierlich schwerer und vom mentalen Aspekt aus gesehen, fordert sie spätestens beim Quergang ordentlich. Die 3. Länge geht über 2 Bäuche (beim zweiten vorm Umlenker muss man ordentlich nach rechts klettern-sehr unübersichtlich) und ist eher etwas erzwungen. Ab hier klettert man dann auch in der Sonne und kann die 4.Seillänge umso mehr genießen. Sie ist zwar nicht geschenkt, aber deutlich logischer und bietet echt richtig lässige Kletterei. Für uns war das die schönste Seillänge. In der 5. Seillänge, die letzte schwierige Seillänge und die Längste der Tour (der Vorsteiger sollte alle Expressen mitnehmen und nicht ein paar beim Standplatz lassen ;)), muss man sein Platten-Wandkletterkönnen abrufen, ist man aber erst mal beim vierten Bolt, wird es etwas einfacher. Nach dieser Seillänge befindet sich auch das Wandbuch und sollte man die Tour nur aufgrund der Schwierigkeit, bzw. den 4 „schwereren“ Längen klettern, kann man sich durchaus auch von hier abseilen. Wir wollten allerdings die gesamte Tour klettern und den gemütlichen Abstieg wählen und so ging es noch die beiden letzten Seillängen durch etwas bewachsenes Gelände hoch. Die Seillängen sind dennoch ganz ok und relativ schnell erledigt.
Auf dem Hochplateau angekommen
Ein wunderschöner Herbsttag neigte sich beim Abstieg am Forstweg dem Ende zu und wir waren ganz schön durch, denn die Tour fordert sowohl die Physis, als auch die Psyche ordentlich.
Generell bietet die Route einige schöne Züge, aber auch ein paar weniger lohnende Stellen müssen geklettert werden. Die Strada del Sole ist aus unserer Sicht schöner, dennoch kann man aber auch dem Schwalbennest mal einen Besuch abstatten.
Traumhaftes Oktoberwetter war für das Wochenende angesagt und beide waren wir glücklicherweise terminfrei. Freitagabend wurden das Kletterzeug und die warmen Daunenschlafsäcke in Josi geladen und es ging über den Brenner in das uns bekannte Gebiet des Sellajochs. Der Mond strahlte bereits hell am Himmel als wir dort ankamen, so blieb uns nur noch der Weg ins Bett, wollten wir am nächsten Tag ja ausgeschlafen und fit für die Vinatzer-Verschneidung am Piz Ciavazes (2828m) sein. Der Wecker klingelte um 07:30 Uhr und wir kamen nur schwer aus unseren warmen Schlafsäcken. Mit der aufgehenden Sonne ging es dann aber vorbei an Lokomotive und erstem Sellaturm, in Richtung Gamsband des Piz Ciavazes.
Ausstieg der 3. Seillänge
Nach leichter Kraxelei empor, stiegen wir rechts neben der markanten Grotte in die Tour ein. Der Fels ist dort kompakt und die Kletterei in diesem Ambiente sowieso immer ein Erlebnis. Die ersten Seillängen gehen gut von der Hand, die 5. Länge fordert dann das erste Mal ein wenig, vor allem für den Nachsteiger mit Rucksack ist der enge Kamin nicht ganz so elegant zu bewältigen. Dennoch, schöne Kletterei mit sehr abwechslungsreichen Bewegungen. Die 6. Seillänge, die auch die Schlüssellänge darstellt, erfordert beherztes „Gas geben“, um nicht zu müde in dem überhängenden Riss zu werden. Aus unserer Sicht hat es keinen Sinn gemacht, nach 6m direkt wieder Stand zu machen, weshalb wir die 6. und 7. Seillänge zusammenhängten, was sehr gut funktionierte. Der Ausstieg der letzten Seillänge ist leider im wahrsten Sinne des Wortes ein Schutthaufen, deshalb achtgeben bzgl. Steinschlag und wenn möglich eher verbal, als über Seilzeichen kommunizieren!
Der schottrige Ausstieg (wer findet Felix?)
Das Abseilen und weitere Absteigen über die Westwand geht dann problemlos und ist durch den leichten Überhang auch nochmal etwas luftig.
Wieder bei Josi angekommen, wuschen wir uns, kochten uns etwas und brachen das bereits gestartete Schachspiel auf Grund akuter Müdigkeit ab und verschwanden im Bett. Für den nächsten Tag stand bereits die Fichtl-Führe auf dem Programm. Da diese ein wenig kürzer ist und wir den Schlaf brauchten, standen wir erst ein wenig später auf. Nach dem Frühstück ging es dann wieder an der Lokomotive vorbei, dieses Mal aber in die Verschneidung des ersten Sellaturms (2696m). Wir stiegen den Vorbau auf, genau dort wo auch der Einstieg der Pilastrini-Führe ist (einzelner Bohrhaken), blieben nach dem ersten Aufschwung aber auf der linken Seite in dem markanten Riss. Es erwartete uns etwas andere Kletterei als noch am Tag davor und wieder waren wir die gefühlt einzige Seilschaft an diesem Tag, die im Schatten umherkletterte.
Schöne Risskletterei
Kalt war uns trotzdem nicht, war es doch, wie schon am Tag davor, sehr warm. Immer wieder spannend auch wie fordernd vermeintlich leichte Touren sein können, wenn die Kletterei einem nicht so geläufig ist. Besonders die vorletzte Seillänge, in der man erst zwischen Blöcken umher und dann in einen Kamin klettert, war zumindest für uns kein Spaziergang. Nichtsdestotrotz war es eine wahnsinnige Erfahrung und die Tour verdient auf jeden Fall das Prädikat „empfehlenswert“. Wir genossen nach dem Abstieg und der Rückkehr zum Auto noch die Sonne und machten uns gemütlich auf den Heimweg, inkl. kurzen Stau vor der Mautstelle Sterzing. Das war aber halb so schlimm, wenn das Wochenende doch so viele Eindrücke hinterlassen hat, an denen man sich erfreuen kann.
Geniales Ambiente in der Vinatzer
Der schottrige Ausstieg (wer findet Felix?)
Am Gipfel des Piz Ciavezes
Abseilen über die Westflanke (dieses Mal gilt es Steffi zu finden)
Nach bestandener Sport-Kletter Instruktoren-Prüfung (yeah!) ging es für uns auch endlich mal wieder draußen Sport-Klettern. So konnten wir zum einen Ausschlafen, aber trotzdem noch ein wenig Fels in die Hände nehmen. Es ging für uns über den Zirler Berg in Richtung Leutasch, da wir der Chinamauer mal wieder einen Besuch abstatten wollten. Es war noch recht frisch, als wir uns an den ca. 20 minütigen Zustieg machten, im Laufe des Tages sollte aber die Sonne noch herauskommen. Wir blieben dieses Mal direkt rechts im sogenannten Doddlwand-Sektor und fanden hier einige sehr lohnende Routen an diesem beeindruckenden Felsriegel. Eine schöne herbstliche Stimmung und angenehme Seilschaften rundeten diesen unspektakulären, aber nicht minder schönen Tag ab.
Es zog uns beide mal wieder raus aus Innsbruck und speziell nach Südtirol hatten wir merkliches Fernweh. Besonders nach unserer so lässigen Tour letztes Jahr am Grödner-Joch. Gutes Wetter und ein freier Samstag waren dann die Kombination, um am Freitagabend genau dorthin zu fahren, die Nacht in unserer Josi zu verbringen und am nächsten Tag der Sonne entgegen in Richtung Einstieg der Adang-Führe zu gehen.
Die letzten Meter vor der Wand
Ein perfekter, wolkenfreier Himmel und absolute Einsamkeit ließen unser Herz an diesem Morgen bereits höherschlagen. Und das Klettern kam ja erst noch. In der 1. Seillänge verliefen wir uns dann aber erst einmal, waren aber dem sehr ausgetüftelten Stand nach der ersten Seillänge im Irgendwo der Wand nicht die ersten denen das passiert. Wir entschlossen uns trotzdem weiter zu gehen und falls wir nicht den richtigen Weg innerhalb der nächsten 2 Seillängen finden würden, wäre der Plan Abseilen gewesen. Wir hielten uns von da an intuitiv extrem weit rechts, weil wir wussten, dass wir zur rechtesten Kante der Wand mussten. Unsere Intuition trügte nicht und so waren wir nach dem kurzen Verhauer wieder „back on track“. Die folgenden 10 Seillängen waren dann durch Homogenität und guter Felsqualität gezeichnet.
Schöne Längen…
Die Stände waren meist mit zwei oder mehr Schlaghaken versehen und so dann gut abzusichern. Aber auch Sanduhren oder gute Placement-Möglichkeiten waren reichlich vorhanden. So geht es dann eine ganze Zeit in herrlicher, vertikaler Bewegungsrichtung dahin. Die Schlüsselstelle in der 11. Seillänge ist dann noch ein steiler Riss mit guten Griffen, der das Piaz-Herz dann nochmal höher/schneller hüpfen lässt. Der Weg zum Gipfel geht vom Ausstieg über Schroffen, zunächst leicht links haltend dann gerade hinauf, in leichtem Klettergelände vonstatten.
Das „Gipfelkreuz“
Am Gipfel des Sas Ciampac wartet ein (sehr) kleines Gipfelkreuz, aber dafür ein sehr schönes Bergpanorama – vor allem gen Norden in die Puezgruppe. Der Abstieg gestaltet sich einfach dem markierten Weg folgend, dafür aber landschaftlich umso schöner. Am Parkplatz unterhalb des Grödner-Jochs kochten wir uns noch eine Kleinigkeit und genossen ein kühles Bier aus unserem Kühlschrank. Die Sonne ging dann langsam unter und wir fuhren mit den Gedanken an diesen schönen Tag zurück nach Innsbruck. Eine sehr lohnende, klassische Route im Südtiroler Kalkgestein. Prädikat: Empfehlenswert 😊
Wer unseren Blog fleißig liest weiß, dass wir Anfang Juni wieder in unserem Lieblings-Tal Val Pennavaire an der ligurischen Küste waren. Wir haben wieder ein kleines Video von unseren Tagen dort produziert und wer sich einen Eindruck in Bewegt-Bildern machen möchte, kann gerne unten klicken 🙂
Besuch aus Wien, warum aber in der Wohnung schlafen, wenn man sowieso plant am nächsten Tag im Ötztal klettern zu gehen? Jessi und Michi waren zu Besuch und wir verbrachten so die Nacht im kühlen Ötztal, um am nächsten Tag in Nösslach klettern zu gehen. Schöne Granitkletterei in einem Gebiet, dass wir tatsächlich lange nicht mehr besucht hatten. Umso motivierender, wenn man dann den eigenen Fortschritt spürt. Am Abend wurden noch einige Burger in Innsbruck verdrückt, um gestärkt für den nächsten Tag zu sein.
Felix in der Schlüsselstelle
Steffi streck dich
Da ging es für Jessi und Michi wieder nach Wien und für uns in die andere Richtung ins Stubaital, um mit dem Elferlift in Richtung Elfer zu starten. Von der Bergstation ging es über die Elferhütte weiter westwärts erst Richtung Elferspitze und dann den Zustieg zum Nordwand Klettersteig entlang bis zu einem schönen Riss – dem Einstieg der Tour Romi. Die Tour ist durchwegs sportklettermäßig gesichert und wenn man sich im 7. Grad wohlfühlt, ist es eine schöne Plaisirtour. Nur mit Querungen sollte man keine Probleme haben, davon gibt es nämlich einige! Und auch bei über 30 Grad in Innsbruck macht eine dünne Jacke definitiv Sinn, besonders wenn Wind angesagt ist. In der Nordwand ist es nämlich ganz schon frisch
Die erste Seillänge
Die erste Seillänge leitet mit toller Risskletterei in die durchwegs sehr kompakte Wand ein. Öfters sieht man noch den ein oder anderen Schlaghaken der Erstbegeher. Auch in zweiten Seillänge, der ersten Querung sieht man sie, die neueren Bohrhaken vermitteln aber ein besseres Gefühl, wenn man gefühlt nur auf den Füßen steht. Die dritte Seillänge ist wieder eine Querung, aber so luftig und gutgriffig, dass es einfach nur Spaß macht und man den Seilzug verschmerzen kann.
Luftige Querung in Seillänge 3.
Seillänge vier bietet dann nochmal tolle Wandkletterei und die fünfte und letzte Länge hat wieder Ecken und Kanten, führt dann aber zum ersehnten Panoramaausblick auf dem Süd-West-Turm. Der Abstieg gestaltet sich logisch, aber anfangs noch recht steil, um dann in angenehmem Gehgelände über die Elferhütte zurück zur Bergstation des Elferlifts zu gelangen. Schöne Halbtagestour, besonders bei heißem Wetter sehr zu empfehlen, wenn man der Hitze entfliehen möchte.
Zwei Tage Urlaub und zwei Tage Wochenende ergeben vier Klettertage, die wir schon sehr herbeigesehnt haben. Das Wetter sollte ganz ok werden und so ging es am Donnerstag in der Früh dann erstmal „to the beach“ um Urlaubsfeeling aufkommen zu lassen. Die steile Kletterei im Gebiet „Tomseibeach“ ist doch so anders als sonst in Tirol und so spaßig. Sendingtime für Felix, hieß bei dieser dynamischen Kletterei eher Maximalkraftprojekt für Steffi. Aber ganz egal wie man es dreht und wendet, der Tag zwischen Bach und Wand war einfach der perfekt Einklang ins verlängerte Wochenende.
Abgerundet wurde dieser Tag noch mit einem Gumpenspringen direkt vor dem Wasserfall und alles direkt neben dem Klettergebiet, also wir geben dem Gebiet nun wirklich 5* für Urlaubsfeeling pur (vielleicht war es aber auch nur unser positiver Mindset 😉 ).
Gumpenspringen neben dem Klettergebiet
Layback-Feeling
Energietanks auffüllen, Routenplanung inkl. Materialsondierung und ab zum Jägerwirt, wo wir eine kurze aber sehr gute Nacht verbrachten. Um 05.35 ging es nämlich schon los zum Einstieg der „Via Romantica“.
Um 07.50 Uhr startete Steffi dann mit der ersten Seillänge von 15 (wie auch bei der Blue Moon machten wir auch dieses Mal wieder ein Rucksackdepot beim Wasserfall).
Routenbeschreibung:
In der 1. Seillänge waren ein paar mehr Bolts, als im Topo angegeben, dafür aber keine Sanduhr. Super Seillänge, um etwas ins klettern zu kommen, was es eh braucht, denn die 2.Seillänge startet dann gleich richtig los. Eine Piaz-Riss-Verschneidung, die unten eher sparsam oben raus zur Schlüsselstelle aber sehr gut geboltet ist. Mittlerweile gut aufgewärmt geht‘s dann weiter im steilen Gelände. Die 3.Seillänge ist zwar kurz benötigt aber etwas Kraft, daher nicht zu lange rummachen, einfach drüber über die steile Stelle und dann nach rechts rausqueren.
Die 3. Seillänge
Die 4. Seillänge geht schnell und leicht von der Hand. Die 5.Länge ist reines Gehgelände. Hier kreuzt die Route die Tour Gemini, die ab nun weiter links hoch geht. Zudem gibt es seit 2018 auch eine etwas schwierigere Variante der Via Romantica die nun rechts wegstartet. Wir steigen allerdings in die klassische körperintensive Verschneidung der 6.Seillänge der Via Romantica ein. Und vor allem im Vorstieg fordert sie schon ganz schön, dennoch kann auch diese Seillänge uneingeschränkt empfohlen werden (vor allem, wenn man sie dann geschafft hat 🙂 ). In der 7. Seillänge wird die Moral nochmals etwas gefordert, da wirken plötzlich leichte Passagen doch nicht so einfach, wenn man nichts legen kann und der letzte Bolt schon etwas unter einem ist. Aber auch die haben wir gut gemeistert und so geht es über eine 2er Platte (wir entscheiden uns gesichert zu gehen) zur so in den Himmel gelobten 9. Seillänge – der superschönen Verschneidung. Steffi überlegt kurz die Wechselführung zu unterbrechen und Felix den Vortritt zu geben, Gleichberechtigung soll aber auch am Fels sein und so geht es nach ein paar tiefen Atemzügen in die einschüchternde Verschneidung. Piazen, Stemmen, Klemmen, Angst, Schieben, Spreizen, Erleichterung, dass die Griffe dann doch gut sind, alles ist mit dabei und „JA“ es ist wirklich eine Traumlänge, aber sollte definitiv nicht unterschätzt werden. Wir würden ihr wahrscheinlich keine 5+ geben, aber das ist ja egal, machbar ist sie in jedem Fall, sofern man etwas über dem Grad steht und einfach nur nicht zu viel Respekt, es hebt ja eh ;).
Eine der wenigen Plattenstellen
Das war‘s jetzt aber wirklich mit den größten Schwierigkeiten und so geht es weiter über eine lässige Platte und etwas Schrofengelände bis zur 13. Seillänge die nochmal richtig lohnend ist und zum Glück da wo man geklettert wird auch schon mehr oder weniger trocken war. Einmal noch Gras überwinden um dann nach dem Wandbucheintrag die allerletzte Seillänge nochmals genießen zu können. Nach 7 Stunden sind wir dann doch happy am Ausstieg zu sein, die Füße tun dann doch schon etwas weh, hat die Tour dann doch etwas länger gedauert als gedacht. Die Temperatur war trotz südseitiger Exposition aber kein Problem, der Wind hat seines dazu beigetragen. Der Weg zur Kopfkraxen (2178m) hoch geht dann dafür schnell und der Gipfelblick und das Wissen, dass nur noch ein Wanderweg zu absolvieren ist, macht schon sehr zufrieden und glücklich und lässt unsere Herzen höher schlagen.
Gipfel der Kopfkraxen (2178m)
Beim Abstieg wird es von Meter zu Meter heißer und so genießen wir die eiskalte Dusche und das glasklare Trinkwasser des Wasserfalls beim Rucksackdepot sehr. Glückselig lassen wir den Abend dann noch am Hintersteinersee ausklingen, mit dem Kaiser-Massiv im Rücken.
Da der Wetterbericht für Samstag nicht so gut gemeldet hat und ein Entspannungstag ab und zu auch wichtig ist, machen wir am Samstag genau nichts, außer Routenplanung.
Roter Berg
Aus der Route wurde dann am Sonntag allerdings leider nichts, da es die ganze Nacht sehr stark geregnet hat und die Westseite am Morgen noch pitschnass war. So gab es als Alternativprogramm halt Sportklettern in der Haslerschlucht – könnte schlimmer sein.
Nach einem super Sportklettertag, netter OÖ-Bekanntschaft und kühler Luft ging es nach baden und kochen am Bach dann wieder zurück nach Innsbruck.
Ein erfüllendes und gelungenes Wochenende geht dem Ende zu und wir hoffen, dass wir dem Koasa bald wieder einen Besuch abstatten können.
Mal wieder ein Outdoor-Wochenende, begonnen mit entspannter Kletterei nahe Innsbruck im hochgelegenen Gebiet Galerie, in dem wir an diesem Samstag erstaunlicherweise sogar alleine waren. Vielleicht aufgrund der unsicheren Wetterprognose…
Der Panorama-Steig macht seinem Namen alle Ehre
Am Abend ging es dann noch in Richtung Unterland, wo wir uns mit Freunden Dani und Fabi im Gebiet des Wilden Kaisers trafen. Der kurz einsetzende Regen blieb glücklicherweise bei einem Schauer und so stand der geplanten Grillerei nichts mehr im Wege. Der nächste Tag verschlug uns nach Fieberbrunn zum Panorama-Klettersteig Henne mit der Variante Da Luftig, eine willkommene Abwechslung mal wieder mehr Höhenmeter in kurzer Zeit zu machen und trotzdem im Vertikalen unterwegs zu sein. So machten wir gleich zwei Gipfel an diesem Tag, da wir nach der Henne (2078m) noch über den Grat zum nördlich gelegenen Verbundgipfel gingen. Der Rückweg führte uns anschließend am Wildsee und dem Wildseeloderhaus vorbei. Wir ließen den Tag schließlich an einem Gebirgsbach im Tal ausklingen und konnten die Energietanks nochmal vollends für die bevorstehende Woche auffüllen.