Adventures von Steffi und Felix

Willkommen auf dem Blog von Steffi und Felix. Wir leben in Innsbruck und sind öfters in der wunderschönen Region rund um Tirol unterwegs. Wir lieben den (Berg-)Sport und nutzen den Blog um immer mal wieder über Touren, Reisen oder Erlebnisse zu berichten.

  • You are not going climbing, you are going to jail!

    Klettern ohne Grenzen in Italien, Slowenien und Kroatien, das war die Mission für uns dieses Jahr an Ostern. Zusammen mit unseren Freunden Franzi und Dominik, die schon in Arco mit uns unterwegs waren trafen wir uns in Triest für den ersten Zwischenstopp. Nach der ersten Nacht auf einem Parkplatz über dem Golf von Triest kletterten wir am ersten Tag bei schönstem Wetter im Gebiet „Costiera“. Das südausgerichtete Gebiet bot schöne Sinterkletterei, war aber durch die Exposition fast etwas zu warm. Aber wir beschwerten uns nicht, daheim in Innsbruck regnete es an diesem Tag bereits. So nutzten wir den Tag vornehmlich zum reinkommen 🙂 Durch Triest ging es am Abend dann in Richtung Slowenien zu dem Parkplatz des Gebietes Crni Kal, in welchem wir aber nicht kletterten, da Franzi und Dominik nicht allzu begeistert von dem Sektor berichteten. In der Nacht kamen dann auch noch einige andere Kletterer auf den Parkplatz, um ebenfalls dort zu nächtigen, weswegen wir uns dann entschlossen in „Osp“ klettern zu gehen mit der Hoffnung, das dort eventuell etwas weniger los sein könnte bzw. es sich mehr verteilt. Ein Trugschluss 😀 In „Osp“ war logischerweise auch sehr viel los, dennoch war es ein schöner Tag dort bei perfekten Kletterbedingungen und tollen Routen. In „Osp“ sollte wirklich jeder einmal geklettert sein! Die Nacht verbrachten wir unwissentlich kurz vor der slowenisch-kroatischen Grenze, was wir am nächsten Tag zu spüren bekamen. Erst fragte uns der Grenzler der slowenischen Seite, ob wir denn gut geschlafen hätten und fügte hinzu, dass das freie Schlafen in Slowenien verboten sei, er aber „nichts gesehen“ habe. Glück gehabt! Sein kroatischer Kollege war schon etwas „bissiger“ und befragte zunächst uns, ob wir Drogen oder Waffen dabei hätten, um danach Franzi und Dominic noch etwas mehr in die Mangel zu nehmen. Bei den beiden schien er etwas zu vermuten, weswegen er Dominic darauf hinwies, dass wenn er jetzt zugeben würde etwas zu haben, es bei einer Geldstrafe bleiben würde. Falls er doch etwas finden würde, war die klare Ansage: „You are not going climbing, you are going to jail!“ Dominic verneinte guten Gewissens und so durften wir dann doch unsere Reise fortsetzen.

    Kroatien zeigte sich dann im Klettergebiet „Kompanj“ von seiner besten Seite. Auch hier war am Osterwochenende verständlicherweise viel los, aber es verteilte sich sehr gut auf die vier Sektoren. Wir waren im Sektor Krankenhaus und hatten enorme Freude an der leicht überhangenen Loch- und Wandkletterei. Der nächste Tag brachte dann viel Regen und Gewitter, was Franzi und Dominic zur Heimreise veranlasste, die beiden waren auch schon einige Tage länger als wir unterwegs. Nach einigem hin und her entschieden wir uns nochmal Richtung Süden, genauer zum Limski Kanal aufzubrechen und unser Glück  zu versuchen, vielleicht doch noch zwei Tage Klettern zu können. Den Rest von unserem Ruhetag verbrachten wir bei leicht bewölktem Himmel in der Hafenstadt Rovinj. Abends fing es dann leicht zu tröpfeln an, was uns auf unserem Schlafplatz auf einer Klippe über dem Limski Kanal dank Josi aber nicht weiter störte 😉 Der nächste Tag brach dafür ohne Wolke am Himmel an und wir waren guter Dinge, dass die allesamt südlich ausgerichteten Gebiete am Limski Kanals sicher schnell auftrocknen würden und dem war auch so. Den ersten Tag bekletterten wir den Sektor „Krugi“, der super Kletterei an Sintern und Löchern, sowie auch wirklich schwere Touren zu bieten hat. Den Tag darauf genossen wir nach abermals Regen in der Nacht und Sonnenschein am Tag im Sektor Simije, um uns am Nachmittag an den Heimweg zu machen, welchen wir über Triest – Tolmezzo (der Plöckenpass ist ein wirkliches Highlight!) – Bruneck – Brixen – Innsbruck bewältigten. Schon auf dem Plöckenpass wurden wir von Schnee begrüßt, was sich in einen Schneesturm am Brenner steigerte. Schön wieder zu Hause zu sein 😀

    Kletterführer Kroatien

    Kletterführer Adriaküste (Italien, Sowenien und Kroatien)

  • Frühlingsgefühle

    Nach zwei (Serles, großer Solstein) nicht so gelungenen Skitouren die Wochenenden davor, beschloss Steffi, das Glück auf ein Neues zu versuchen. So machte sie sich mit Franzi um kurz vor 7:00 Uhr von Innsbruck auf den Weg ins Kühtai, um an diesen wunderschönen Samstag den Rietzer Grießkogel (2880m) zu besteigen. Nach schwach 200 Höhenmeter mit den Skien am Rücken, konnten die Ski angeschnallt werden und es ging ohne weiteres Abschnallen auf den Gipfel (Tipp: Momentan ist der Aufstieg entlang der Forststraße – Start nach dem zweiten Tunnel, schneereicher).

    Dem Bach folgend darf man die Abzweigung nach rechts in Richtung Grießkogel nicht übersehen. Ab dann geht es, mit ständigem Blick auf den Gipfel, in Richtung Skidepot (etwa 150 Höhenmeter unterhalb des Gipfelkreuzes). Über kleine Wechten und leichte Block“kletterei“ geht es in Begleitung von traumhafter Kulisse die letzten Meter zum Gipfelkreuz. Am Gipfel wärmte sich bereits ein anderer Tourengeher in der Sonne. Nach ausgiebiger Gipfeljause und sehr netten Gesprächen starteten wir dann zu dritt gegen 11:00 Uhr den Abstieg. Einige weitere Tourengeher waren noch am Aufstieg, als wir unsere Ski bereits wieder anschnallten. Unser Timing war dieses Mal top und so genossen wir die Abfahrt bei wirklich guten Schneeverhältnissen. Da tat es auch nicht weh, dass wir die letzten Meter zum Auto die Ski wieder tragen mussten. Müde, zufrieden und mit großer Vorfreude auf das Mittagsschlaferl machten wir uns wieder auf den Weg nach Innsbruck!

  • Josi’s Debut

    Nach vielen, vielen Stunden Arbeit, die wir in unseren VW T5 Bus „Josi“ gesteckt haben, war es nun endlich soweit und wir nutzten das Wochenende, um sie erstmals auszufahren und auf Herz und Nieren zu testen 🙂 Gestartet wurde das Wochenende mit einem Klettertag in Telfs im Gebiet Arzbergklamm, genauer im Sektor Load. Tolle Kletterei in teilweise etwas brüchigem Kalk. In diesem Sektor hatten wir zwar keine Probleme mit Steinschlag, es sollte aber grundsätzlich ein Helm beim Sichern in diesem Gebiet getragen werden.

    Der ursprüngliche Plan für den nächsten Tag war die Serles Nordrinne, aber der Frühjahrseinbruch hat selbst die Schneereserven dort schon ziemlich vernichtet und auf Basis eines Erfahrungsberichtes eines Freundes (danke Hannes!), der dort in der Nähe unterwegs war, planten wir spontan um und so sollte der Große Solstein das Ziel des nächsten Tages sein. Wir fuhren bis nach Hochzirl, um auf dem Weg Richtung Bahnhof einen schönen Stellplatz für die erste Nacht in unserem neuen Heim auf Rädern zu finden. Alles funktionierte einwandfrei, vom Umbau des Bettes, bis hin zu den Vorhängen bewährte sich alles 🙂

    Am nächsten Morgen klingelte der Wecker um 06:00 Uhr und um 07:00 Uhr, nach Frühstück und Kaffee, trafen wir uns mit Matze und es ging vom Bahnhof Hochzirl in Richtung Gipfel. Wir stellten uns schon auf einen langen Hatscher mit Skiern auf dem Rücken ein und waren deshalb nicht demotiviert, als weit und breit kein Schnee zu sehen war, auch eine Stunden nach dem Start noch nicht. Erst als wir am Solsteinhaus auf knapp 1800 Metern ankamen und nach wie vor nicht wirklich Schnee zu sehen war, machte sich ein wenig Unmut breit. Nach kurzer Lagebesprechung entschieden wir uns gegen den mühsamen Aufstieg durch die Latschen des Nordhanges, da das Abfahren auch nicht mit viel Spaß verbunden gewesen wäre. Wir sahen das Ganze als Trainingswanderung und kamen gegen Mittag wieder am Auto an. Wir hatten ja wenigstens noch den Samstagnachmittag und Sonntag und machten uns – nachdem wir Matze daheim abgeliefert hatten – in Richtung Ötztal, um in Sölden ein Klettergebiet anzusteuern, dass wir sonst sicher nie besucht hätten, da es nur 6 Routen zu bieten hat und die Anfahrt von IBK doch ihr 60 Minuten in Anspruch nimmt.  Doch das Gebiet Freizeitarena hat seinen Charme. Auf dem Gegenhang rutschten einige Skiverrückte den weiß-braunen Strich, der sich Richtung Tal hinabschlängelte und wir genossen die Zweisamkeit bei wirklich toller Kletterei! Die Route Bloody Fingers ist eine abwechslungsreiche und absolut coole Linie in feinstem Granit. Nachdem wir uns noch etwas ausgepowert hatten schafften wir es sogar bei der Moosalm (Ausfahrt K) einen Schlafplatz in Sölden (!) zu finden.

    Den nächsten Tag starteten wir in Obergurgl mit etwas alpinem Skifahren, aber das Wetter war nicht ganz so wie geplant und deshalb strichen wir ab 14:00 Uhr die Segel, unter anderem auch weil die Bloody Fingers noch auf ihren Durchstieg wartete 😉 Mit diesem in der Tasche ging es am späten Nachmittag und mit Pizza im Magen wieder Richtung Innsbruck. Josi hat ihre Bewährungsprobe bestanden und so steht dem ersten längeren Test in Kroatien nichts mehr im Weg 🙂

  • Wir waren wie ihr wisst auf der Winnebachseehütte unterwegs und dieses Mal wir haben versucht auch mal eines unserer Skifahrerischen Adventures in ein Video zu packen 🙂 Viel Spaß mit dem kurzen Edit 😉

  • Winnebach-Weekend Teil 2

    Die Hütte füllte sich am Samstagabend bereits merklich, was zu vielen spannenden Gesprächen führte, aber natürlich auch die Chance auf unverspurte Hänge am nächsten Tag schmälerte, doch es kam anders als erwartet 🙂

    Da wir am Freitag bereits die Tour auf den Breiten Grieskogel unternommen hatten wussten wir, dass der gute Schnee vor allem in den schattigen Hängen liegt. Unsere Abschluss-Tour sollte also die Tour auf den Bachfallenkopf werden, wobei wir von Vornherein einen Gipfelanstieg ausschlossen, da sich die 2 Stunden Kraxelei laut Hüttenwirt wohl nicht sonderlich auszahlen, wenn man auf einen „Gipfelsieg“ verzichten kann. Zu einer ähnlichen Zeit wie schon am Tag davor starteten wir wieder von der Hütte los und waren das erste Mal überrascht: Wir waren schon wieder alleine! Eine 4er-Gruppe vor uns machte teilte sich mit uns noch den Anfangsanstieg bis zum Gletschersee, der östliche der Winnebachseehütte gelegen ist, um dann aber weiter über den Bachfallenferner südlich zu ziehen.

    Wir bogen wie geplant beim Gletschersee ab und machten uns an die letzten Höhenmeter bis zum Skidepot des Bachfallenkopfes. Schon beim Anstieg merkten wir, dass unser Plan aufgegangen war: Super pulvriger Schnee auf einer kompakten Schneeschicht. Dieses Mal genossen wir unsere Jause in der immer mehr durchbrechenden Sonne länger als am Vortag, um uns dann auf die herrliche Abfahrt über den Gletscher zu bewegen. Der Hang auf dem Gletscher war der perfekte Abschluss des Wochenendes, danach ging es für uns nämlich nur nochmals kurz zur Hütte und dann zurück in Richtung Gries, um die Heimfahrt anzutreten. In den nächsten Tag folgen auch noch ein paar Bewegt-Bilder, man darf also gespannt bleiben 🙂

  • Winnebach-Weekend Teil 1

    Schon seit zwei Jahren hatten wir einen Besuch der Winnebachseehütte im Ötztal geplant und nun war es endlich soweit. Nicht ganz unpassend, zur derzeitigen nicht allzu guten Schneesituation, da die Hütte bereits auf 2362 Metern liegt und uns die Skitouren drumherum nahezu alle auf über 3000 Meter führten. Freitagnachmittag ging es mit Josi in das Ötztal und über Längenfeld nach Gries, wo der Parkplatz der Hütte gelegen ist. Ein kurzes Stück die Straße weiter rauf erreichten wir den „Einstieg“ zur Skiroute. Wir waren recht glücklich, dass es wie schon vor 2 Jahren auf der Potsdamer Hütte leicht schneite, es versprach also wenigstens ein paar Zentimeter Neuschnee. Den hatte es auch wirklich nötig, was wir unter anderem beim Aufstieg durch einen Latschengürtel deutlich spürten: Steine und keine Unterlage waren leider keine Seltenheit. Pünktlich zum Sonnenuntergang kamen wir auf der Hütte an und waren überrascht, mit nur 5 anderen Tourern die einzigen Gäste zu sein. Nach einem kurzen Plausch mit dem Hüttenwirt wurde der Breite Grieskogel, mit 3287 m der höchste Berg im Winnebachtal, als Tagesziel für den nächsten Tag auserwählt.

    Gestartet wurde früh, da wir das angekündigte gute Wetter ausnutzen wollten. Um 8:15 Uhr setzten wir uns somit in nördliche Richtung in Bewegung, immer in Richtung Letschhorn über das kupierte Gelände des Winnebachkars. Wir planten eine Abfahrt Zwiselbachjoch mit ein, um schon einmal die Schneequalität zu prüfen und wurden sehr positiv überrascht! Der Schneefall hatte seinen Soll erfüllt. Vom Zwieselbachjoch ging es die letzten 400 Höhenmeter in südwestliche Himmelsrichtung auf den Grießkogelferner zu und wir freuten uns bereits auf die Abfahrt auf dem durchgehend ~ 38° steilen Gletscherm. Den obwohl wir langsamer als erwartet unterwegs waren, war nicht eine einzige weitere Menschenseele zu entdecken und der Hang bot unberührten Pulverschnee. Kurz vor dem Gipfel tauchte dann auf dem Zwiselbachjoch eine regelrechte Horde in Form einer 20 Frau- und Mannstarken Tourengruppe auf, die sich von der Schnweinfurter Hütte aus aufgemacht hatten. Die Firstlines blieben uns zum Glück doch und wir wurden mit perfektem Schnee belohnt.

    Die Abfahrt zurück ins Tal war eine riesige Spielwiese über Kuppen und Kanten und bescherte uns den bis dato besten Skitourentag 2017. Zum Abschluss gingen wir dann noch auf die Ernst-Rimlspitze nahe der Hütte und genossen die letzten Sonnenstunden des Tages. Auf der Hütte waren bei unserer Ankunft schon deutlich mehr Gäste eingetroffen…. dass wir am nächsten Tag trotzdem nochmal alleine unterwegs sein sollten, war uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst 🙂 Wie es weiterging lest ihr in Teil 2 😉

  • Sonntagstour in den Kalkkögeln

    Unter der Woche ging es für uns bereits zum Klettern, aber das Wochenende wurde wieder genutzt um Schnee unter die Füße zu bekommen. Wir hatten leider nur den Sonntagvormittag über Zeit, weswegen wir uns für einen kurzen Abstecher in die Axamer Lizum entschieden. Recht spät ging es mit der Olympiabahn hinauf zum Hoadl und von dort aus über den Rücken der Damenabfahrt zum Hochtennboden. Oben angekommen verschafften wir uns einen Überblick in den drei Rinnen der Kalkkögel. Zu unserer Überraschung waren wir (noch) komplett alleine. Für uns sah die rechte Rinne am vielversprechensten aus und wir beschlossen über die bereits bestehende Aufstiegsspur bis zur Hälfte aufzusteigen und dann nach rechts zu queren, um uns ein Bild von der Schneelage machen zu können. Schon bei der Abfahrt vom Hochtennboden wurden wir von gutem Schnee überrascht. Der Schneefall am Freitag war wichtig!!

    Unten fellten wir auf und verfolgten unseren Plan. Als wir dann querten um in den rechten Teil des Geländes zu kommen zeichnete sich bereits durch Spindrift auf dem oberen Kamm ab, dass die rechte Rinne ein reiner Triebschneehang war. Über Bereiche mit wenig Schnee gingen wir bis oben weiter und gingen dann über dann Grat ostwärts um zu der mittleren Rinne zu gelangen, die weniger windbeeinflusst war. Guter Schnee war noch zu finden, wenn auch schon einige Spuren vom Samstag vorhanden waren. Die Bewegung tat trotzdem gut und um 12:30 Uhr waren wir bereits wieder zu Hause. Innsbruck Lifestyle halt 😉

  • Rinnenparadies

    Wie schon am Vortag ging es abermals für uns nach Seefeld, um den guten Schnee vielleicht nochmal zu erwischen. Wir wählten diesmal die Abfahrt von der Seefelder Spitze aus. Wir erwischten die erste Gondel auf’s Seefelder Joch und von dort ging es südwärts in wenigen Minuten bis auf 2221 Höhenmeter. Von dort fuhren wir das erste Mal an diesem Tag ab, erst wieder etwas weiter südwärts bis zu einer kleinen Scharte und dann ostwärts auf einem schönen Westhang in den Gamsgarten. Der Schnee war vergleichbar zum Vortag, wenn auch stellenweise sehr wechselhaft von Harsch zu Pulver.

    Unten angekommen fellten wir wieder auf, um die kleine Anhöhe über den Breiten Sattel hinter uns zu lassen und weiter zur Kotzengruben zu kommen. Auf dem Breitensattel sichteten wir bereits eine Rinne unseren Geschmackes und so folgten wir erst noch einer Spur ostwärts um dann hoch in Richtung Nordrinnen vorzustoßen. In den Nordrinnen lag nach wie vor super Schnee und so „kämpften“ wir uns mit Spitzkehren bis in die Rinne der Begierde vor. Wir erwischten wieder super Schnee bei der Abfahrt, wenn auch leicht schlechter als am Vortag, da sich bereits ein leichter Harschdeckel gebildet hatte. Dennoch genossen wir die Abfahrtshöhenmeter bis zur Eppzirler Alm, von der es dann wieder am Gießenbach entlang bis nach Gießenbach ging, von wo aus wir den Skibus zurück nach Seefeld nahmen.

  • Many friends on powderdays

    Lange, lange gab es schon wieder keinen Neuschnee und der letzte Schneefall ist auch schon wieder eine gute Woche her. Wo guten Schnee finden? Glücklicherweise bietet Tirol so viele Möglichkeiten, dass man sogar den Föhneinbruch manchmal umgehen kann 🙂 Durch einen „Geheimtipp“ (danke Köbi 😉 ) fuhren wir nach Seefeld, um dort die nordseitigen Rinnen rund um den Gamsgarten, Kotzengruben und Kuhlloch etwas genauer in Augenschein zu nehmen. Wir, also eine Gruppe von insgesamt 7 Leuten, davon nur ein Dirndl – ihr ahnt es, es war Steffi 😀 – macht sich vom Seefelder ostwärts hinunter zur Eppzirler Alm. Die ersten Höhenmeter waren noch super Pulver, unten hinaus eher schwerer Schnee zwischen den latschen.

    Trotzdem wurde unten im Talboden aufgefellt, denn wir entdeckten noch einen unverspurten Hang neben dem Kuhlloch. Schon beim Aufstieg stellten wir fest, dass der Schnee gut konserviert wurde und wir freuten uns schon auf die Abfahrt. Auf ca. 2200 Metern Seehöhe machten wir Halt. Einen „Gipfelsieg“ gab es demnach an diesem Tag nicht, aber dafür 500 Hm unverspurten Pulver, den alle Teilnehmer der Unternehmung mehr als genossen. Zielpunkt danach war wieder die Eppzirler ALm, von der aus nach kurzer Einkehr weiter am Gießenbach entlang zurück nach Gießenbach ging, wo wir unsere Autos in der Früh bereits deponiert hatten. Schon bei der Ankunft unten wussten wir, dass wir der Gegend am nächsten Tag wieder einen Besuch abstatte würden 🙂

  • Bewegungstherapie in der Wildschönau

    Eigentlich wollten wir mit Steffis Eltern ein Wochenende auf einer Hütte verbringen und von dort aus verschiedene Touren machen. Leider waren am Wochenende alle Hütte bis April ausgebucht und so beschlossen wir in die Wildschönau zu fahren und suchten uns im Tal eine kleine Pension. So landeten wir bei der sehr netten Frau Stöckl, die mit über 80 Jahren die Pension noch alleine in Schuss hält. Es war wirklich eine sehr nette gemütliche Unterkunft. Da Felix immer noch etwas krank war, gingen wir am Freitag nur eine ganz kleine Tour zu einer Alm, um die Umgebung kennen zu lernen. Der Schnee war leider alles andere als gut. Am nächsten Tag entschieden wir uns für das bekannte und viel begangene Feldalphorn, da wir hofften, dass der Schnee, wenn er stark verspurt ist leichter zu fahren ist. Dem war dann auch so. Zu unserer Überraschung hatten wir im Gipfelbereich sogar noch teils unverspurten Pulverschnee. Am Sonntag war das Wetter dann nicht mehr ganz so gut und somit beschlossen wir eine kurze Abschlusstour auf die Breiteggernalm zu machen. Aufgrund der schlechten Schneeverhältnisse fuhren wir dann die Forststraße ab.

    Trotz den nicht wirklichen guten Verhältnissen war das Wochenende ein sehr gelungener Kurzurlaub. Das gute Wetter, die nette Gesellschaft und das Karten spielen am Abend entschädigten für die Abfahrten auf den Harschdeckeln. Außerdem ist die Wildschönau auf alle Fälle wieder mal einen Besuch wert, da sie sehr viel Potenzial für Powdertage hat – besonders auch bei nicht so sicheren Verhältnissen.