Adventures von Steffi und Felix

Willkommen auf dem Blog von Steffi und Felix. Wir leben in Innsbruck und sind öfters in der wunderschönen Region rund um Tirol unterwegs. Wir lieben den (Berg-)Sport und nutzen den Blog um immer mal wieder über Touren, Reisen oder Erlebnisse zu berichten.

  • Dahoam

    Seit unserem Norwegen-Trip sind schon wieder 5 Wochen vergangen, die Zeit vergeht einfach zu schnell… Auch haben wir es seit dem nicht mehr ganz so oft zum Klettern geschafft, wie wir eigentlich wollten. Zum Glück gibt uns Innsbruck aber die Möglichkeit auch mal nur einen halben Tag klettern zu gehen, lohnen tut es sich ja dann doch immer 🙂 Das Klettergebiet auf der Nordkette lädt mit seinem Blick aber auch dazu ein, mal ein paar mehr Stunden zu investieren und eventuell sogar ein kleines Mittagsschläfchen auf über 2000 Hm zu machen 😉

    Ein Gebiet, das für uns komplett neu war, ist „Mull“ an der Martinswand. In westliche Richtung von den Hauptsektoren Dschungelbuch & Co. gelegen, hat dieses kleine aber feine Klettergebiet seine ganz eigene Daseinsberechtigung 🙂 Auf jeden Fall einen Besuch wert, gerade wenn es an der Martinswand mal wieder zu voll ist. Topo findet ihr hier.

    Mull-5

    Bleibt dran, bald kommt das Video unserer Norwegen²-Reise 😉

  • Norwegen²

    Vor gut zwei Wochen sind wir aus Norwegen zurückgekommen und haben endlich alle Bilder sortiert und Zeit gefunden, einen kurzen Reisebericht zu schreiben. Die/Der ein oder andere hat sich vielleicht gefragt, wieso während der Reise nichts kam?! Nun ja, wir haben uns entschieden den Urlaub ohne Handy und Laptop zu verbringen, damit wir die 3 Wochen auch wirklich genießen können. War nicht die schlechteste Idee 😉

    Aber nun zu der Reise: Wie schon 2015 ging es wieder mit dem Auto hoch, nur dieses Mal nicht mit unserem CamPolo sondern mit Josi und nicht über die Deutschland-Verbindung nach Schweden, sondern direkt von Hirtshals (Dänemark) mit der Schnellfähre nach Kristiansand (Norwegen). Wir fuhren die Nacht davor von Innsbruck aus durch und waren tatsächlich innerhalb von 21 Stunden in Norwegen. Zufälligerweise hatten unsere Freunde Theresa und Flo (www.secondunitmedia.com) die gleiche Fähre gebucht was uns ermöglichte, die ersten Tage des Urlaubs gemeinsam zu verbringen. Das Klettergebiet in Kristiansand lachte uns nicht sonderlich an, weshalb wir nach einer Nacht ganz im Süden Norwegens ins Landesinnere steuerten und zu einem bekannten Gebiet aus dem ersten Norwegenbesuch fuhren: „Urdviki“! Nach wie vor ein geniales Gebiet, mit toller Kulisse und perfektem Granit. Und entgegen der Information aus unserem Kletterführer sogar regensicher, wenn es nicht komplett waschelt.

     

    Danach zog es uns an norwegentypischen Campspots weiter in Richtung Norden um nochmals an einem bekannten Gebiet („Espedalen“) halt zu machen. Das Wetter war nach wie vor auf unserer Seite, weswegen wir uns in dieser Gegend eine Zeitlang aufhielten und auch noch ein neues Gebiet namens „Reskjem“ auskundschafteten. Granit in seiner reinsten Form und Klettern zum Fürchten stand hier auf dem Programm. Aber auch athletische Kletterei wurde geboten und je mehr man kletterte umso mehr kam man in den Flow.

     

    Dann kam erstmals das schlechte Wetter und die Wege von uns 5 – Hund Grizzly war nämlich auch von der Partie – trennten sich. Theri und Flo zog es mehr Richtung Westen und für uns ging es weiter nordwärts nach Flâm, wo wir zwei Freunde – Mathilda und Fred, schöne Grüße 😉 –  besuchten. Das schlechte Wetter hatte mittlerweile vollen Einzug erhalten, weshalb wir uns nach dem Wetterbericht richteten und unsere Reise gen Westen fortsetzten, da das Wetter dort am stabilsten war. Es war eine gute Entscheidung, lernten wir doch so das Wahnsinnsgebiet „Avsnes“ kennen, was nicht nur tolle Kletterei bietet, sondern auch ein Angelspot der Sonderklasse ist! Außerdem bekamen wir einen wunderschönen Sonnenuntergang geboten!

     

    Allerdings trafen wir auf alte Bekannte aus unserem Schottland-Trip: MIDGES! Nicht annähernd so viele und so nervig wie bei den Brave Hearts, aber allemal genug um unsere Erinnerungen an diese kleinen Biester wachzurufen. An der Westküste waren dieses Jahr generell recht viele zu finden, wir vermuten auf Grund des quasi nicht vorhandenen Windes…

    Wir blieben im Westen am Nordfjord und hatten wunderschöne Erlebnisse, über Felix‘ erste gefangene Meerforelle, die in Zusammenhang mit selbst gesammelten Eierschwammerln einfach nur hervorragend schmeckte, über tolle Gegenden und tolle Menschen. Leider hielt das schlechte Wetter dann doch irgendwann auch bei uns Einzug, was wir nutzten um Meter zu machen und zu einer Plandestination dieses Urlaubes zu gelangen: „Beachen“ bei Stryn. Ein weiteres Gebiet, dass wir aus unserem ersten Trip schon kannten und welches wieder nicht enttäuschte. Man muss allerdings sagen, dass es trotz seiner regensicherheit bei Regen bzw. Nebel nur eingeschränkt zu empfehlen ist, da die Griffe sehr schmierig werden. Nichtsdestotrotz muss man dort gewesen sein! Für Felix war es besonders erfolgreich, da er sich ein Traumprojekt – „Brille Fin“ – abholen konnte, dass er vor 2 Jahren schon einmal kennen gelernt hat 😊

     

    In dieser Zeit machten wir auch unseren ersten richtigen Rest-Day von insgesamt dreien in diesem Urlaub 😊 Wir nutzten ihn um eine Wanderung mit Gipfelübernachtung auf dem 1577m hohen „Skarsteinfjellet“ zu machen. Bis darauf, dass unsere Isomatten beide das zeitliche segneten eine tolle Unternehmung mit wunderschönen Momenten. Ausgangspunkt war das Dorf „Innvik“ von dem aus man noch bis „Drageset“ fahren kann (Tipp: Man kann die 2 Schranken öffnen und spart sich so noch gut 200m!). Der Weg führt dann einfach auf dem Rücken des markanten Berges bis zum Gipfel, was am Ende nochmal ein ziemlicher Hatscher ist, aber es lohnt sich. Wunderschön auf dem Weg ist auch die kleine, mit liebe eingerichtete Schutzhütte auf 800 Höhenmeter. Von oben konnten wir glücklicherweise sogar Polarlichter mit der Kamera einfangen 😊

     

    Das Wetter gab uns unsere weitere Reiseroute vor und die führte uns nach „Molde“ und danach „Kristiansund“. Für „Molde“ kauften wir uns im „Platou Sport Molde“ den Kletterführer. Wir bekamen dort die beste und kompetenteste Beratung, die wir je erlebt haben!! Sehr zu empfehlen dort vorbei zu schauen, wenn ihr Infos über das Klettern in „Molde“ haben möchtet! Und es lohnt sich, denn „Molde“ hat sowohl Sport, als auch Trad-Routen zu bieten und darüber hinaus sowohl Single-, wie Multi-Pitch! Und die Trad Routen sind wirklich Trad! Schlaghaken gibt es dort nicht 😉

     

    Der vorletzte Kletterspot war dann „Kristiansund“ und auf dem Weg dorthin über die Antlantikvehen wurde nochmal geangelt 😊 Wir wollten vor zwei Jahren schon dort klettern, aber das Wetter ließ es nicht zu… dieses Jahr hatten wir Wahnsinns Glück mit dem Wetter, aber dafür vermiesten die Midges ein wenig den Klettergenuss. Aber dennoch ein tolles Gebiet mit der schönsten 6b+ und 6c die wir jemals geklettert sind!

     

    Von dort ging es dann wieder südwärts nach „Olso“, wo wir nochmal Theri und Flo und zwei Freunde von ihnen trafen und noch zwei schöne Klettertage in einem Gebiet direkt bei Oslo hatten („Hauktjern“). In dem riesigen Gebiet sind einige Bereiche sogar regensicher!

    Zusammenfassend war es wieder eine tolle Reise und wenn wir Tipps geben müssten wo man hinfahren sollte: Wenn ihr die Möglichkeit habt: Fahrt mit dem Wetter! Im Sonnenschein schaut alles schöner aus und macht mehr Spaß! Norwegen hat so viele schöne Flecken das es keinen Sinn macht die angeblichen Touristenhighlights abzuklappern und dann diese „Must-Sees“ nur im Regen zu sehen…

     

  • Stände ohne Ende

    Vor unserem Norwegentrip wollten wir unbedingt nochmal eine alpine Mehrseillängentour in der näheren Umgebung gehen. Durch Arbeit und schlechtes Wetter zog sich das geplante Unterfangen aber immer weiter nach hinten. Bereits seit zwei Wochen hatten wir dann endlich einen Termin fixiert, an dem auch das Wetter am Wilden Kaiser zu passen schien. Kurz vorher änderte sich aber die Prognose (richtigerweise) und wir änderten unseren Kurs von Osten nach Süden, um einmal mehr das geniale Ambiente der Südtiroler Dolomitengegend zu erleben. Zusammen mit Josi ging es Abend bereits ans Sellajoch, wo wir die Nacht verbrachten um am nächsten Tag möglichst zeitig in den Klassiker „Kasnapoff“ einzusteigen. Wir waren die ersten, aber nicht die letzten 🙂 Bereits beim Einstieg waren hinter uns zwei andere Seilschaften, die sich auch auf den Einstieg vorbereiteten.

    Die Route verdient ihre Popularität zu 100%, da es tolle Seillängen sind, eine schöne als die andere. Wir nutzen das häufige Teilen der Stände gleich, um weitere Erfahrungen im Bereich Alpinklettern zu machen und bauten beispielsweise unsere ersten komplett alpinen Stände. Dank geht an dieser Stelle an die nette Südtiroler Seilschaft hinter uns, die uns bei Fragen Rede und Antwort stand und generell eine lustige Bagage waren 🙂

    Die 11 Seillängen vergingen wie im Flug, trotz einiger kleiner Verhauer, die vor allem auf die teilweise wild geschlagenen Schlaghacken zurückzuführen waren, aber nie tragisch waren. Da der Fels eine für Kalk ungewöhnliche Kompaktheit aufwies, war das Legen von Zusatzsicherung oft möglich und machte die Route abermals zu wirklicher Genusskletterei. Eine Info zum Schluss: Es existieren einige Topos, die alle nicht immer ganz ins Schwarze treffen. Die logische Linie zu wählen ist in der Tour aber meist der richtige Weg 😉

  • Vor Kurzem ging es bei uns drunter und drüber, Steffi musste viel arbeiten und Felix hatte eine Masterarbeit abzugeben. „Glücklicherweise“ haben wir bereits im Februar einen Flug nach Mallorca zu einer guten Freundin gebucht. So flogen wir, ob wir wollten oder nicht, für 6 Tage nach Palma de Mallorca und verbrachten wunderschöne Tage auf der balearischen Insel. Und oh Wunder: Trotz der „Zwangspause“ ging sich alles wunderbar aus 🙂 Man muss das Leben genießen, es ist zu kurz um Sehnsüchte zu unterdrücken und Leidenschaften nicht auszuleben…

     

  • Spaß-Garant im Oberland

    Ein langes, gemeinsames Wochenende stand seit langem mal wieder vor der Tür. Geplant hatten wir ursprünglich ins Unterland ans Dietrichshorn zu fahren, aber leider machte uns das Wetter und der angesagte Regen einen Strich durch die Rechnung. Zum Glück wohnen wir durch die Innsbrucker Lage flexibel und es wurde kurzer Hand in Richtung Oberland aufgebrochen. Samstag früh fuhren wir Richtung Reutte und weiter Richtung Deutscher Grenze, um kurz vor ebendieser im Klettergebiet „Kraftwerkwand“ einzukehren 🙂 Zunächst überzeugte uns das Gebiet nicht so wirklich, da unglaublich viele Mücken anwesend waren und der Fels durch die schattige Waldlage doch ein wenig schmutzig war, was das Klettern nicht unbedingt angenehm machte. Im Sektor „Hauptwand“ fanden wir dann aber noch ein paar super Routen (unter anderem die Route Carpe Diem – sehr zu empfehlen!).

    Diese waren sogar so super, dass wir beschlossen den Sonntag auch in diesem Gebiet zu verbringen. Nach einer erholsamen Nacht, umringt von einem Bach und Kuhglockengeläute in der Nähe von Musau, verbachten wir auch den gesamten Sonntag in der Wand des Kraftwerks 😉 Und wir werden sicher wiederkommen, einige Projekte konnten nicht ganz abgehakt werden, aber man sieht sich ja glücklicherweise immer zwei Mal im Leben 🙂

  • Urlaubsgefühle in Tirol

    Nach ein paar sehr erholsamen und wunderschönen Tagen auf Mallorca (Bericht inkl. Video folgt 😉 ) nahmen wir den Kletterflow gleich mit nach Tirol und verbrachten zwei erfolgreiche Klettertage in zwei für uns noch unbekannten Gebieten. So ging es für Felix am Freitag mit Franzi, Dominic und Valle ins Eldorado im Stubaital. Steffi machte sich am Samstag ebenfalls mit Franzi und Dominic auf den Weg ins Niederthai.

     

    Beide Gebiete konnten vom Ambiente als auch von der Felsqualität überzeugen. Wir genossen die kühle Luft im Schatten, sowie den heimischen Fels in vollen Zügen und konnten beide, erholt vom Urlaub und befreit im Kopf, eine gute Kletterleistung erbringen. Es waren zwei schöne Tage die wir mit guten Freunden teilen konnten. Der Sommer startet gut 2017, bitte mehr davon 🙂

  • Alle Jahre wieder…

    …geht es für uns im Frühjahr nach Oltre Finale zum Klettern 🙂 Dieses Mal wurden wir von Franzi und Michi begleitet und erlebten fünf super Tage bei perfektem Kletterwetter. Optimale Bedingungen um die neue Kollektion von Chillaz direkt mal am Fels zu testen. Im Nachhinein kann gesagt werden: Test bestanden 😉 Genauere Infos dazu kommen noch, aber die Bilder geben schon einen guten Eindruck 🙂

    Besonders erwähnenswert sind zwei Gebiete, die wir bis dato noch nicht besucht hatten, und sich direkt in unsere Herzen geschlossen haben: Direkt am Teileingang gelegen befindet sich das Gebiet „Emisfero“, welches tolle Wandkletterei am dem 7. Grad anbietet und dank des kurzen Zustieges perfekt geeignet ist, wenn man einmal nicht ewig Zeit hat.

    Das Gebiet „Rocca della Bassura“ hat uns aufgrund seiner einzigartigen Formationen, die fast ein wenig an Thailand erinnerten in den Bann gezogen. Die Kletterei startet meist überhangend und neigt sich dann meist wieder etwas und führt in schöne Wandkletterei. Aber auch rein senkrechte Touren, die mit viel Körpereinsatz geklettert werden müssen sind dort zu finden. Wir freuen uns jetzt schon wieder auf das nächste Jahr 😀

  • A bis Zischgeles

    Die extrem ergiebigen April-Schneefälle im Nordalpenraum sollten nicht ungenutzt liegen bleiben. Steffi testete am Samstag die Verhältnisse schon mal in Ischgl an und die Devise für den Sonntag lautete somit: Nordseitige Abfahrt, möglichst hoch und keine Liftunterstützung, da die Skigebiet Ende April bekanntlicherweise ja Großteils schon zu haben. So erinnerten wir uns an die Tour auf den Zischgeles (3004 m) im schönen Sellrain von Praxmar aus und somit klingelte der Wecker am Sonntag bereits um 5:00 Uhr. Zusammen mit July und Max ging es dann in das schattige und für April noch recht eisige Tal und wir machten uns an den 1300 Meter hohen Aufstieg. zunächst waren wir etwas enttäuscht, da die Sonne am Vortag tatsächlich schon für einen Deckel gesorgt hatte, selbst bei nord-östlicher Exposition. Glücklicherweise fanden wir später heraus, dass er nicht überall sein sollte 😉

    Auf Höhe des Oberst Kogel, denn wir links neben uns herauf ragen sahen, wurden wir dann kurz von einem großen Schneebrett, welches sich den Abbruch unterhalb des Gipfels herunterstürzte, erschrocken. Wir waren zum Glück außer Reichweite, da eine Mulde die Schneemaßen direkt vor uns sammelte, aber es wird einem doch anders, wenn so ein Monstrum auf einen zukommt. Wir setzten unsere Tour fort und konnten dennoch das herrliche Wetter, sowie den immer besser werdenden Schnee genießen. Am Skidepot des Gipfels angekommen, entschieden wir uns die Ski mit auf den Gipfel zu nehmen und die Variantenabfahrt direkt vom Gipfel mal anzuschauen und wenn möglich zu befahren. Das Glück war auf unserer Seite und nach ausgiebiger Jause mit tollem Panorama zogen wir die Ski an und konnten die ersten Spuren in den perfekten Schnee ziehen. Und das am 30. April, unfassbar! Unsere vier Spuren zierten als einzige die Variantenabfahrt durch das Sattelloch, obwohl recht viel los war. Uns sollte es aber nur recht sein. 😉 Bei der Abfahrt konnten wir später auch nochmal einen Blick auf den Abriss unterhalb des Oberst Kogels werfen und uns wurde dort erst bewusst, wie groß das Schneebrett eigentlich war. In mittlerweile hauptsächlich weichem Schnee ging es dann wieder bis zum Parkplatz und die Tour wurde mit einem breiten Grinser auf allen vier Gesichtern beendet 🙂

  • You are not going climbing, you are going to jail!

    Klettern ohne Grenzen in Italien, Slowenien und Kroatien, das war die Mission für uns dieses Jahr an Ostern. Zusammen mit unseren Freunden Franzi und Dominik, die schon in Arco mit uns unterwegs waren trafen wir uns in Triest für den ersten Zwischenstopp. Nach der ersten Nacht auf einem Parkplatz über dem Golf von Triest kletterten wir am ersten Tag bei schönstem Wetter im Gebiet „Costiera“. Das südausgerichtete Gebiet bot schöne Sinterkletterei, war aber durch die Exposition fast etwas zu warm. Aber wir beschwerten uns nicht, daheim in Innsbruck regnete es an diesem Tag bereits. So nutzten wir den Tag vornehmlich zum reinkommen 🙂 Durch Triest ging es am Abend dann in Richtung Slowenien zu dem Parkplatz des Gebietes Crni Kal, in welchem wir aber nicht kletterten, da Franzi und Dominik nicht allzu begeistert von dem Sektor berichteten. In der Nacht kamen dann auch noch einige andere Kletterer auf den Parkplatz, um ebenfalls dort zu nächtigen, weswegen wir uns dann entschlossen in „Osp“ klettern zu gehen mit der Hoffnung, das dort eventuell etwas weniger los sein könnte bzw. es sich mehr verteilt. Ein Trugschluss 😀 In „Osp“ war logischerweise auch sehr viel los, dennoch war es ein schöner Tag dort bei perfekten Kletterbedingungen und tollen Routen. In „Osp“ sollte wirklich jeder einmal geklettert sein! Die Nacht verbrachten wir unwissentlich kurz vor der slowenisch-kroatischen Grenze, was wir am nächsten Tag zu spüren bekamen. Erst fragte uns der Grenzler der slowenischen Seite, ob wir denn gut geschlafen hätten und fügte hinzu, dass das freie Schlafen in Slowenien verboten sei, er aber „nichts gesehen“ habe. Glück gehabt! Sein kroatischer Kollege war schon etwas „bissiger“ und befragte zunächst uns, ob wir Drogen oder Waffen dabei hätten, um danach Franzi und Dominic noch etwas mehr in die Mangel zu nehmen. Bei den beiden schien er etwas zu vermuten, weswegen er Dominic darauf hinwies, dass wenn er jetzt zugeben würde etwas zu haben, es bei einer Geldstrafe bleiben würde. Falls er doch etwas finden würde, war die klare Ansage: „You are not going climbing, you are going to jail!“ Dominic verneinte guten Gewissens und so durften wir dann doch unsere Reise fortsetzen.

    Kroatien zeigte sich dann im Klettergebiet „Kompanj“ von seiner besten Seite. Auch hier war am Osterwochenende verständlicherweise viel los, aber es verteilte sich sehr gut auf die vier Sektoren. Wir waren im Sektor Krankenhaus und hatten enorme Freude an der leicht überhangenen Loch- und Wandkletterei. Der nächste Tag brachte dann viel Regen und Gewitter, was Franzi und Dominic zur Heimreise veranlasste, die beiden waren auch schon einige Tage länger als wir unterwegs. Nach einigem hin und her entschieden wir uns nochmal Richtung Süden, genauer zum Limski Kanal aufzubrechen und unser Glück  zu versuchen, vielleicht doch noch zwei Tage Klettern zu können. Den Rest von unserem Ruhetag verbrachten wir bei leicht bewölktem Himmel in der Hafenstadt Rovinj. Abends fing es dann leicht zu tröpfeln an, was uns auf unserem Schlafplatz auf einer Klippe über dem Limski Kanal dank Josi aber nicht weiter störte 😉 Der nächste Tag brach dafür ohne Wolke am Himmel an und wir waren guter Dinge, dass die allesamt südlich ausgerichteten Gebiete am Limski Kanals sicher schnell auftrocknen würden und dem war auch so. Den ersten Tag bekletterten wir den Sektor „Krugi“, der super Kletterei an Sintern und Löchern, sowie auch wirklich schwere Touren zu bieten hat. Den Tag darauf genossen wir nach abermals Regen in der Nacht und Sonnenschein am Tag im Sektor Simije, um uns am Nachmittag an den Heimweg zu machen, welchen wir über Triest – Tolmezzo (der Plöckenpass ist ein wirkliches Highlight!) – Bruneck – Brixen – Innsbruck bewältigten. Schon auf dem Plöckenpass wurden wir von Schnee begrüßt, was sich in einen Schneesturm am Brenner steigerte. Schön wieder zu Hause zu sein 😀

    Kletterführer Kroatien

    Kletterführer Adriaküste (Italien, Sowenien und Kroatien)

  • Frühlingsgefühle

    Nach zwei (Serles, großer Solstein) nicht so gelungenen Skitouren die Wochenenden davor, beschloss Steffi, das Glück auf ein Neues zu versuchen. So machte sie sich mit Franzi um kurz vor 7:00 Uhr von Innsbruck auf den Weg ins Kühtai, um an diesen wunderschönen Samstag den Rietzer Grießkogel (2880m) zu besteigen. Nach schwach 200 Höhenmeter mit den Skien am Rücken, konnten die Ski angeschnallt werden und es ging ohne weiteres Abschnallen auf den Gipfel (Tipp: Momentan ist der Aufstieg entlang der Forststraße – Start nach dem zweiten Tunnel, schneereicher).

    Dem Bach folgend darf man die Abzweigung nach rechts in Richtung Grießkogel nicht übersehen. Ab dann geht es, mit ständigem Blick auf den Gipfel, in Richtung Skidepot (etwa 150 Höhenmeter unterhalb des Gipfelkreuzes). Über kleine Wechten und leichte Block“kletterei“ geht es in Begleitung von traumhafter Kulisse die letzten Meter zum Gipfelkreuz. Am Gipfel wärmte sich bereits ein anderer Tourengeher in der Sonne. Nach ausgiebiger Gipfeljause und sehr netten Gesprächen starteten wir dann zu dritt gegen 11:00 Uhr den Abstieg. Einige weitere Tourengeher waren noch am Aufstieg, als wir unsere Ski bereits wieder anschnallten. Unser Timing war dieses Mal top und so genossen wir die Abfahrt bei wirklich guten Schneeverhältnissen. Da tat es auch nicht weh, dass wir die letzten Meter zum Auto die Ski wieder tragen mussten. Müde, zufrieden und mit großer Vorfreude auf das Mittagsschlaferl machten wir uns wieder auf den Weg nach Innsbruck!