Endlich mal wieder Skifahren nach anstrengenden Wochen. Um uns mal wieder selbst ein Bild von der Schneesituation zu machen entschieden wir uns, für ein paar Abfahrten auf unsern Hausberg die Nordkette zu fahren. Und was soll man sagen, die Schneequalität war wirklich besser als erwartet. Die letzten Schneefälle, die ja glücklicherweise auch nicht sofort wieder von Warmwetterfronten attackiert werden sollen, haben eine gute Arbeit gemacht. Sicher ist es für Januar viel zu wenig, besonders im Bezug auf die Unterlage, aber der ein oder andere Faceshot zauberte uns fette Grinser ins Gesicht. Kurz vor unserem Thailandtrip nochmal eine willkommende Abwechslung. Und wir haben es uns auch nicht nehmen lassen die Talabfahrt anstelle der Gondel hinunter zu nehmen, was wir aber nur mit Steinski „empfehlen“ können 😉
Adventures von Steffi und Felix
Willkommen auf dem Blog von Steffi und Felix. Wir leben in Innsbruck und sind öfters in der wunderschönen Region rund um Tirol unterwegs. Wir lieben den (Berg-)Sport und nutzen den Blog um immer mal wieder über Touren, Reisen oder Erlebnisse zu berichten.
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Kleiner Nachtrag zu unserem Kurztrip nach Trento.
Viel Spaß, darf gerne auch geteilt werden 🙂
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Schneefall in Tirol, aber noch keine Unterlage und Sonne in Italien… Ab nach Trento! Wir beschlossen Tirol für 2 Tage zu verlassen, um den angekündigten Schneefall erstmal wirken zu lassen und fuhren für das erste Mal im Jahr 2016 über den Brenner in Richtung Arco. Wir fuhren aber schon in Trento-Nord ab, da wir uns zwei Klettergebiete in der Nähe eines auch im Januar geöffneten Campingplatzes (http://www.laghidilamar.com/de/) ausgesucht hatten. So zog es uns am ersten Tag in das Klettergebiet Calisio, welches mit besten Fels und strahlendem Sonnenschein aufwartete. Gefunden wurde es von uns allerdings erst im zweiten Anlauf, da wir uns von Trampelspuren zu einem neu erschlossenen Gebiet verleiten ließen… nicht unser einziger Fehltritt in diesen zwei Tagen, aber der Weg ist ja bekanntlich das Ziel 🙂
Die beiden 5c Aufwärmrouten Il Riccio und Lumpidus waren schwerer als erwartet, aber man musste sich auch erstmal an den Fels gewöhnen. Auch die 6a+ Strapiombi e Maiale hattes es in sich, in Ermangelung leichterer Routen war es jedoch die nächste Station. Die Route Iguana (6b+) wurde dann auch noch in den letzten Sonnenstrahlen ausgebouldert.
Danach ging es dann auf den besagten Campingplatz, den wir für uns alleine hatten. Wir machten es uns dann bei Tee und Nudeln im Zelt gemütlich und spielten auch noch ein wenig Karten.
Der nächste Tag fing leider bewölkt an und wollte auch den ganzen Tag nicht mehr so ganz aufreißen. Uns würde aber noch warm genug werden. Zunächst fanden wir nämlich auf dem Weg in das Gebiet Canton abermals ein gerade in der Sanierung steckendes Stück Fels, nicht aber unser Wunschziel. Erst im dritten Anlauf – kurz bevor wir es bereits aufgeben wollten – fanden wir das Objekt der Begierde. Da die einzige 6b+ Route des Gebietes nass war, warfen wir uns gleich in eine der 6c’s, die leider keinen Namen trug. Die Namenlose brachte uns aber ganz schön ins Schwitzen, auch ohne Sonne. Am Ende scheiterte Felix knapp am Durchstieg, was aber einfach ein Grund ist nochmal in dieses schöne Gebiet zu kommen.
Auf dem Weg zurück nach Tirol wurden wir auf dem Brenner auch schon vom Schnee begrüßt. Unser Plan ist somit aufgegangen 🙂
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Wenigstens am Silvesterabend erbarmte sich Frau Holle und ließ ein paar weiße Flocken vom Himmel schweben, während wir auf dem Weg zur Kemater Alm waren. Zwar reichte der Schneefall nicht, um an die Mengen im vorherigen Jahres heranzukommen, dennoch war es ein gelungener Abend unter Freunden auf der Kemater Alm.
Wir beide wünschen allen ein frohes und vor allem glückliches neues Jahr 2016!
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Und auch am 30.Dezember sind immer noch keine Schneewolken in Sicht. Daher starten wir heute mit Franzi und Hannes in Richtung Westen nach Imst um ein neues Klettergebiet kennenzulernen (Imst/Putzen). Der Zustieg führt an einem kalten Bach entlang und wir haben schon Angst, ob wir das richtige Gebiet ausgewählt haben. Am Felsen angekommen kämpft sich allerdings die Sonne schon durch die Bäume und wärmt unsere Finger und Zehen zum Glück ganz schnell auf. Der Fels ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber macht dennoch großen Spaß, da er noch kaum abgeklettert ist. Wir spüren, dass wir bereits gestern klettern waren und machen daher einen ganz entspannten Tag (Das Felsenmännlein 5b, Weiswurstvampir 5c, Familienhund 5a, Dier Vogelhändler 6a+, Siebnerplatte 6b, Dreier-Geisterbrevier 4a). Eine kleine „Terrasse“ mit einer Bank und einem Tisch in der Sonne ist das Highlight dieses Tages 🙂
Und jetzt hoffen wir, dass im neuen Jahr dann doch endlich der schon heißersehnte Schnee kommt. -

Selbst auf 2000m Meereshöhe laden die Temperaturen derzeit zum Sonnebaden bzw. „Oben ohne“-Klettern ein. Nach den Weihnachtsfeiertagen machten wir uns deshalb auf in Richtung Nordkette, um der Kletterarena Nordkette einen Besuch abzustatten. Bereits beim Zustieg zu dem erst im Jahr 2014 fertig erschlossenen Klettergarten machte sich die Sonne bemerkbar und ließ ein Kleidungsstück nach dem anderen im Rucksack verschwinden. Nach 20 schweißtreibenden Minuten über die Schotterschneisen der Karrinne kamen wir am Wandfuß an. Der Fels ist nicht der kompakteste, hat aber sehr gute Reibungseigenschaften, wie wir später erfahren durften. Wir kletterten in der Route Starta (5b), die einen gut an den Fels und die Strukturlöcher gewöhnen ließ ein und probierten direkt im Anschluss die daneben gelegene Obacht (6b). In der für eine 6b sehr fair bewerteten Route kam es schon etwas mehr auf Fußtechnik und Fingekraft an. Danach blieb leider nur mehr Zeit für ein bisschen rumprobieren in der Wafankoolo (6c), was sich aber mit einem Durchstieg durch die zwei harten Einzelstellen bezahlt machte. Den Sonnenuntergang genossen wir bei einer guten Jause und den Beats des Cloud9-DJ´s im Liegestuhl an der Seegrube.
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Der Winter lässt auch dieses Jahr in Innsbruck wieder lange auf sich warten, aber zum Glück gibt es ja auch andere Beschäftigungsmöglichkeiten rund um Tirols Hauptstadt. Mitte Dezember 2015 machen wir uns also auf an die südseitig ausgerichtete Martinswand. Ursprünglich war der Grottenweg-Sektor unser Primärziel. Wir waren aber offensichtlich nicht die Einzigen mit dieser Idee, was uns spontan in den Sektor Wunderbare Welt umleitete. Auch dort waren wir nicht alleine, aber das Wetter und die perfekten Bedingungen entlohnten ohne einen Wunsch offen zu lassen. Durch das nur recht kurze Zeifenster von 12:30 Uhr bis zum Sonnenuntergang um 15:15 Uhr wurden nur ein paar Routen geklettert, unter anderem Wiana Art (5a) und Chat Noir (6a+) und Umfrage (6b/6b+) aber heute ging es einfach nicht um Schwierigkeiten. Nachdem sich die Sonne verabschiedet hatte, machten auch wir uns wieder auf den Weg zurück. Mit der Hoffnung auf baldigen Schnee, ansonsten müssen wir halt doch nochmal wiederkommen 🙂
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An einem abermals unglaublich sonnigen Freitag machten wir uns mal wieder auf den Weg ins Alpinmagazin. Die Routen dort sind zwar nicht wegen ihrer Felsqualität bekannt, fordern aber oft doch sehr spezielle und schöne Bewegungen. Besonders die Route Sowieso (6b) hat durch ihre abwechslungsreiche Kletterei ihren eigenen Reiz. Und Steffi wird auch sicher noch einmal wiederkommen um sie komplett durchzusteigen. Felix hielt sich dann lange in der Route ?? (6c+) und wird auch nochmal wiederkommen müssen, um sich die Rotpunktbegehung zu sichern 😉 Die Wolkenstimmung und der Blick in Richtung Westen in den Sonnenuntergang rundetend en Tag perfekt ab. Topos zu dem Gebiet findet ihr unter folgendem Link: http://bit.ly/1HQ0lZW
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Am Samstag ging es bei absolutem Traumwetter an die Martinswand in den Sektor „Galerie“ (ein Topo findet ihr hier: http://bit.ly/1MEO8sd). Wir waren an diesem Tag erwartungsgemäß nicht die einzigen, aber jeder konnte ganz entspannt seine „Routen ziehen“ und das Wetter lud sogar im November zum Sonnenbaden ein. Wir legten einen entspannten Tag ein und kletterten nur im Bereich 6a bis 6b+, was durch die länge der Routen schlussendlich sogar doch fordernd wurde. Aber gerade die Länge und Ausgesetztheit der Routen sorgen für den ganz besonderen Reiz in der Galerie. Vorbeischauen wird empfohlen 😉
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Auch in Trentino, Italien hielt der perfekte Altweibersommer Einzug und lockte mit für Ende Oktober unglaublich milden Temperaturen. Am 30.10. ging es über den Brenner in Richtung Arco. Wir kamen noch eine Stunde vor Ladenschluss an, was uns die Möglichkeit bot, noch ein Wenig durch die Innenstadt und die Geschäfte zu schlendern. Danach machten wir uns auf in Richtung Klettergebiet „La Gola“, da wir dort schon einen Schlafplatz kannten. Am nächsten Morgen gingen wir auch in selbiges Klettergebiet und verbrachten den Tag bei perfektem Kletterwetter. Abends ging es noch einmal kurz in Richtung Arco und von dort in Richtung Ledrosee, da wir am darauffolgenden Tag ins das Klettergebiet „Regina del Lago“ wollten.
Der Weg zu diesem Klettergebiet ist im Arco-Kletterführer leider nicht allzu gut beschrieben… so suchten wir über eine Stunde den von uns angestrebten Sektor B. Wenigstens um zu wenig Konditionstraining brauchten wir uns an diesem Tag keine Sorgen mehr zu machen 🙂 Das Klettern dort entlohnte dafür umso mehr und man war auch schon wieder mehr an den arcotypischen Fels gewöhnt. Die Route „Eros“ (6b+) im rechten Wandteil ist sehr zu empfehlen.
Am Abend machten wir uns noch einmal auf, um weiter Richtung Norden, am Molvenosee vorbei, zu dem Klettergebiet „Cavedago“ zu fahren. Auf der Suche nach einem geeigneten Schlafplatz in unmittelbarer Nähe machten wir eine Bekanntschaft der besonderen Art: Auf einmal tauchte im Lichtkegel des Campolo ein ausgewachsener Braunbär auf. Diesen störte das grelle Licht aber überhaupt nicht und so hatten wir die Gelegenheit auch ein paar Bilder aus dem sicheren Auto zu machen. Als er sich dann doch entschloss langsam von dannen zu trotten kam die nächste Überraschung: Er bzw. Sie hatte auch noch ein Jungtier dabei. Wir suchten uns dann einen Schlafplatz in sicherer Entfernung 😀 Am nächsten Morgen hieß es dann Eiskratzen und wir waren froh um unsere Daunenschlafsäcke.
Nach einem Frühstück bei Minusgraden zog es uns auf Grund der gigantisch wirkenden Felsen am nächsten Tag in das Klettergebiet nahe der Ortschaft Cavedago. Dem Bär begegneten wir trotz unnötig langer Suche nach dem Gebiet (diesmal waren wir mit selbst Schuld, Steinmännchen haben halt doch meistens eine Bedeutung 😉 ) nicht und der südausgerichtete Fels in Kombination mit der Sonne bereitete uns einen genialen letzten Tag. Die Routen waren recht knackig, aber sehr lohnend. Besonders die Verschneidung „Big Bordons“ (6a+) ist gewaltig!