Adventures von Steffi und Felix

Willkommen auf dem Blog von Steffi und Felix. Wir leben in Innsbruck und sind öfters in der wunderschönen Region rund um Tirol unterwegs. Wir lieben den (Berg-)Sport und nutzen den Blog um immer mal wieder über Touren, Reisen oder Erlebnisse zu berichten.

In der Kürze liegt die Würze

Wahnsinns Schnee, aber noch keine richtige Skitour, im Jahr 2019 in den Beinen, das darf es eigentlich gar nicht geben! Wir nutzten mal wieder unsere flexiblen Arbeitszeiten und saßen um 07:00 Uhr, mit Blick auf den „Super-Mond“, im Auto, um kurz vor 8.00 Uhr, bei -13°C, in Richtung Mittergrat im Sellrain zu starten.

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Das Sellrain erwacht

Die Tour wurde aufgrund ihrer Kürze von nicht mal 800 Hm und ihrer „Unbekanntheit“ gewählt. Zu unserem Erstaunen waren tatsächlich keine Aufstiegspuren vorhanden und so machten wir uns bei eisiger Kälte, da die Sonne vorerst nur die Berggipfel rundherum kitzelte, auf den Weg. Es ging gleich mal einen bis zu 40 Grad steilen Hang mit vielen Spitzkehren hinauf – Spitzkehrentraining: Check 😊

Der Wind, der uns am Anfang noch begleitete, verschwand auch relativ schnell und so wurde uns dann doch gleich mal ziemlich warm. Spätestens als dann auch uns die ersten Sonnenstrahlen im Gesicht streichelten konnten wir nicht anders, als einfach zu genießen.

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Genießen!

So spurten wir bei Sonnenschein, tiefblauem Himmel, kompletter Stille und ganz allein, den unverspurten Hang (30-40 Grad) bis zum Mittergrat auf 2420m hoch. Nach einer kurzen Tragepassage ging es wieder mit den Ski an den Beinen bis zum letzten Aufschwung, der über Blockgelände zu bewältigen war. Hier sind Trittsicherheit und Konzentration gefragt, aber ansonsten ist es gut machbar.

Nach kurzer Gipfelpause ohne  Gipfelkreuz ging es etwas östlicher als die Aufstiegsspur, direkt vom Gipfel wieder in den Äußeren Hirscheben, um dann zu den letzten Hängen, die zum Auto führten, zu queren.

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Feinster Pulver

Die Schneebedingungen waren einerseits lawinentechnisch und andererseits abfahrtstechnisch top. Die Tour ist von oben bis unten gekennzeichnet durch genialste Abfahrtsmeter, kein einziger Höhenmeter wird daher umsonst hochgestiegen. Unsererseits kann die Tour uneingeschränkt empfohlen werden, wobei die Lawinensituation natürlich passen muss.

Um 14:00 Uhr saßen wir dann beide, mit roten Backen, einem Grinser und totaler Gelassenheit in der Arbeit – was für ein gelungener Tag – DANKE Innsbruck 😊

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Eine Antwort zu „In der Kürze liegt die Würze”.

  1. Avatar von Gaiskogel Nord – Adventures von Steffi und Felix

    […] ging es daher hinauf ins Kühtai, um möglichst hoch zu starten. Ein Auto wurde beim Parkplatz des Mittergrats stehen gelassen und mit dem anderen ging es weiter in das Skigebiet. Unser Ziel war heute der […]

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