Steffis Eltern wollten Anfang März mal wieder ins schöne Tirolerland kommen, oder doch lieber ihre Enkeltochter besuchen? Jedenfalls war Felix‘ Schulter mittlerweile wieder so gut, dass leichte Skitouren möglich sein sollten, geprüft hat er dies bei einem schönen Geburtstagsabend mit Freunden aufs Hoadl. Wenn also die Eltern zu Besuch sind und Elli bestens betreut ist, sollte einer Skitour in schöner Zweisamkeit nichts mehr im Wege stehen… naja wäre da nicht eine Stirnhöhlenentzündung die Felix dann doch daran hinderte. Steffi wollte sich den Tag in den Bergen allerdings doch nicht entgehen lassen, obwohl die Schneebedingungen nicht gerade prickelnd waren und ein Föhnsturm gemeldet wurde. Aber Bewegung an der frischen Luft, im Schnee und Ruhe, das sind schon allein so wertvolle Energiebringer, dass das andere fast nebensächlich ist. So „opferte“ sich Steffis Papa und das Ziel war der Mitterzaiger. Die Ski mussten nur kurz getragen werden und es ging ohne Harscheisen in Richtung Gipfel. Die Lungenkapazität von Steffi ist schon etwas eingeschränkt, aber da Skitouren eine großartige aerobe Ausdauerbelastung darstellt und man das Tempo so gut anpassen kann, gings dennoch in einem akzeptablen Tempo bis zur Scharte, den Gipfel schenkten sich die beiden dieses Mal, da es ziemlich windig war und beide den Gipfel ja bereits schon erklommen hatten. Die letzten Meter zur Scharte ging es sogar in Sonnenschein und die Aussicht war wie immer wunderschön. Die ersten Abfahrtsmeter waren dann wieder eher ein Blindflug und Steffi und ihr Papa hatten eher die Einstellung, dass es eine „sicher zum Auto kommen“ Abfahrt werden würde. Die Wolken zogen allerdings wieder weiter und die andere Bachseite brachte widererwarten und zur Freude der beiden ein paar Schwünge im Pulver mit sich. Unten raus ging es über das schön kuppierte Gelände im Firn und bei Frühlingstemperaturen zum Auto. Glücklich und mit einem Lächeln im Gesicht ging es wieder nach Grinzens, wo das Essen bereits am Tisch stand. Ein rundum perfekter „Urlaubstag“ mit viel besseren Konditionen als erwartet. Es zahlt sich also einfach immer aus raus in die Berge zu gehen.




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