Adventures von Steffi und Felix

Willkommen auf dem Blog von Steffi und Felix. Wir leben in Innsbruck und sind öfters in der wunderschönen Region rund um Tirol unterwegs. Wir lieben den (Berg-)Sport und nutzen den Blog um immer mal wieder über Touren, Reisen oder Erlebnisse zu berichten.

Kampenwand-Partie

Im September haben wir bereits geplant, dass wir an einem Wochenende einen Tag für uns an der Wand verbringen möchten und eine Nacht in unsere Josi Nana nur für uns zu zweit. Die einzige Möglichkeit war an einem Novemberwochenende, die Kids wurden am Freitag nach Deutschland gebracht und am Samstag wollten wir zeitig starten um an diesem Tag eine Klettertour gehen zu können. Am Sonntag nach dem Frühstück sollte es dann wieder zurück zu den Kindern gehen. Soweit der Plan, ob das Wetter im November nur annähernd mitspielt stand in den Sternen. Aber dieses Mal war das Wetterglück und alles andere auf unserer Seite. Wir entschieden uns an der Kampenwand eine Tour zu gehen, weil 1.sieht man die Wand immer von der Autobahn, 2.ist die Anreise aus Bad Aibling sehr kurz und 3.klang die leichte die Südwand sehr ansprechend, weil kurz, südseitig und leicht, schließlich waren wir schon länger keine alpine Klettertour mehr und es sollte ja ein Genusstag werden.

Standplatz-Laune

Die Kids waren perfekt an Omi und Opi gewöhnt und so ging es um halb 9 am Samstag für uns los. Mit dem E-Bike ging es ganz entspannt und trotz ein paar Extrameter bis zur Alm von der aus des dann zu Fuß zum Einstieg ging. Über dem Nebel ist das Leben einfach traumhaft. Wir genossen die Ruhe, die Sonne und die Bewegung. Beim Einstieg waren wir beide etwas aufgeregt, da wir schon so lange keinen alpinen Fels mehr in den Händen hielten. Steffi startet die erste Seillänge, langsam aber sicher und genoss das Gefühl am Stand zu sein. Die zweite länge war auch schon die Schlüssellänge die Felix bedacht aber ohne Probleme löste. Der Rucksack störte Steffi ein bisschen beim nachsteigen, aber weiter schlimm war es auch nicht. Die dritte Länge war dann das Kriechband, welches speziell aber nicht weiter schwer war und Felix trotz Rucksack sehr gut meisterte. Die vierte Seillänge sollte schon die letzte sein und so genossen wir vor allem die ersten steilen Meter nochmal. Felix kletterte dieses Stück zwar anders als Steffi, aber zum Glück gibt es ja kein richtig oder falsch. Am Ende der letzten Seillänge waren wir kurz beide etwas erschrocken, als wir sahen, dass wir quasi ungesichert an einer Kante ab klettern sollten, es löste sich aber super easy auf. So waren wir ganz nach Plan schon am Ende unsere Tour angekommen, die tatsächlich sehr alpin abgesichert war und es kaum Möglichkeiten gab, etwas dazu zu legen. Beim Abstieg zur Scharte braucht es nochmal etwas Konzentration aber auch nicht mehr. Danach beschlossen wir uns noch in den Trubel zu werfen und besteigen die Kampenwand. Schöner Gipfel. Wir schafften es dann auch noch rechtzeitig in die Alm und konnten Kaffee und Kuchen in Ruhe genießen, bevor es dann mit den Radln wieder in das nebelverhangende Tal ging. Wir wollten so gar nicht in den Nebel rein.

Wolkenmeer

Glücklich am Auto angekommen wurde alles flott verstaut, wenn mal 4 Hände arbeiten können geht ja alles wie im Eiltempo. Die Schlafplatzsuche war tatsächlich einfach und so verbrachten wir eine Nacht in der Nähe an einem Wanderparkplatz. Wir genossen die Zeit in der Josi Nana und gönnten uns eine heiße Dusche im nasskalten Dunkeln. Die Nudeln mit Pesto waren besser als jedes 5 Sternemenü und die Nachtruhe um 21.00 Uhr war dann wohl das i Tüpfchen, genauso wie das entspannte aufwachen und gemütliche frühstücken in einer wohlig warmen Josi Nana. Wir freuten uns aber schon sehr auf die Kids und sie sich auch auf uns. Ein sehr gelungenes Wochenende, welches nicht besser sein hätte können. Kletterzeit, Campingfeeling und Paar-Zeit-Deluxe und immer mit dem Wissen, dass es den Kids genauso gut geht wie uns 😊

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