Das Wetter versprach endlich einmal wieder stabile Verhältnisse, es gab einen Babysitter vor Ort und wir fühlten uns endlich einmal wieder bereit für eine sportliche Herausforderung. Lange schon haben wir mit dem Gedanken gespielt mal eine der Touren in den Kalkkögeln von unserer Haustür aus zumachen und nun war es endlich soweit. Schon früh stiegen wir aufs Mountainbike und machten uns auf den Weg über die Forstraße am Sendersbach entlang bis zur Kemater Alm. Immer wieder schön hier vorbeizukommen, an dem Ort, an dem wir uns das „Ja“-Wort gegeben haben 😊

Der steile Aufschwung bis zur Adolf-Pichler-Hütte wurde von uns auch noch gemeistert, wobei es mit E-Bike wohl leichter gewesen wäre, was uns auch unser Nachbar bestätigte, der heute auch in den Kögeln unterwegs war. Er gab uns auch den Hinweis, dass unsere geplante Tour – der Gebhardtweg auf den Steingrubenkogel (2633m) – keine zu unterschätzende Tour ist. Da er selbst bei der Bergrettung ist und daher wusste, dass vor nicht allzu langer Zeit 5 Belgier ausgeflogen werden mussten, kamen die Infos hier aus erster Hand. Wir gingen daher mit etwas Respekt bis zum Einstieg, waren aber auch schon voller Vorfreude. Kurz vor uns war bereits eine Seilschaft am Einstieg, liebe Grüße an der Stelle 😊 Wir ließen uns daher Zeit, quatschen ein wenig, aßen noch etwas und stiegen dann etwas verspätet ein. Der sonst so berüchtigt brüchige Fels der Kalkkögel war hier am Steingrubenkogel wirklich erstaunlich fest und die Sanierung mit ein paar wenigen Bohrhaken erleichterte die Routenfindung zumindest für uns bereits erheblich.

Die Längen ziehen sich in der logischen Linie immer weiter nach oben und auch der Schlüsselkamin stellt eine absolut zu meisternde Hürde dar, sofern man den Grad absolut sicher und auch in verschiedenen Kletterstilen (Spreizkamin) beherrscht. Um nach den 11 Seillängen auch noch auf den Gipfel des Steingrubenkogels zu gelangen, wird zunächst abgeseilt und dann eine steile Schotterrinne hinab und dann wieder aufgestiegen. Dieser Teil kann je nach Bedingungen sicher der herausforderndste der Tour sein und wurde wohl auch den Belgiern zum Verhängnis. Hier gilt es sich ein gutes Bild zu machen und den besten weg zu finden (nicht blind der Rinne nach rechts folgen!).

Der Weg über den Klettersteig zum Gipfel ist dann keine große Hürde mehr und man wird mit einem genialen Gipfelpanorama belohnt. Dem Klettersteig zur AV-Scharte folgend ist der Abstieg auch mehr Genuss und tolles Ambiente, als eine nennenswerte Hürde. Die Fahrräder an der Adolf Pichler Hütte stehen zu haben war eine tolle Sache, so geht der Abstieg dann nochmal schneller 😊 Eine empfehlenswerte, aber nicht zu unterschätzende alpine Tour in den Innsbrucker Dolomiten dieser Gebhardtweg!

















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