Adventures von Steffi und Felix

Willkommen auf dem Blog von Steffi und Felix. Wir leben in Innsbruck und sind öfters in der wunderschönen Region rund um Tirol unterwegs. Wir lieben den (Berg-)Sport und nutzen den Blog um immer mal wieder über Touren, Reisen oder Erlebnisse zu berichten.

  • Grandioses Gröden, Super Sella

    Lange wollten wir mal wieder eine Tour in der Gegend Grödner Joch – Sellajoch gehen und daher kamen Steffis Eltern, um auf die Kids zu schauen. Beinahe wurde unser Plan nichts, aber dann ändertet sich am Samstag der Wetterbericht für Sonntag und Montag zum Glück noch und wir konnten in dieses unfassbar schön Eck der Dolomiten fahren.

    Los ging es am Sonntag um 05:45 Uhr und wir konnten es kaum glauben, dass wir auf der Brennerautobahn um kurz nach 06:00 Uhr tatsächlich in einen kurzen Stau kamen… zum Glück ging es bis auf die kurze Verzögerung dann aber schnell voran. Das Grödnerjoch erreichten wir dann um 08:00 Uhr und nach kurzem Frühstück und Kaffee ging es um 08:30 bereits los zum Einstieg der Insamspitze. Heute wollten wir die Bernardi Führe auf die Insamspitze klettern. Vorbei an einem schon gut genährten Murmeltier, ging es zügig zum Einstieg, den wir mühelos fanden. Beim Angurten merkten wir dann, dass die Keile wohl im Auto liegen geblieben sind, so mussten heute halt die Friends ausreichen. Um kurz vor halb 10 startet dann aufgeregt, leicht nervös durch die lange Alpinpause, aber voller Vorfreude Felix in die erste Seillänge. Steffi klettertet zügig nach und gleich weiter in die zweite Seillänge die schön und nicht zu schwer war, nur beim vermeintlichen Schlaghaken, der für den Stand gedacht sein sollte, fehlte die Sanduhr weit und breit. So kletterte sie ein Stück weiter, bis sie sich ganz sicher war, zu weit zu sein. Der Fels war in diesem Bereich leider etwas brüchig, sodass an einen Standplatzbau nicht zu denken war. Daher ging es wieder ein paar Meter zurück und hinunter, wo Steffi an einem Schlaghaken und zwei Sanduhren einen soliden Standplatz bauen konnte. Nun sollte es etwas zügiger weitergehen. Auch am dritten Stand musste dazugelegt werden, was aber gut möglich war. Die 4. Seillänge war der Start zur einschüchternden, weil luftigen Querung.

    Querung

    Die 3 Meter abklettern stimmten nicht ganz und so ging es an durchwegs guten Griffen aber mit viel Luft unterm Allerwertesten die Querung zügig rüber und selbstbewusst die Platte hoch, wo der Standplatz zum Glück schnell gefunden werden konnte. Auch die 5. Seillänge war angsteinflößend und imposant. Aber auch hier waren die Griffe durchwegs gut und die kurze Querung löste sich gut auf, genauso wie die nächsten Meter an der grauen „Platte“. Der Standplatz sollte an einer großen Sanduhr gebaut werden. Da Felix keine andere Sanduhr sah und die Meterangabe schon erreicht war, beschloss er einen Stand zu bauen. Leider gab es keine Möglichkeit etwas dazuzulegen und so musste eine mittelgroße Sanduhr ausreichen. So richtig wohl fühlten wir uns beide nicht, aber es gab ja keine andere Option. Dass die wirklich große Sanduhr 5 Meter weiter hinter dem nächsten Bankerl auf ihn gewartet hätte, wussten wir erst später. So meisterte Steffi die 5+ Plattenstelle und wollte schnell zum nächsten Stand, um Felix zu erlösen. Daraus wurde allerdings nichts, da die Wegfindung ohne Material einfach nicht so einfach war. So ging es eine Querung rechts und wieder retour, dann einen kleinen „Überhang“ hoch um vor dem Überstieg wieder abzuklettern und dann über deutlich weiter links über tatsächliches 4er Gelände zum heiß ersehnten Stand. Glücklich und erleichtert sicherte Steffi Felix flott nach. Die dunklen Wolken am Himmel wurden immer weniger und so vertrauten wir dem Wetterbericht immer mehr und konnten dann Seillänge 7 (komplett clean) und Seillänge 8 noch genießen. Die 8.Seillänge fordertet nochmal etwas Moral, aber dafür war die Wegfindung logisch – endlich, wir hatten auch tatsächlich keine Lust mehr zu suchen 😊

    Am Gipfel angekommen genossen wir die Ruhe und Zweisamkeit, denn wir waren tatsächlich den ganzen Tag allein in der Tour am Weg.

    Abseilpiste

    Das Abseilen in die Schlucht war logisch, einfach und schnell erledigt und so ging es dann noch die letzten Meter zur Cirspitze (2592m), denn der Tag war ja doch noch lange. Die Cirspitze ist ein supernetter Gipfel, ca. 500 Höhenmeter ein paar leichte Versicherungen und zum Klettersteig lernen für Kids definitiv geeignet. Wir kommen also vermutlich mit Verstärkung wieder 😉

    Um kurz vor 16:00 Uhr waren wir dann beim Auto und liebten es in Ruhe eine kleine Jause mit Bier und Sonnenschein zu genießen und einfach sitzen zu können, mit Blick auf die Insam- und Cirspitze.

    Danach ging es auf Schlafplatzsuche. Eigentlich wollten wir zum Schlafplatz von vor ein paar Jahren, aber dieser war leider nicht mehr befahrbar und auch sonst gab es kaum Möglichkeiten (außer am Grödnerjoch gegegen Bezahlung) auch bis zum Sellajoch nicht. All unsere Optionen waren verbaut oder mit Schildern verboten. Zum Glück fährt man am Sellajoch von Bozen nach Trentino und so waren plötzlich alle Ausbuchtungen Schlafoptionen – kaum zu glauben aber wahr. Jedenfalls war auch hier unser „Traumschlafplatz“ von früher mit einem Schranken versperrt, aber wir fanden einen anderen versteckten doch schönen Platz allein, wenn auch neben der Straße, aber so konnten wir wenigsten Zeugen der „Grödener Mopedgang“ werden 😊

    Glücklichsein

    Duschen, kochen, Burger und Bier genießen immer mit Blick auf die impsonaten Wände – was gibt es Besseres. Um kurz nach 21:00 Uhr gings ins Bett, wir waren einfach echt müde.

    Mäßig erholt, die Tour hat uns scheinbar mehr gefordert als gedacht, standen wir um kurz nach 6:00 Uhr auf und machten und zügig auf den Weg zum Sellajoch. Die Parkbucht zu verlassen war nicht ganz einfach, aber machbar. Die Morgenstimmung entschädigte das frühe Aufstehen sofort und um kurz vor halb 8 starteten wir zum Einstieg des 2. Selltaturms. Heute wollten wir aufgrund der Gewitterwahrscheinlichkeit am Nachmittag und aufgrund der Erschöpfung wirklich eine kurze und leichte Tour gehen – die „Glückverschneidung“. Auch an diesem Tag besuchten wir beim Zustieg ein Murmeltier, dieses Mal noch näher und noch ruhiger und länger am gleichen Platz. Den Einstieg fanden wir ohne große Schwierigkeiten und heute durfte Steffi starten. Der herumziehende Nebel machte es ganz schön kalt, aber zum Glück waren die Griffe auch groß. Die ersten beiden Seillängen machten keine Probleme und so gings gleich mal in die Schlüssellänge. Eine tolle Verschneidung aber mit kalten Fingern und der Müdigkeit vom Vortag, dennoch zu konzentrieren und man musste schon auch klettern. Selbstsicherungsgeräte dabei zu haben war zudem nicht nur für den Standplatzbau angenehm, sondern ließen die Kletterei entspannter absolvieren. Heute konnten alle Stände schnell gefunden werden und so konnte Felix schon bald die letzte Seillänge genießen. Am Gipfel gab es Sonnenschein und Einsamkeit. Nur die Müsliriegel fehlten, die lagen noch gut gekühlt im Auto 😊 konzentriert ging es das 3er Gelände abwärts und dann in schnellen Schritten, abermals beim Murmeltier vorbei zum Auto. Noch vor 12:00 Uhr konnten wir die Klettergurte ins Auto legen und uns auf die Suche nach einem Platz zum Mittagessen und Kaffee trinken machen. Abermals erschreckend, wie touristisch diese Gegend ist, aber wir fanden unser ruhiges Plätzchen und genossen die Zeit zu zweit mit unseren 5 Sterne Nudeln mit Pesto.

    Verschneidungstritt

    Danach ging es zügig nach Hause. Wir wollten dann unseren Kids noch eine Freude bereiten und kauften bei einem Stand am Straßenrand Obst und Mozzarella – bezahlt haben wir viel zu viel, aber das wurde uns dann so richtig erst viel zu spät bewusst. Wie auch immer, die zwei Tage waren Erholung pur, wenn auch körperlich und mental sehr fordernd. Aber wir sind wieder so richtig auf den Geschmack gekommen und haben die Zeit am Berg und im Bus einfach nur genossen. Danke Südtirol danke Oma und Opa danke brave Kids ❤

  • Fondo gefunden

    Der 5. Geburtstag von unserer Großen stand an und da wir dieses Jahr leider zu dieser Zeit nicht im Urlaub sein konnten, wollten wir zumindest einen Vorgeburtstagstrip machen. So ging es in die Gegend bei Bozen. Wir starteten am Donnerstag am Abend zum Klettergebiet Marino Stenico. Hoch gelegen, nordseitig und die Option am Parkplatz am Bach zu schlafen, das ließ unsere Herzen höher schlagen 😊 Die Option den Parkplatz als Nächtigungsort nutzen zu können war unsere Spekulation und zum Glück ging es auch auf, denn die Kids haben natürlich nicht geschlafen und um 20.30 Uhr dann noch einen Schlafplatz suchen wäre tatsächlich sehr mühsam geworden.

    Unsere Freunde mit Kindern hatten leider keine Zeit uns zu begleiten, dafür hatte July spontan Zeit und kam auch am Donnerstag am Abend noch nach. So schön, eine so nette Gesellschaft mit dabei zu haben und die Kids waren natürlich auch überglücklich ihre coole July und Goti dabei zu haben. Direkt vom Schlafplatz ging es in 15 Minuten zum Klettergebiet, welches echt lässig ausschaute. Die anfängliche Sonne wich bald komplett und so verbrachten wir einen erfolgreichen, schönen und entspannten Klettertag. Am Nachmittag kamen ein paar Leute, aber es hielt sich total in Grenzen und die Temperatur war wirklich traumhaft. Die Kletterei ist nicht geschenkt, vielleicht am Start teilweise etwas abgespeckt, aber nicht störend. Uns gefielen die Routen sehr gut, aber wir kamen oftmals ganz schön ins Schwitzen 😉 Unsere Große sammelte die Wichtelgeschenke in ihrer Route ein und war stolz auf ihre Kletterleistung. Am Abend ging es in den kühlen Bach und das Essen war genau rechtzeitig bevor die Ausläufer des Gewitters uns erwischten fertig und so konnten wir bei leichtem Regen unser Abendessen in unserer Josi Nana, wo wir auch zu 5. Platz hatten, genießen.

    Kraxelei

    Am nächsten Tag musste July wieder nach Hause, wir waren allerdings alle (inkl. Kinder) noch klettermotiviert und gingen noch einmal zum Gebiet hoch. Dank der superbraven Kids konnten wir noch 2 lohnende Routen klettern und auch unsere Große kämpfte sich noch ein paar Meter hoch. Die Kleine musste natürlich nach und war sehr stolz, dass sie ein kleines Stück hochkam, das Schaukeln war dann aber doch lustiger.

    Zum Mittagsschlaf ging es dann zum viel umschwärmten Kalterer See. Wir steuerten den Campingplatz Gretl an und bekamen den letzten Platz. Nach kurzem Hitze- und Kulturschock genossen wir dann aber das Eis und den Kaffee und das kühle Nass, vor allem aber im Swimmingpool. Das Gewitter am Abend war mit dem Blick auf die Burg wunderschön zu beobachten und die Nacht im Bus war abermals wunderbar. Am Morgen gab es dann nochmal Schwimmbadaction mit neu gelerntem Salto und Kopfsprung und am See wurde auch noch kurz gespielt und die Karpfen beobachtet. Danach ging es zum nahegelegenem „Biergarten“, welcher eine hervorragende Pizza hatte, und dann ging es gestärkt die gut 2h nach Hause (gemeinsam mit 3 weiteren weißen IL Bussen 😊).

    Rundum ein perfektes Wochenende mit viel Bewegung, Wasseraction, schönem Schlafplatz, Gelati und Pizza, was will man da noch mehr? TRAUMHAFT – DANKE Südtirol ❤

  • Roter Kogel = „Weißer Kogel“ = Sömen

    Großeltern zu Besuch und daher mal wieder Zeit für eine Mehrseillänge. So in der Theorie. In der Praxis war dann das Wetter sehr schlecht angesagt und an Klettern war nicht zu denken. Der Bewegungsdrang und der Wunsch nach Zeit zu zweit, war aber groß und so „planten“ wir am Vormittag eine „E-Bike & Hike“-Tour. Es sollte der Rote Kogel werden. So ging es mit dem Rad zur Almidalm und von dort, das wunderschöne Tal hoch zum Kastengrat und weiter zum geplanten Ziel. Landschaftlich wunderschön, das sehen scheinbar auch die Unmengen an Murmeltieren dort oben so, so viele Mankeis haben wir tatsächlich noch nie oder schon lange nicht mehr gesehen. Je weiter wir aufstiegen, desto zahlreicher wurden auch die Schneefelder und bald wurde klar, der „Rote Kogel“ (heute eher Weißer Kogel) ist als Ziel unrealistisch. So ging es spontan durch das Murmelegebiet querfeldein zum Wanderweg, der zum „Sömen“ führt.

    Schneestart

    Hier waren die Schneefelder überschaubar und gut machbar. So ging es dann zügig hoch zum Gipfel, den wir ganz für uns allein hatten. Leichter Schneefall machte die mystische Stimmung fast noch genialer. Glücklich und zufrieden machten wir uns rasch auf zum Abstieg, da wir so trocken als möglich ins Tal kommen wollten. Wir genossen beim Abstieg die absolute Ruhe und die Tatsache in dem riesigen Kar komplett allein zu sein – herrlich. Ein kurzer Regenschauer beim Abstieg vermieste unsere Stimmung kein bisschen und so ging es zu unseren E-Bikes bei der Alm und mit diesen zügig nach Hause, wo bereits das Essen am Tisch stand und zwei glückliche Kinder auf uns warteten. Immer wieder schön wo wir leben, was alles in kurzer Zeit auch möglich ist und wie man durch Flexibilität bei unbeständigem Wetter dennoch Qualitytime haben kann.

  • Feiertagswahnsinn

    Unsere Große wollte schon lange mal wieder in unserer Josi Nana schlafen und auch wir konnten es kaum erwarten die Sommersaison zu eröffnen. Daher beschlossen wir am Muttertagwochenende einen Kurztrip zu machen. Gemeinsam mit Freunden fuhren wir zu den Sonnenplatten in Scharnitz klettern. Leider wurden wir ziemlich bald vom Regen überrascht, was uns den Klettertag abbrechen, die Stimmung aber nicht vermiesen ließ. So fuhren wir nach Inzing zu den Freunden nach Hause und hatten einen sehr netten Nachmittag gemeinsam. Danach stellte sich allerdings die Frage, wo wir denn jetzt unsere Nacht im Bus verbringen sollten, denn das Eck Rund um Leutasch war nun raus, zweimal am Tag wollten wir den Zirlerberg dann doch nicht fahren. So wurde es das Sellrain und wir wurden mit einem traumhaften Schlafplatz quasi direkt an einem Wasserfall, den wir noch nicht kannten, belohnt. Eisbaden inklusive, verbrachten wir eine sehr ruhige erholsame Nach und einen wunderschönen entspannten Muttertagsmorgen. Es war einfach traumhaft. Danach beschlossen wir ins Kühtai zu fahren und eine kleine Wanderung zu machen. Der Plan ging super auf und wir gingen eine echt schöne Runde, wenn auch die Kleidung und das Schuhwerk der Kids nicht dafür geeignet war 😊 Wir hatten ja etwas ganz anderes vor am Sonntag, eigentlich. Jedenfalls durften wir den ganzen Tag allein die Schneefelder queren, den Matsch ausweichen und die kalte Luft im hohen Kühtai genießen. Die Kids waren brav und wir genossen die Landschaft, die erst nach und nach aus dem Winterschlaf erwachte, sehr.

    Kühtai-Walk

    Am Pfingstwochenende fuhren wir dann spontan ins schöne Außerfern, wir wollten Klettern, Wandern, Baden Zeit genießen. Wir dachten bei der Anzahl an Campingplätzen bekommen wir easy spontan einen Stellplatz, denn frei schlafen wollten wir in dieser Gegend nicht riskieren – da dort die Bergwacht ja sehr gerne sehr hoch straft. Nach sechs Campingplätzen haben wir dann bei Biberwier glückerweise noch einen Campingplatz gefunden der uns einen Stellplatz versprechen konnte – DANKE (https://www.alpencamp-marienberg.at)!!! So ging es bei der Hinfahrt zum Streichelzoo in Bichlbach, welcher sehr nett angelegt ist und unsere Kids sehr gut gefallen hat. Danach ging es zum Abkühlen zum Heiterwangersee der wunderschön gelegen ist. Leider gibt es keine Stundentickets für den Parkplatz und mit den Campingplatzangestellten konnten wir auch keine gute Erfahrung machen. Der Spielplatz und das Wasser waren allerdings Entschädigung genug. Danach ging es zum Campingplatz und es funktionierte tatsächlich alles super. Wir bekamen einen „Notstellplatz“ direkt neben Rutschen, welche in Dauerverwendung von unseren Kindern waren😊 Heiß war es sehr und wir suchten den Schatten unserer Josi Nana, aber da schmeckte das Essen umso besser. Am nächsten Tag ging es dann in das Klettergebiet Gsperr. Es ist tatsächlich perfekt gelegen an einem wunderschönen Bach und dort ließ es sich bei den heißen Temperaturen sehr gut aushalten. Klettertechnisch war es für uns leider nicht so ein Erfolg, da die Routen in unserem Schwierigkeitsbereich leider sehr brüchig waren und wir es daher nicht so richtig genießen konnten. Dafür konnte unsere Große klettern und der Bachlauf wurde im Detail erkundet. Es ist ein wunderschöner Fleck Erde. Nach einem sehr guten Eis in Reutte ging es dann wieder retour zu unserem Campingplatz, wo wir diesen Tag sogar etwas mehr Platz hatten. Am Sonntag suchten wir nach dem Frühstück dann „Das Vesteck von Castor“ – eine kurze wirklich lohnende Wanderung und durch die Stationen welche digital angeschaut werden konnten auch für die Kids sehr kurzweilig. Abgerundet wurde dieser perfekte Kurzurlaub dann durch eine absolut süße Entenfamilie.

    Traumplatz

     Da wir nun wieder Kletterluft geschnuppert hatten wollten wir gleich wieder mal Klettern und so ging es mit Claudia, Andi und den Kids zu Fronleicham in die Ehnbachklamm. Die Großen spazierten zügig rein und die Kleinen genossen es getragen zu werden. In der Ehnbachklamm wurde gebaut, gespielt, geplanscht UND geklettert. Es war rundum perfekt und wir genossen die Zeit zu 8.wirklich sehr. Die Mädls haben ihren Spaß und die Eltern auch, was gibt es Besseres? Unserer Großen war nur dieses Mal die Kletterroute „zu leicht“. Tja das nächste Mal müssen wir ihr dann doch das Top und nicht nur die ersten beiden Bolts einhängen 😊

    Baumeln lassen

    Gleichberechtigung für alle und daher sollte auch der Vatertag im Bus verbracht werden. Da wir mit Freunden im Ötztal zum Klettern ausgemacht hatten, wollten wir dies mit einer Busnacht verbringen. So ging es am Samstag am Morgen an die Engelswand, wo wir einen schönen und erfolgreichen Klettertag verbrachten. Danach ging es für uns nach Stams zum Campingplatz, denn auch im Ötztal ist das Freischlafen tatsächlich leider unmöglich geworden. Doch der Campingplatz war für uns perfekt, es gab einen Kirschbaum und Swimmingpool und Eis – Paradies für die Kinder und glückliche Kinder hat auch glückliche Eltern zur Folge 😊 Zu unserer Freude konnten wir dann am Abend sogar noch die Bergfeuer bewundern und fand dies von einer anderen Perspektive mal wunderschön. Nach einem ruhigen entspannten Vatertagsfrühstück und einer Schwimmsession im angenehmen Pool ging es noch zum Erdbeerfeld in Unterperfuss. Der Nachmittag wurde dann entspannt im schönen Garten und beim Einkochen der Erdbeeren verbracht.

    Es ist immer wieder schön, welche schönen Plätze es im Umkreis von 1,5 Stunden gibt und wie sehr erholsam auch kurze Ausflüge mit unserer geliebten Josi Nana gepaart mit Kletterwänden und Wasser sein können 😊

  • Mallorca

    Vor 9 Jahren waren wir bereits auf Mallorca zum Klettern und um eine gute Freundin zu besuchen, die auf Mallorca lebt. Da wir unbedingt die Freundin mal wieder besuchen wollten, entschieden wir uns, den noch möglichen Frühling zum Reisen zu nutzen. Dieses Mal wollten wir mit dem Auto nach Mallorca; diese Idee wurde allerdings bald verworfen, da es auf Mallorca keine Campingplätze für Busse gibt und das freie Schlafen sehr streng verboten sein soll. Daher wurde es dann doch wieder der Flieger, was unsere Große zuerst sehr traurig stimmte; bald wurde dies aber von Freude ersetzt 😊 Eine Unterkunft zu bekommen, war dann viel schwieriger als gedacht, schlussendlich hatten wir aber eine supertolle Unterkunft in Porto Petro für 6 Nächte und dann noch eine schön zentral gelegene Airbnb-Unterkunft in Banyalbufar für 5 Nächte. Abermals war der Trip zeitgleich mit Steffis Eltern geplant; wir wollten den entspannten Urlaub von Sizilien nachholen. Steffis Eltern gingen vorab noch wandern und kamen dann 2 Tage nach unserer Ankunft zu uns dazu.

    Porto Pedro

    In der Gegend Porto Petro waren wir ein bisschen wandern, schwimmen, Sand spielen, Eis essen, erfolglos Boot fahren und in der Cala Magraner auch klettern. Der Wind war dort die meiste Zeit ein treuer Begleiter und machte es manchmal richtig frisch. So konnten wir die wunderschöne Dachterrasse nicht ganz so häufig genießen, wie wir das eigentlich gerne gemacht hätten … aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau. Ansonsten ist der Südosten wirklich wunderschön, die Calas laden alle zum Baden und Sandstrandgenießen ein und sind vor allem in der Vorsaison wirklich unfassbar schön, da man auch noch ausreichend Platz hat. Unsere Große hat in der Cala Mondragó ihren ersten Klippensprung von ca. 1,5 Metern gewagt und war danach so stolz – und der Papa mindestens genauso 😊 Der Nationalpark Mondragó ist außerdem toll zum Laufen und Wandern. Die Cala Magraner ist tatsächlich ein Paradies für Familien, die baden und klettern wollen und die im besten Fall noch Großeltern dabeihaben. Wirklich lohnende Routen, die im Frühling am VM noch im Schatten liegen, und eine wunderschöne Kiesbucht inmitten der Felswände – und wenn man Glück hat, darf man auch noch Schildkröten beobachten. Der Weg zur Bucht kann allerdings mit Kindern schon mal länger werden, aber die Schafe am Wegrand und die Vegetation sorgen zumindest etwas für Abwechslung. Die geplante Bootsfahrt mit unserer Freundin wurde leider noch im Hafen wieder abgebrochen, da trotz Probefahrt am Vortag der Motor nicht mehr ging … immerhin hatten die Kids Schwimmwesten an und waren zumindest kurz am Boot.

    Sehr angenehm war, dass das Dörfchen mit dem Hafen unmittelbar vor der Haustür lag und auch die Sandstrände zu Fuß erreichbar waren oder nur wenige Autominuten benötigt wurden. Nach 6 Tagen hatten wir dann, inklusive des bereits im April überlaufenen Markts in Santanyí, alles gesehen und freuten uns auf den Westen. Danke auch noch mal an Sissi für alle Insidertipps, die tolle Gastfreundschaft und die schönen gemeinsamen Tage.

    Kleines Klettern

    Da Mallorca zum Glück eine kleine Insel ist, war der Wechsel in den Westen sehr stressfrei. Die Unterkunft in Banyalbufar lag mitten im Dorfkern und hatte abermals eine gigantische Dachterrasse, die dieses Mal täglich genutzt wurde – genauso wie der traditionelle Innenhof. Der „Haustrand“ war dieses Mal etwas schwieriger zu erreichen, weil man doch einige Höhenmeter hinunter musste. Normalerweise alles kein Problem; mit Kindern kann es dann schon mal länger und mühsamer werden. Zum Glück gab es am Weg allerdings 100 Katzen, 2 Ponys und 1 Pferd – das machte den Weg zwar nicht schneller, aber erträglicher 😊

    Die Buchten an diesem Eck sind leider nicht kinderfreundlich, wenn auch bestimmt wunderschön, weil sehr rassig. Die Kids kamen allerdings nochmals auf ihre Strand- und Meerkosten, da Oma und Opa mit ihnen in den Süden fuhren, während wir in Ruhe am tollen mallorquinischen Fels klettern durften. DANKE dafür; es war wunderschön und sehr erholsam, wenn auch leider der eine Felstag etwas ruhiger angegangen wurde, da wir alle etwas angeschlagen waren. In den Klettergebieten trafen wir kaum andere Leute; scheinbar kommt niemand mehr zum Klettern, weil alle zum Radfahren kommen. Die Massen an Rennradfahrern im Westen kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen. Key Learning war außerdem, dass es – nur weil nur 1 Minute Zustieg ist – nicht bedeutet, dass der Wandfuß annähernd kinderfreundlich ist. Aber auch an diesem Tag erreichten wir unser Ziel: Unsere Große kletterte eine Tour (so wurde das Klettern mit Selbstsicherung mal wieder geübt), wir kletterten auch eine schöne Tour (die einzige mit akzeptablen Bolts) und die Kleine schlief im eingekeilten Buggy tief, fest und ewig (eigentlich viel zu lange). Aber es wäre ja langweilig, wenn alles immer nach Plan laufen würde. Steffis Eltern hatten jedenfalls an diesem Tag eine wunderschöne Wanderung und konnten somit wieder Kraft sammeln, um die energiegeladenen Enkelkinder am Abend wieder zu beschäftigen.

    Klettertraum

    An einem Tag machten wir einen etwas weiteren Ausflug nach Alaró, um dort das Castell de Alaró zu besuchen und im traditionellen Restaurant das sehr bekannte Lamm zu probieren. Die Wanderung zum Castell war warm und zog sich abermals mit den Kids ein bisschen, aber es war es definitiv wert, da die Aussicht sehr schön ist, die Esel oben sehr süß, der Kaffee hervorragend schmeckt und die Wegführung auch wirklich nett ist. Außerdem schmeckt danach das wirklich köstliche Lamm noch mal besser.

    Da wir immer noch nicht alle ganz gesund waren, gingen Felix und Steffi, anstatt eine Runde zu laufen, am Abend einen Sangría und Tacos bei traumhaftem Sonnenuntergang genießen. Das kann schon auch was, und zumindest Felix konnte dann trotzdem am vorletzten Abend noch den Hausberg erzwingen, was wohl wirklich eher ein Erzwingen als ein Trailrun war. GPS auf der Uhr kann dann schon mal nützlich sein 😊

    Auch in Banyalbufar war das Essen köstlich und wir genossen auch hier die kulinarischen Besonderheiten auf Mallorca. In Summe waren wir diesen Urlaub tatsächlich für unsere Verhältnisse oft essen, aber wir finden, es gibt selten eine Gegend, wo es sich so lohnt. Wir aßen immer etwas anderes und Spezialitäten, die es so bei uns nicht gibt, und wurden nie enttäuscht, da alles immer hervorragend mundete. Von Fisch über Paella zu Kroketten, Artischocken, Rote-Rüben-Carpaccio, Ziegenkäse und Lamm war alles dabei, und wir erinnern uns gerne daran.

    Gassengang

    Nach 11 Tagen war der Urlaub dann doch auch wieder schnell vorbei, was für uns aber okay war, da er superabwechslungsreich war, wir immer Traumwetter hatten (am letzten Abend hat es das 1. Mal leicht geregnet), wir Großeltern hatten, die uns mehr als nur super unterstützten, und einfach – trotz Kränklichsein – total genießen konnten. Der Rückflug ging dann ja direkt nach Innsbruck, was die Heimreise superentspannt machte, da wir zum einen direkt bei unserer Josi-Nana landeten und zum anderen nur 15 Personen im Flugzeug waren, was das Fliegen mit Kindern viel entspannter macht. Der Anflug nach Innsbruck war sehr beeindruckend und die Große konnte die Eindrücke dieses Mal auch schon gut wahrnehmen und verarbeiten, und die Kleine war, obwohl sie beim Rückflug nicht mehr schlief, auch superbrav.

    Zu Hause gab es dann in unserem tollen Garten Pizza und dann ging es für die Kids eh gleich ins Bett.

    Obwohl Mallorca im Frühling auch schon gut besucht ist, ist es dennoch eine Reise wert und man wird bestimmt nicht enttäuscht, da die kleine Insel wirklich viel zu bieten hat – für Groß und Klein 😊

  • Von-Zuhause-Windegg

    Der Besuch der Großeltern bedeutete für Steffi und Felix wieder einmal die Möglichkeit, einen etwas längeren gemeinsamen Ausflug zu machen. Schon lange stand auf dem Plan, von der Haustür mit dem E-Bike in Richtung Fotscher Tal zu fahren und einen der dortigen Berge als Skitour zu machen. Die Wahl fiel auf das Fotscher Windegg (2577m), auf dem die beiden bereits waren, das aber sehr spaßige Hänge zu bieten hat. Der Winter 25/26 war ja ohnehin durchwachsen, weswegen nicht mehr mit Top-Bedingungen gerechnet wurde, aber Spaß sollte es trotzdem machen.

    Start nach E-Bike

    In der Früh ging es los und die Strecke bis ins Fotscher Tal war trotz der schweren Rucksäcke dank E-Bike keine wirklich anstrengende Angelegenheit. Durch die Wärme war der Aufstieg dafür schon eher ungewohnt, auch wenn die Höhenmeter recht schnell purzelten. Ab der Baumgrenze wurde es dann noch einmal deutlich wärmer, aber das Ziel kam auch immer mehr in Sicht. Der Schnee war stellenweise schon recht schwer, aber wir waren tatsächlich den gesamten Aufstieg alleine unterwegs. Die letzten Höhenmeter wanderte der Blick immer wieder in die Nordostflanke des Fotscher Windegg, wo doch einige alte Lawinenkegel zu sehen waren. Die letzten Meter waren dann auch noch einmal etwas windverblasen und hart, aber es war schön, alleine am Gipfel zu stehen. Nach einiger Zeit gesellten sich dann noch zwei nette Bayern dazu, die den Aufstieg von Gries im Sellrain bewältigt hatten. Nach einem netten Gipfelratscher machten Steffi und Felix sich an die Abfahrt.

    Kalkögel

    Die direkte Variante wurde aufgrund der Schneebeschaffenheit und der alten Lawinenkegel gemieden, aber etwas früher als beim Aufstieg wurde dann doch in die Hänge hineingestochen. Der Schnee war oben noch recht passabel, wurde unten heraus aber schon sehr schwer und teilweise fast faulig. Die Abfahrt war dann eher ein Kraftakt; Spaß hat es trotzdem gemacht – vor allem mal wieder zu zweit 😊. Wir genossen dann noch die Sonne. Steffi ließ ihre Thermoskanne unterhalb der Almindalm stehen, die leider auch einige Wochen danach, nach erneutem Hinaufsteigen, nicht mehr auffindbar war. Sicher kein 10/10-Tag, aber trotzdem ein tolles Erlebnis und eine Luxussituation, von der Haustür aus mit dem E-Bike solche Touren machen zu können.

  • Girls on Tour

    Da vor zwei Jahren der spontane Ausflug mit Sarah nach Arco ein unvergessliches Erlebnis geblieben war, wurde – nachdem nun auch die Kleine nicht mehr auf Steffi angewiesen ist – bereits im Oktober ein Termin für April fixiert, um den Trip zu wiederholen. So ging es am Freitag, den 10.04., am Abend für Steffi und Sarah in Richtung Süden; Felix fuhr mit den Kids nach Osten und verbrachte bei seinen Eltern ein schönes Wochenende gemeinsam mit den Kindern.

    Wir steuerten erneut unseren bereits bekannten Schlafplatz in Arco an, wo wir uns mit zwei Italienern und – wenn man den Schildern glauben darf – vermutlich ein paar Bären den Platz teilten. Nachdem wir die Routenplanung für abgeschlossen hielten, fiel Steffi allerdings ein, dass sie diese Route vor drei Jahren bereits geklettert war; daher wurde noch einmal umgeplant und eine für Steffi bestimmt forderndere Tour gewählt. Die Vorfreude war groß, und so verbrachten wir eine ruhige Nacht.

    Damit die Sonne kein allzu großes Thema werden sollte, ließen wir uns am Morgen besonders viel Zeit und genossen ein ausgedehntes Frühstück. Danach ging es gemütlich zum Einstieg der Elios am Monte Colt. Bis zur Schlüssellänge lief es super: wunderschöne Kletterei, steil, gutgriffig, ausreichend abgesichert. Die 4. Seillänge (= Schlüssellänge) war dann für uns beide sehr fordernd, und so musste auch kurz die Schlinge Abhilfe leisten. Das änderte aber nichts daran, dass es eine wunderschöne Länge war – ausreichend anstrengend für Psyche und Physis. Steffi beschloss allerdings, die nächste, kaum nennenswert leichtere Seillänge nicht vorzusteigen, und so durfte Sarah die wirklich wunderschöne leichte Querung und den letzten Aufschwung im Vorstieg genießen. Steffi legte eine Pause ein und merkte, dass Ausdauer und Kraft einfach nicht mehr so da sind, wie das einmal war. Dennoch wurde auch diese Länge genossen, denn der Fels ist tatsächlich supergenial und die Linienführung ebenfalls. Danach waren noch vier Seillängen zu klettern, die wir wieder in Wechselführung absolvierten. Die 7. Seillänge hatte es noch einmal ordentlich in sich; einige Dächer mussten gemeistert werden – immer gutgriffig, aber auch sehr kräftig. Umso glücklicher war Steffi, dass sie dieses Mal (trotz Nachstieg) den Rucksack nicht hatte, und so konnte diese Länge noch einmal ordentlich geklettert und genossen werden. Nach den neun Seillängen waren wir dann gut erschöpft, genossen den Ausblick und die Tatsache, dass der Tag schon so lang war; so hatten wir, obwohl wir viel länger als gedacht gebraucht hatten, noch absolut keine Eile mit dem Abstieg.

    Danach ging es auf einen Espresso und einen Aperol und dann in die erfrischende Sarca – zumindest für Steffi; Sarah mied die Kälte lieber, da sie nicht ganz fit war.

    Zufrieden und hungrig ging es dann Pizza essen, und Steffi feierte am meisten, dass es bereits nach 20 Uhr war – und es einfach egal war. Es gab keinen Zeitdruck oder irgendetwas, das erledigt werden musste. So konnte das Pizzaerlebnis nochmals mehr genossen werden.

    Wir beschlossen, am nächsten Tag noch eine ganz leichte Mehrseillängen-Tour zu gehen. Ursprünglich wollten wir am Sonntag Sportklettern, da wir beide das Gefühl hatten, dass dafür zu wenig Power da wäre. Außerdem war die Lust am Mehrseillängen-Klettern schon wieder so gestiegen – weil es Steffi einfach noch viel mehr gibt als das Sportklettern –, dass die Möglichkeit nun genutzt werden sollte.

    Dieses Mal beeilten wir uns am Morgen etwas, da wir ja schließlich wieder nach Hause mussten – die Kids erwarteten Steffi um 17 Uhr 😊.

    Wir entschieden uns für die Amazzonia und konnten nach kurzem Warten am Einstieg dann ohne weitere Pausen an den Standplätzen die Route zügig klettern. Es war wirklich eine wunderschöne Tour, mit schönem Blick zum Fluss, und obwohl die Längen alle relativ einfach waren, war es lohnende Kletterei. Dieses Mal war Steffi bei der Schlüsselstelle dran, was in diesem Fall aber kein Problem war. Die elf Seillängen gingen wirklich schnell von der Hand, und so konnten wir beim Auto noch in Ruhe jausen, ein Eis essen und uns sehr zeitig auf die Rückreise machen. Diesen Puffer brauchten wir ohnehin, da wir am Brenner dann im Stau standen; so kamen wir aber trotzdem rechtzeitig in Grinzens an.

    Danke, Sarah, fürs Taxi und das abermals unvergessliche Wochenende bei absolut perfekten Wetterbedingungen, mit perfektem Fels und viel Dolce Vita 😊.

    Steffi war zwar erschöpft, aber so glücklich, mal wieder ausbelastet zu sein und sich im positiven Sinne zu spüren. Es ist schon erschreckend, wie viel Substanz man körperlich, mental und generell durch Kinder verliert, aber gleichzeitig ist es auch schön zu sehen, was trotz weniger Klettermeter immer noch geht – und dass es immer noch genauso viel Spaß macht. Ein Wochenende mal ohne (Kinder-)Uhr war mitunter ein großer Teil der Erholung, und gleichzeitig war es so schön, so herzlich und strahlend empfangen zu werden. Die Kinder an diesem Abend ins Bett zu bringen, war der krönende Abschluss eines perfekten Wochenendes.

  • Me (Steffi) Time

    Die Zeit für die Mütter ist immer sehr eingeschränkt und daher hat Steffi sich diesen Herbst fest vorgenommen, wenn irgendwie möglich, Zeit für sich in der Natur zu nehmen. Da die Kleine nun auch schon zwei Vormittage zur Tagesmutter geht, ergaben sich tatsächlich manche freien Vormittage, beziehungsweise hat Steffi die Bewegung und Zeit in der Natur, den nie enden wollenden ToDos vorgeschoben. Aus diesem Grund hatte sie ein paar wunderschöne Momente am Berg von denen sie unendlich viel Kraft für den fordernden Alltag mit zwei Kindern tanken konnte. Sie war am Salfeins, am Kögele, am Priemesköpfl und Skifahren in der Lizum. Klingt gar nicht so viel für über 3 Monate Zeit, aber jeder einzelne Ausflug war so lohnend und schön und die Dankbarkeit so groß, so Nahe an den Bergen mit ihrer unbeschreiblichen Schönheit und Ruhe zu wohnen. Es ist einfach ein Paradis und die Flucht aus dem Alltag ist wahrscheinlich kaum wo anders so leicht möglich und vorallem sie so intensiv genießen zu können – wenn auch nur mit der Handykamera 😉

  • Kampenwand-Partie

    Im September haben wir bereits geplant, dass wir an einem Wochenende einen Tag für uns an der Wand verbringen möchten und eine Nacht in unsere Josi Nana nur für uns zu zweit. Die einzige Möglichkeit war an einem Novemberwochenende, die Kids wurden am Freitag nach Deutschland gebracht und am Samstag wollten wir zeitig starten um an diesem Tag eine Klettertour gehen zu können. Am Sonntag nach dem Frühstück sollte es dann wieder zurück zu den Kindern gehen. Soweit der Plan, ob das Wetter im November nur annähernd mitspielt stand in den Sternen. Aber dieses Mal war das Wetterglück und alles andere auf unserer Seite. Wir entschieden uns an der Kampenwand eine Tour zu gehen, weil 1.sieht man die Wand immer von der Autobahn, 2.ist die Anreise aus Bad Aibling sehr kurz und 3.klang die leichte die Südwand sehr ansprechend, weil kurz, südseitig und leicht, schließlich waren wir schon länger keine alpine Klettertour mehr und es sollte ja ein Genusstag werden.

    Standplatz-Laune

    Die Kids waren perfekt an Omi und Opi gewöhnt und so ging es um halb 9 am Samstag für uns los. Mit dem E-Bike ging es ganz entspannt und trotz ein paar Extrameter bis zur Alm von der aus des dann zu Fuß zum Einstieg ging. Über dem Nebel ist das Leben einfach traumhaft. Wir genossen die Ruhe, die Sonne und die Bewegung. Beim Einstieg waren wir beide etwas aufgeregt, da wir schon so lange keinen alpinen Fels mehr in den Händen hielten. Steffi startet die erste Seillänge, langsam aber sicher und genoss das Gefühl am Stand zu sein. Die zweite länge war auch schon die Schlüssellänge die Felix bedacht aber ohne Probleme löste. Der Rucksack störte Steffi ein bisschen beim nachsteigen, aber weiter schlimm war es auch nicht. Die dritte Länge war dann das Kriechband, welches speziell aber nicht weiter schwer war und Felix trotz Rucksack sehr gut meisterte. Die vierte Seillänge sollte schon die letzte sein und so genossen wir vor allem die ersten steilen Meter nochmal. Felix kletterte dieses Stück zwar anders als Steffi, aber zum Glück gibt es ja kein richtig oder falsch. Am Ende der letzten Seillänge waren wir kurz beide etwas erschrocken, als wir sahen, dass wir quasi ungesichert an einer Kante ab klettern sollten, es löste sich aber super easy auf. So waren wir ganz nach Plan schon am Ende unsere Tour angekommen, die tatsächlich sehr alpin abgesichert war und es kaum Möglichkeiten gab, etwas dazu zu legen. Beim Abstieg zur Scharte braucht es nochmal etwas Konzentration aber auch nicht mehr. Danach beschlossen wir uns noch in den Trubel zu werfen und besteigen die Kampenwand. Schöner Gipfel. Wir schafften es dann auch noch rechtzeitig in die Alm und konnten Kaffee und Kuchen in Ruhe genießen, bevor es dann mit den Radln wieder in das nebelverhangende Tal ging. Wir wollten so gar nicht in den Nebel rein.

    Wolkenmeer

    Glücklich am Auto angekommen wurde alles flott verstaut, wenn mal 4 Hände arbeiten können geht ja alles wie im Eiltempo. Die Schlafplatzsuche war tatsächlich einfach und so verbrachten wir eine Nacht in der Nähe an einem Wanderparkplatz. Wir genossen die Zeit in der Josi Nana und gönnten uns eine heiße Dusche im nasskalten Dunkeln. Die Nudeln mit Pesto waren besser als jedes 5 Sternemenü und die Nachtruhe um 21.00 Uhr war dann wohl das i Tüpfchen, genauso wie das entspannte aufwachen und gemütliche frühstücken in einer wohlig warmen Josi Nana. Wir freuten uns aber schon sehr auf die Kids und sie sich auch auf uns. Ein sehr gelungenes Wochenende, welches nicht besser sein hätte können. Kletterzeit, Campingfeeling und Paar-Zeit-Deluxe und immer mit dem Wissen, dass es den Kids genauso gut geht wie uns 😊

  • Allein am Bettelwurf

    Für Felix ergab sich ein Wochenende, um einfach mal etwas nur für sich zu machen. Von der Wohnung aus stach schon oft im Abendrot der Große Bettelwurf, mit 2726m der höchste Gipfel der Gleirsch-Halltal-Kette im Karwendel ins Auge. Kurzerhand wurde die Überschreitung des Kleinen (2650m) und Großen Bettelwurf vom Halltal aus geplant. Mit Fahrradträger am Auto und dem MTB im Gepäck ging es bei leichtem Regen und Nebel auf den Wanderparkplatz in Absam. Die ersten Meter mit dem Fahrrad zurückzulegen war laut Schildern zwar „illegal“, aber der Belastungswechsel war recht angenehm. Nach kurzer Radlstrecke ging es gleich recht steil über gut markierte Wege los. Durch den Nebel konnte Felix sich auf’s Tempo machen über den Alten Schlag zur Bettelwurfhütte konzentrieren. Diese war völlig verlassen, da sie Mitte Oktober bereits geschlossen hat, was ein ungewohntes aber auch angenehmes Bild war. Ungefähr 50 Höhenmeter über der Hütte war dann auch endlich die Wolkengrenze und die Sonne war von da an Begleiterin. Es ging noch ein paar Meter über gut markierte Wege, bis der Klettersteig begann und die Fortbewegung immer öfter auch die Hände verlangte. Der Klettersteig ist sehr gut angelegt und so war der Kleine Bettelwurf bald erreicht und das Inntal zeigte sein Wolkenkleid von oben. Die Überschreitung zum Großen Bettelwurf zog dann nochmal etwas an in Bezug auf die Klettersteigschwierigkeit, konnte aber auch gut passiert werden. Beim Gipfel des Großen Bettelwurf wartete dann die zweite Person – nach dem ersten „menschlichen Kontakt“ auf dem Kleinen Bettelwurf – für diesen Tag auf Felix, der ansonsten komplett alleine unterwegs war. Was für eine Wohltat diese Stille 🙂 Diese wurde genossen und dann ebenso der Abstieg, bei dem die flache Sonne die Landschaft bereits ins das klassische Herbstlicht tauchte. Das Fahrrad machte sich dann nochmal sehr bezahlt, um doch etwas feiner wieder zum Auto zu kommen und so wurde ein sehr schöne Tag perfekt abgerundet. Absoluter Luxus, so etwas „mal eben schnell“ von zu Hause machen zu können! Am Abend stand er dann wieder im roten Licht da und wurde vom Fenster aus beobachtet…